Bachelorarbeit, 2012
39 Seiten, Note: 1,7
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Theorie der Postdemokratie, die vom englischen Sozialwissenschaftler Colin Crouch geprägt wurde. Ziel ist es, Crouchs Konzept zu analysieren und zu bewerten, ob es geeignet ist, die gegenwärtigen Veränderungen des demokratischen Systems zu erfassen und Prognosen über die zukünftige Entwicklung zu liefern.
Das erste Kapitel führt in die Thematik der Postdemokratie ein und stellt Crouchs Theorie vor. Es werden die zentralen Elemente seiner Konzeption erläutert, insbesondere die Definition der Postdemokratie und die Symptome, die er dieser Entwicklung zuschreibt. Außerdem werden Crouchs Therapievorschläge und Gegenbewegungen kurz umrissen.
Das zweite Kapitel widmet sich einer kritischen Analyse von Crouchs Theorie. Es werden die Begriffe "Demokratie" und "Postdemokratie" genauer betrachtet und verschiedene Kritiker des Ansatzes zu Wort kommen. Außerdem wird Crouchs Zeitdiagnose und die Frage, ob die Demokratie ihren Höhepunkt erreicht hat, diskutiert. Abschließend wird die räumliche Dimension des Begriffs und die Frage seines Geltungsbereiches behandelt.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Postdemokratie, Colin Crouch, Demokratie, Globalisierung, Lobbyismus, Privatisierung, Zeitdiagnose, Kritik, Eurozentrismus.
Postdemokratie beschreibt ein System, in dem zwar formale demokratische Institutionen bestehen, die tatsächliche Politik aber hinter verschlossenen Türen durch Eliten und Lobbygruppen bestimmt wird.
Großkonzerne gelten als Gewinner dieses Trends, da sie durch Privatisierungen und Lobbyismus massiven Einfluss auf staatliche Entscheidungen gewinnen.
Parteien entwickeln sich laut Crouch zunehmend zu Marketing-Organisationen, die sich mehr auf professionelle Kommunikation als auf die Repräsentation der Bürger konzentrieren.
Kritiker bemängeln oft sein „Parabel-Modell“ (die Annahme eines idealen Höhepunkts der Demokratie) sowie einen gewissen Eurozentrismus seiner Analyse.
Crouch diskutiert verschiedene Therapievorschläge und zivilgesellschaftliche Bewegungen, die darauf abzielen, die politische Teilhabe der Bürger wieder zu stärken.
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