Bachelorarbeit, 2014
57 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Das Bildungssystem von Österreich auf den Punkt gebracht
2.1 Die historische Entwicklung des Bildungswesens
2.1.1 Mittelalter
2.1.2 Beginn der Neuzeit – Renaissance & Humanismus
2.1.3 16. bis 17. Jahrhundert
2.1.4 Kaiserin Maria Theresia: „Das Schulwesen ist und bleibt allzeit ein Politikum“
2.1.5 Das Revolutionsjahr 1848 bringt eine Reorganisation des Schulsystems
2.1.6 Das Ende des 1. Weltkrieges brachte eine weitere Wende im Schulsystem
2.1.7 Die Zweite Republik schaffte den Grundstein des heutigen Schulsystems
2.1.8 Die Regierungsprogramme 2007 und 2008 stellen den Status quo aufseiten der Bildung dar.
2.2 Die Gliederung des derzeitigen Bildungssystems in Österreich
2.2.1 Die Primarstufe des österreichischen Bildungssystems
2.2.2 Die Sekundarstufe 1
2.2.3 Die Sekundarstufe II
2.2.4 Postsekundar- & Tertiärstufe
3 Der Stand der Dinge: Faktoren, die die Bildung in Österreich beeinflussen
3.1 Soziale Herkunft
3.1.1 Geschlecht
3.1.2 Bildungsabschlüsse der Eltern
3.2 Deutschkenntnisse
3.3 Migrationsstatus
4 Forschungsfrage und Hypothesen
4.1 Je höher die soziale Herkunft, desto höher ist der Bildungsabschluss
4.2 Frauen erzielen höhere Bildungsabschlüsse als Männer
4.3 Je höher die Bildung der Eltern, desto höher ist der Bildungsabschluss ihres Kindes
4.4 Die Alltagssprache Deutsch beeinflusst den höchsten Bildungsabschluss in Österreich
4.5 Personen mit Migrationshintergrund erzielen niedrigere Bildungsabschlüsse als ÖsterreicherInnen ohne Migrationshintergrund
5 Methodisches Vorgehen und verwendetes Datenmaterial
5.1 Analyse der genannten Hypothesen erfolgte mithilfe des GGS-Datensatzes
5.2 Vorstellung des Gender and Generation Survey Datensatzes
5.3 Methodisches Vorgehen und Grundsatzentscheidung
6 Datenauswertung und Überprüfung der Hypothesen
6.1 Vorstellung der Prüfvariablen „Höchste abgeschlossene Bildung“
6.2 Je höher die soziale Herkunft, desto höher ist der Bildungsabschluss
6.3 Frauen erzielen höhere Bildungsabschlüsse als Männer
6.4 Je höher die Bildung der Eltern, desto höher ist der Bildungsabschluss ihres Kindes
6.5 Die Alltagssprache Deutsch beeinflusst den höchsten Bildungsabschluss in Österreich
6.6 Personen mit Migrationshintergrund erzielen niedrigere Bildungsabschlüsse als Personen ohne Migrationshintergrund in Österreich
7 Zusammenfassung der Ergebnisse
8 Fazit und Kritik
10 Anhang
10.1 Rekodierungen
10.1.1 Alltagsprache Deutsch Ja/Nein
10.1.2 Migrationshintergrund Ja/Nein
Die Arbeit untersucht den Einfluss sozioökonomischer und kultureller Faktoren – namentlich soziale Herkunft, Geschlecht, Bildung der Eltern, Alltagssprache und Migrationsstatus – auf den höchsten Bildungsabschluss von Personen in Österreich. Ziel ist es, die Hypothese der Chancengleichheit im österreichischen Bildungssystem anhand einer quantitativen Analyse zu überprüfen.
3.1.1 Geschlecht
Jungen schneiden im Vergleich zu Mädchen im Bildungssystem auf die breite Masse ausgelegt deutlich schlechter ab. Ebenso werden Mädchen häufiger als Jungen vorzeitig eingeschult und weniger häufig verspätet eingeschult. Diese Tatsache allein wirkt sich auf den Bildungsabschluss von Jungen aus, da Kinder, welche bei der Einschulung ein Jahr zurückgestellt werden, statistisch gesehen geringere Chancen haben, in das Gymnasium überzuwechseln. Diese Tatsache gilt ebenso für SchülerInnen, die in der Grundschule eine Klasse wiederholen mussten. Zudem ist die Gruppe der WiederholerInnen bei Schülern deutlich höher als bei Schülerinnen. Schüler bleiben als deutlich häufiger „sitzen“ als Schülerinnen und dürfen eine Ehrenrunde drehen. (vgl. Benedik 2014, S.54) Mädchen erhalten ebenso auf die Gesamtzahl der SchülerInnen gesehen eher eine Empfehlung für den Besuch einer höheren Schullaufbahn als Jungen und besuchen dementsprechend deutlich häufiger ein Gymnasium. Diese Aussagen wurden im deutschen Bildungssystem erforscht und belegt. (vgl. Diefenbach 2010b, S.248f)
Gezeigt wurde auch anhand der PISA-Studie für Deutschland, dass bei Mädchen und Jungen in der Beurteilung des Leistungsniveaus im Fach Mathematik unterschiedliche Maßstäbe herangezogen werden. Jungen wurden deutlich häufiger unterbewertet in der Notengebung und Mädchen deutlich häufiger überbewertet im Vergleich zu ihrer Note im Fach Mathematik. Dies erklärt auch, dass Jungen deutlich häufiger Klassen wiederholen müssen als Mädchen laut Diefenbach. (vgl. Diefenbach 2010b, S.249f)
1 Einleitung: Die Arbeit stellt die Forschungsfrage nach den Einflussfaktoren auf den Bildungsabschluss in Österreich und skizziert das methodische Vorgehen.
2 Das Bildungssystem von Österreich auf den Punkt gebracht: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss des Schulwesens und beschreibt die aktuelle Gliederung und Struktur des österreichischen Bildungssystems.
3 Der Stand der Dinge: Faktoren, die die Bildung in Österreich beeinflussen: Es werden theoretische Grundlagen und der Forschungsstand zu den Faktoren soziale Herkunft, Geschlecht, Elternbildung, Deutschkenntnisse und Migrationsstatus dargelegt.
4 Forschungsfrage und Hypothesen: Basierend auf den vorherigen Erkenntnissen werden die spezifischen Hypothesen für die quantitative Untersuchung formuliert.
5 Methodisches Vorgehen und verwendetes Datenmaterial: Dieses Kapitel erläutert die Auswahl und Nutzung des GGS-Datensatzes sowie die angewandten bivariaten Analysemethoden.
6 Datenauswertung und Überprüfung der Hypothesen: Die empirischen Ergebnisse werden präsentiert, um die aufgestellten Hypothesen statistisch zu prüfen und zu interpretieren.
7 Zusammenfassung der Ergebnisse: Die zentralen Erkenntnisse der Arbeit werden zusammengefasst und die Chancengleichheit als widerlegt bewertet.
8 Fazit und Kritik: Das Kapitel bietet ein abschließendes Resümee sowie eine kritische Reflexion des quantitativen Forschungsdesigns und der Datenbasis.
Bildungssystem Österreich, Soziale Herkunft, Bildungsabschluss, Geschlecht, Migration, Alltagssprache, GGS-Datensatz, Bildungsgerechtigkeit, Chancengleichheit, Schullaufbahn, Elternbildung, Quantitative Analyse, Bildungsungleichheit, Schulsystem, Statistik Austria.
Die Bachelorarbeit untersucht die Einflussfaktoren auf den höchsten Bildungsabschluss von Menschen in Österreich und hinterfragt dabei kritisch die Realität der Chancengleichheit im Bildungssystem.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Einfluss von sozialer Herkunft, dem Geschlecht, der Bildung der Eltern, der Alltagssprache sowie dem Migrationsstatus auf den individuellen Bildungserfolg.
Ziel ist es zu belegen, welche Faktoren abseits der persönlichen Begabung maßgeblich den Bildungsabschluss bestimmen und ob diese statistisch signifikant nachweisbar sind.
Die Arbeit nutzt ein quantitatives Design und wertet den "Gender and Generation Survey" (GGS) 2008/9 durch bivariate Analysen wie Korrelationen und Kreuztabellen aus.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse des Bildungssystems, die theoretische Darstellung relevanter Faktoren und die anschließende empirische Überprüfung der Hypothesen mit den GGS-Daten.
Zentrale Begriffe sind soziale Ungleichheit, Bildungsbeteiligung, Migrationshintergrund, Schichtzugehörigkeit, Bildungsabschluss und das österreichische Bildungssystem.
Die Analyse zeigt, dass Frauen im Durchschnitt höhere Bildungsabschlüsse erzielen als Männer und bei tertiären Abschlüssen dominieren, während Männer häufiger in Bildungsschienen ohne Matura verbleiben.
Die Arbeit identifiziert die Alltagssprache als signifikanten Faktor; Personen mit nicht-deutscher Alltagssprache weisen ein deutlich höheres Risiko auf, die Ausbildung mit einem niedrigeren Bildungsabschluss zu beenden.
Die Chancengleichheit im österreichischen Bildungssystem wird aufgrund der nachgewiesenen starken Korrelationen zwischen sozioökonomischen Faktoren und Bildungsabschlüssen als widerlegt angesehen.
Es besteht ein starker Zusammenhang zwischen der Bildung der Eltern und dem Bildungserfolg ihrer Kinder, was auf eine generationenübergreifende Verfestigung des Bildungsstatus hindeutet.
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