Diplomarbeit, 2004
46 Seiten, Note: sehr gut
1. Einleitung
1.1 Kurzes Vorwort
1.2 Thesen und Fragestellungen
1.3 Überblick
2. Haupteil
2.1 Zum Virtuosentum
2.2 Chopins Etude Op. 25 Nr.1 „Harfenetüde”
2.3 Debussys Etude Nr. 9 „Pour les notes répétées“
2.4 Überblick : Etüdenwerk (Band I und II) von Ligeti
2.5 Ligetis Etüde Nr. 6 „Automne á Varsovie”
3. Schlussteil
3.1 Folgerungen
3.2 Literaturangaben
3.3 Schlusserklärung
Die vorliegende Diplomarbeit verfolgt das Ziel, die Entwicklung und die kompositorischen Techniken der Gattung "Klavieretüde" über drei verschiedene Epochen hinweg anhand ausgewählter Werke von Frédéric Chopin, Claude Debussy und György Ligeti zu untersuchen und musikhistorisch zu vergleichen.
2.1 Zum Virtuosentum
Aufgrund des Untersuchungsgegenstandes „Etüde“ erscheint es mir sinnvoll, ein paar Anmerkungen zum Virtuosentum zu machen; die Etüde, im eigentlichen Sinne als „Übungsstück“ für das Vertiefen von handwerklichen technischen Aspekten eines bestimmten Musikinstrumentes konzipiert, steht meines Erachtens in engem Zusammenhang zum Virtuosentum.
Nach Erich Reimer sei ein „Virtuose“ (dessen Begriff erst in der Renaissance aufgekommen ist) einer „aus dem Durchschnitt Herausragender“1. Jedoch beziehe sich dies insbesondere in der Musik auf das technische Vermögen. Ungeachtet der Tatsache, dass hervorragende Interpreten lange Zeit auch mindestens passable Komponisten waren, erwähnt er den Virtuosen als „Ideal des reproduzierenden Musikers schlechthin“2.
1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt das Vorwort, die zentralen Thesen und Forschungsfragen sowie einen Überblick über den strukturellen Aufbau der Diplomarbeit vor.
2. Haupteil: Der Hauptteil umfasst detaillierte musikalische Analysen ausgewählter Etüden sowie eine theoretische Einordnung des Virtuosentums und einen Überblick über das Etüdenwerk Ligetis.
3. Schlussteil: Hier werden die Ergebnisse der Analysen zusammengeführt, vergleichende Folgerungen gezogen sowie die Literaturquellen und die Schlusserklärung aufgeführt.
Klavieretüde, Virtuosentum, Kompositionstechnik, Frédéric Chopin, Claude Debussy, György Ligeti, Harmonik, Polymetrik, Ostinato, Musikgeschichte, Klaviertechnik, Formanalyse, Rhythmus, Musiktheorie, Klavierkonzert
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Gattung der Klavieretüde und vergleicht diese aus historischer und kompositorischer Perspektive anhand von Werken dreier verschiedener Komponisten.
Die zentralen Themenfelder sind die Entwicklung des Virtuosentums, die Analyse spezifischer Etüden sowie die komparative Untersuchung musikalischer Techniken über verschiedene Epochen hinweg.
Das Hauptziel ist es, die musikalischen Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Handhabung der Etüde als kompositorisches Experimentierfeld bei Chopin, Debussy und Ligeti aufzuzeigen.
Es wird eine analytische Methode angewandt, die musikalische Parameter wie Harmonik, Rhythmik, Satztechnik und formale Gliederung in den Fokus rückt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zum Virtuosentum, Einzelanalysen von Etüden (u.a. Chopins Harfenetüde und Debussys "Pour les notes répétées") sowie eine umfassende Betrachtung von Ligetis Etüdenwerk.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Klavieretüde, Virtuosentum, Kompositionstechnik, Polymetrik und musikgeschichtlicher Vergleich beschreiben.
Ligeti nutzt nach der seriellen Phase neue Techniken wie die Polymetrik und mikropolyphone Klangnetze, um das Etüdenwerk jenseits traditioneller Anforderungen zu entwickeln.
Das Ostinato dient in Ligetis "Automne á Varsovie" als formbildendes, stark variierendes Element, das die komplexe polymetrische Schichtung der anderen Stimmen rhythmisch stützt.
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