Bachelorarbeit, 2012
40 Seiten, Note: 3
EINLEITUNG
FORSCHUNGSFRAGE
METHODE UND AUFBAU DER ARBEIT
1. BEGRIFFSDEFINITIONEN DER BEHINDERUNG
1.1. DEFINITION VON BEHINDERUNG
1.2 DEFINITION VON BEHINDERUNG NACH DER WHO
1.3 DEFINITION VON BEHINDERUNG DER BEHINDERTENPÄDAGOGIK
1.4. ABGRENZUNG GEISTIGE BEHINDERUNG
1.4.1. ABGRENZUNG VON GEISTIGER BEHINDERUNG – DOWN SYNDROM
1.4.2. ENTWICKLUNGSSCHRITTE VON MENSCHEN MIT DOWN SYNDROM
2. SEXUALITÄT UND BEHINDERUNG / DAS „DOWN SYNDROM“
2.1. BEGRIFF DER SEXUALITÄT.
2.2. SEXUALITÄT UND GEISTIGE BEHINDERUNG
2.3 GRUNDRECHT AUF SEXUALITÄT?
2.4 SEXUALITÄT UND DAS DOWN SYNDROM
2.4.1.ENTWICKLUNGSSTUFEN DER SEXUALITÄT MIT DOWN SYNDROM
2.5.PROBLEMFELDER
2.5.1 FAMILIE
2.5.2 HEIME UND BETREUUNGSEINRICHTUNGEN
2.5.3 GESELLSCHAFTLICHE EINSTELLUNGEN
2.5.4 FINANZIELLE SITUATION
3. SICHTWEISEN SEXUALITÄT BEI GEISTIGER BEHINDERUNG MIT DOWN SYNDROM
3.1. SICHT DER ETHIK
3.2. SICHT DER RÖMISCH KATHOLISCHEN KIRCHE
4 VERGLEICHENDE BETRACHTUNG – DER BEHINDERTE MENSCH AUS ETHISCHER UND KATHOLISCH-THEOLOGISCHER SICHT
5. CONCLUSIO
Diese Bachelorarbeit untersucht die Thematik der Sexualität bei Menschen mit Down-Syndrom beziehungsweise geistiger Behinderung, mit dem Ziel, bestehende Vorurteile und strukturelle Barrieren zu analysieren und zu hinterfragen. Die zentrale Forschungsfrage ist, welche Sichtweisen die Ethik und die katholische Kirche auf dieses Thema haben und ob Menschen mit einer geistigen Behinderung ein Recht auf die Auslebung ihrer Sexualität besitzen.
2.4.1.Entwicklungsstufen der Sexualität mit Down Syndrom
Mit der Sexualerziehung sollte man nicht erst in der Pubertät anfangen. Sie ist in der gesamten Kindesentwicklung ein wichtiger Aspekt. Durch die Zärtlichkeit der Eltern zu ihren Kindern, sei es eine herzliche Umarmung, Kuscheln mit dem Kind, ein Streicheln, ein Kuss zum Abschied oder die Zuwendung bei der körperlichen Pflege - all dies bietet Kindern eine essenzielle Grundlage für ihre eigene Entwicklung sowie die Einstellung zu ihrem eigenen Körper. Desweiteren erleben sie schon im Kleinkindalter die unterschiedlichsten Verhaltensregeln im Privatbereich und in der Öffentlichkeit. Kinder und Jugendliche mit Down Syndrom benötigen in diesem Bereich eine einfühlsame Unterstützung, sei es jetzt von den Eltern zu Hause oder von Lehrern im schulischen Bereich, die ihnen das richtige Verhalten im Privatbereich sowie in der Öffentlichkeit beibringen.72
Die Pubertät bei Jugendlichen mit Down Syndrom ist im Vergleich zu der Pubertät Nichtbehinderter nicht anders. Es bedeutet auf beiden Seiten ein Abnabeln von den Eltern, selbstständiger zu werden, ihre eigene Identität finden. In Bezug auf die eigene Identität bedeutet dies, dass Jugendliche mit Down Syndrom sich ihrer Behinderung bewusst werden und merken, dass sie zu anderen anders sind. Sie stellen auch fest, dass sie wegen ihrer Behinderung des Öfteren noch Hilfe bzw. Unterstützung benötigen, obwohl sie vielleicht viel selbstständiger sein möchten.73
Es ist wichtig mit Heranwachsenden auch über sexuelle Gefährdung zu reden und mit ihnen Übungen durchzuführen, um ihnen aufzuzeigen, dass man auch Nein sagen darf. Man soll versuchen ihnen beizubringen, dass man sich auch mit wenig sprachlichen Kenntnissen mitteilen kann, und was in welcher Situation angebracht ist und was nicht.74
1. BEGRIFFSDEFINITIONEN DER BEHINDERUNG: Dieses Kapitel erörtert verschiedene Ansätze zur Definition von Behinderung und geistiger Behinderung und leitet zum Down-Syndrom über.
2. SEXUALITÄT UND BEHINDERUNG / DAS „DOWN SYNDROM“: Hier werden Definitionen der Sexualität dargelegt, der Anspruch auf Sexualität als Grundrecht diskutiert und spezifische Problemfelder im Zusammenhang mit geistiger Behinderung beleuchtet.
3. SICHTWEISEN SEXUALITÄT BEI GEISTIGER BEHINDERUNG MIT DOWN SYNDROM: Dieser Teil widmet sich der ethischen und der römisch-katholischen Sichtweise auf Sexualität bei geistiger Behinderung.
4 VERGLEICHENDE BETRACHTUNG – DER BEHINDERTE MENSCH AUS ETHISCHER UND KATHOLISCH-THEOLOGISCHER SICHT: Es erfolgt eine Gegenüberstellung der Argumente der Ethik und der offiziellen kirchlichen Lehrmeinung, um die unterschiedlichen Ansätze zur Sexualität bei Menschen mit geistiger Behinderung zu verdeutlichen.
5. CONCLUSIO: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt Antworten auf die eingangs aufgeworfenen Forschungsfragen.
Sexualität, geistige Behinderung, Down-Syndrom, Ethik, katholische Kirche, Menschenrechte, Sexualpädagogik, Pubertät, Eheschließung, Selbstbestimmung, UN-Konvention, Inklusion, sexuelle Entwicklung, Menschenwürde, Behindertenpädagogik.
Die Arbeit befasst sich mit der Sexualität von Menschen mit geistiger Behinderung, insbesondere mit Down-Syndrom, und analysiert die Sichtweisen von Ethik und katholischer Kirche dazu.
Die zentralen Themen sind Sexualität, geistige Behinderung, ethische Perspektiven, kirchenrechtliche Aspekte sowie die strukturellen und gesellschaftlichen Bedingungen, die die Sexualität behinderter Menschen beeinflussen.
Das Ziel ist herauszuarbeiten, wie Ethik und katholische Kirche zu diesem Thema stehen und ob Menschen mit geistiger Behinderung ein Recht auf Sexualität besitzen.
Die Arbeit nutzt die Analyse des derzeitigen Wissensstandes durch Auswertung wissenschaftlicher Veröffentlichungen, um ein fundiertes Bild der ethischen und kirchlichen Perspektiven zu zeichnen.
Der Hauptteil umfasst Begriffsdefinitionen, die Diskussion über Sexualität und Behinderung, eine Analyse von Problemfeldern (z.B. Familie, Einrichtungen) sowie die Darstellung ethischer und kirchlicher Sichtweisen.
Die wichtigsten Begriffe sind Sexualität, geistige Behinderung, Down-Syndrom, Ethik, katholische Kirche, Selbstbestimmung und Menschenrechte.
Grundsätzlich ist eine Eheschließung möglich, wenn die Personen fähig sind, eine Ehe einzugehen, wobei das Kirchenrecht cc. 1095 eine Einzelfallprüfung der Fähigkeit zur Eheschließung vorsieht.
Vorurteile wie die Sichtweise als „ewiges Kind“ oder „Wüstling“ führen oft zu einer Ignoranz oder Unterdrückung der Sexualität geistig behinderter Menschen, statt sie in ihrer Persönlichkeitsentfaltung zu begleiten.
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