Hausarbeit, 2014
27 Seiten, Note: 1,0
1. Formen der Feindseligkeit
1.1 Definition horizontale Feindseligkeit
1.2 Folgen horizontaler Feindseligkeit
1.2.1 für den Betroffenen
1.2.2 für die Institution
1.3 Verbreitung horizontaler Feinseligkeit
1.4 Entstehung / Ursachen
1.4.1 Die Unterdrückungstheorie
1.4.2 weitere Ursachen
1.5. gefährdete Gruppierungen
2. Horizontale Feindseligkeit und das Lernen
2.1 Die Neurobiologie des Lernens
2.2 implizites Lernen
2.3 Lernen am Modell
2.4 Emotionen als Einflussfaktor für das Lernen
3. Gegenmaßnahmen
3.1 Was die Praxisanleitung dem Lernenden vermitteln kann
3.1.1 Information
3.1.2 Anleitesituation Rollenspiel
3.2 Rückmeldungen des Lernenden nutzen
3.3 Gegenmaßnahmen auf Ebene der Station
3.3.1 Rückmeldung geben
3.4 Führungsaufgaben
Die Abschlussarbeit untersucht das Phänomen der „horizontalen Feindseligkeit“ im Pflegealltag, mit einem spezifischen Fokus auf die negativen Auswirkungen auf Lernende, wie Auszubildende und Weiterbildungsteilnehmer. Ziel ist es, das Bewusstsein für dieses Problem zu schärfen und praxisnahe Ansätze für Praxisanleiter zu entwickeln, um betroffene Lernende zu unterstützen und eine konstruktive Arbeitsumgebung zu fördern.
1.1 Definition horizontale Feindseligkeit
Die Begriffe horizontale Gewalt und horizontale Feindseligkeit beziehen sich auf aggressives Verhalten unter Beschäftigten auf gleicher Befugnisebene, z.B. Pflegende untereinander (vgl. Bartholomew, 2009, S.22). Farrell (in Bartholomew, 2009, S.22) definiert horizontale Feindseligkeit als ein „andauerndes Verhaltensmuster, das einen Kollegen (oder eine Gruppe davon) kontrollieren, herabwürdigen oder abwerten soll und eine Gefahr für die Gesundheit und/oder Sicherheit darstellt.“
Farrell (vgl. in Bartholomew, 2009) beschreibt, dass sich horizontale Feindseligkeit physisch oder verbal äußern, wobei in der Pflege eher die verbale Form vorkommt. Jede Art von schlechter Behandlung, ob in Worte gefasst oder nicht, durch die sich jemand persönlich oder fachlich angegriffen, abgewertet oder erniedrigt fühlt, gehört dazu.
Wichtig ist auch, dass es bei einem solchen Verhalten darauf ankommt, wie es beim Adressaten ankommt, nicht wie es gemeint ist (vgl. Quine in Bartholomew, 2009, S. 22).
1. Formen der Feindseligkeit: Dieses Kapitel definiert horizontale Gewalt unter Pflegenden, beleuchtet deren Ursachen – insbesondere die Unterdrückungstheorie – und zeigt die schwerwiegenden emotionalen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen auf.
2. Horizontale Feindseligkeit und das Lernen: Hier wird der Zusammenhang zwischen der Neurobiologie des Lernens, negativen Emotionen durch Stress und der verminderten Lernfähigkeit bei horizontaler Feindseligkeit erläutert.
3. Gegenmaßnahmen: Dieses Kapitel stellt konkrete Strategien für Praxisanleiter vor, wie durch Information, Rollenspiele, Feedbackkultur und Führungshandeln ein positives Lernklima geschaffen und Feindseligkeit effektiv begegnet werden kann.
Horizontale Feindseligkeit, horizontale Gewalt, Pflegepraxis, Praxisanleitung, Lernverhalten, Stressreaktion, emotionale Belastung, Unterdrückungstheorie, Arbeitsklima, Kommunikation, Konfliktlösung, Rollenspiel, Personalfluktuation, Patientenversorgung, Mentoring.
Die Arbeit behandelt das Thema „Feindseligkeiten unter Pflegenden“ und untersucht, wie sich solches Verhalten auf Lernende auswirkt und welche Gegenmaßnahmen Praxisanleiter ergreifen können.
Im Fokus stehen vor allem Auszubildende der Krankenpflege sowie Teilnehmer der Fachweiterbildung Psychiatrie, da Praxisanleiter für diese Zielgruppen eine besondere Verantwortung tragen.
Das Ziel ist es, Strategien zu vermitteln, mit denen Lernende befähigt werden, angemessen auf feindseliges Verhalten zu reagieren, sowie Führungskräfte für ein gesundes Arbeitsklima zu sensibilisieren.
Die Arbeit stützt sich auf lernpsychologische Erkenntnisse, die Neurobiologie des Lernens, die Unterdrückungstheorie in der Pflege sowie pädagogische Konzepte zur Anleitung (insbesondere Rollenspiele).
Die Arbeit erläutert, dass die Pflege historisch und strukturell als unterdrückte Disziplin wahrgenommen wird, was zu Machtlosigkeit und einem geringen Identitätsgefühl beiträgt, was wiederum feindseliges Verhalten begünstigt.
Rollenspiele dienen dazu, Ängste vor ungewohnten Situationen abzubauen und Handlungskompetenz zu erweitern, damit Lernende im Ernstfall sicher auf feindseliges Verhalten reagieren können.
Offene Feindseligkeit umfasst direkte Angriffe wie Beschimpfungen oder Anschreien, während verdeckte Feindseligkeit subtiler ist, etwa durch Ignorieren, das Verbreiten von Lügen oder die Verweigerung von Unterstützung.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Stress durch das Gefühl der Machtlosigkeit entsteht. Neurotransmitter-Veränderungen bei chronischem Stress beeinträchtigen die Merkfähigkeit und das Lernvermögen, was einen Teufelskreis erzeugt.
Da Praxisanleiter nicht täglich vor Ort sind, dienen Lernende als wertvolle Feedbackgeber, um ein realistisches Bild von der Stationsatmosphäre und dem Umgang der Kollegen untereinander zu erhalten.
Dies bezeichnet die Anforderung an Führungskräfte, jegliches respektlose oder unangemessene Verhalten sofort zu unterbinden, um ein Klima der Sicherheit und des gegenseitigen Respekts aufzubauen.
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