Bachelorarbeit, 2015
42 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Strukturen im delisch-attischen Seebund
1. Zielsetzung der Symmachie
2. Finanz- und Wirtschaftsstrukturen
3. Souveränität der Bünderstaaten
3. Die moderne Währungsunion
1. Merkmale
a.) Versuch einer allg. Definition
b.) Zielsetzung
c.) Finanz- & politische Grundstrukturen
2. Beispiel: Die Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion
a.) Struktur und geschichtliche Entwicklung der UEMOA
b.) Handelsbeziehungen mit Europa
c.) Nachwirken der Kolonialpolitik Frankreichs
4. Betrachtung des Seebundes im Kontext der modernen Währungsunion
5. Nachwort
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob der delisch-attische Seebund als historischer Vorläufer moderner Währungsunionen betrachtet werden kann, indem sie dessen finanzielle und machtpolitische Strukturen mit zeitgenössischen Beispielen wie der UEMOA vergleicht.
2. Finanz- und Wirtschaftsstrukturen
Das finanz- und wirtschaftspolitische Zentrum des attischen Seebundes war zuerst die Insel Delos, dort wurde die Kasse des Bundes aufbewahrt und dort tagte die Synhedrion.
„Damals setzten die Athener zuerst die Behörde der Schatzmeister von Hellas ein, den Beitrag zu empfangen (so nannte man die Geld-Beisteuer). Der erste Beitrag, der umgelegt wurde, betrug vierhundertsechzig Talente; als Schatzhaus wählten sie Delos, und dort im Heiligtum waren auch ihre Versammlungen.“
Nach der Verlegung der Bundeskasse, was Athen mit der Gefahr der Perser rechtfertigte und der damit einhergehenden Auflösung der Synhedrion im Jahre 454/3, begannen sich die finanz- und machtpolitischen Strukturen grundsätzlich zu ändern.
Eine wichtige Grundlage zur Analyse der finanziellen Strukturen innerhalb des attischen Seebundes nach der Verlegung der Bundeskasse nach Athen und die damit einhergehende Zentralisierung des Seebundes auf Athen, bildet das Gesetz über die „Vereinheitlichung von Maßen und Gewichten“ innerhalb des Gebietes des Seebundes.
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage vor, ob der delisch-attische Seebund als Vorläufer einer modernen Währungsunion dienen kann, und erläutert die methodische Vorgehensweise.
2. Strukturen im delisch-attischen Seebund: Dieses Kapitel analysiert die Ziele der Symmachie, die Finanzverwaltung unter athenischer Führung sowie die schwindende Souveränität der Bündnerstaaten.
3. Die moderne Währungsunion: Hier werden Merkmale moderner Währungsräume definiert und die Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA) als Fallbeispiel detailliert untersucht.
4. Betrachtung des Seebundes im Kontext der modernen Währungsunion: Dieses Kapitel führt die Ergebnisse der historischen Analyse und des modernen Vergleichs zusammen, um die Souveränitätsfrage kritisch zu bewerten.
5. Nachwort: Das Nachwort fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und reflektiert die Problematik der Quellenlage sowie die Schwierigkeit einer eindeutigen Datierung.
Delisch-attischer Seebund, Währungsunion, UEMOA, Athen, Finanzstrukturen, Souveränität, Tribut, Münzdekret, Wirtschaftsgeschichte, Kolonialpolitik, Integration, Hegemonie, Antike, CFA-Franc, Zentralisierung.
Die Arbeit untersucht, inwieweit der delisch-attische Seebund strukturelle Parallelen zu modernen Währungsunionen aufweist.
Die zentralen Felder sind die antike Wirtschaftsgeschichte, insbesondere die Finanzstrukturen des attischen Seebundes, sowie der Vergleich mit heutigen Währungsräumen wie der UEMOA.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob man den attischen Seebund als Vorläufer einer modernen Währungsunion bezeichnen kann und welche Rolle die Souveränität der Mitgliedstaaten dabei spielt.
Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der historische Quellen (Thukydides, Inschriften) mit wirtschaftsgeschichtlichen und politikwissenschaftlichen Modellen moderner Währungsunionen verknüpft werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der attischen Machtstrukturen, die Definition moderner Währungsunionen und die detaillierte Analyse der UEMOA sowie deren postkoloniale Aspekte.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Delisch-attischer Seebund, Währungsunion, Souveränität, Athen, Tributzahlungen und wirtschaftliche Integration.
Das Münzdekret wird als zentrales Instrument der athenischen Zentralisierung und Vereinheitlichung gewertet, wobei die Datierung des Dekrets entscheidend für die Beurteilung des imperialen Charakters der athenischen Herrschaft ist.
Die UEMOA dient als modernes Beispiel, um zu zeigen, wie eine gemeinsame Währung mit politischer Einflussnahme und teils asymmetrischen Machtverhältnissen zwischen den beteiligten Staaten einhergehen kann.
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