Bachelorarbeit, 2013
50 Seiten, Note: 2,0
0 ZUSAMMENFASSUNG
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHER HINTERGRUND
2.1 Definition „Innere Kündigung“
2.2 Ursachen und Entstehung von Innerer Kündigung
2.3 Definition „Arbeitszufriedenheit“
2.4 Herleitung der Fragestellungen und Hypothesen
3 METHODE
3.1 Beschreibung der Stichprobe
3.2 Material
3.2.1 Skala zur Erfassung von „Innerer Kündigung“ EDEM (jiménez 2004)
3.2.2 Profilanalyse der Arbeitszufriedenheit PAZ (jiménez 2004)
3.2.3 Fragebogen zum wahrgenommenen Fremdbild auf die Polizei (Yim&Schafer, 2009)
4 ERGEBNISSE
4.1 Beantwortung Fragestellung 1.)
4.2 Beantwortung der Fragestellung 2.)
4.3 Beantwortung der Fragestellung 3.)
5 DISKUSSION
Die Arbeit untersucht die Einflussfaktoren auf die „Innere Kündigung“ von Polizeibeamten, wobei der Fokus insbesondere auf dem Zusammenhang zwischen verschiedenen Facetten der Arbeitszufriedenheit sowie der Wahrnehmung des Fremdbildes durch die Bevölkerung liegt.
2.1 Definition „Innere Kündigung“
Der Begriff der inneren Kündigung fiel zum ersten Mal in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Jahr 1982 (Brinkmann&Stapf 2005). Es handelt sich hierbei um den Entschluss eines Arbeitnehmers, „seine Leistungsbereitschaft und seinen Arbeitseinsatz bewusst, aber stillschweigend, zurückzunehmen. Diesen Prozess vollzieht der Betroffene möglichst unauffällig, da er seine Arbeitsstelle behalten möchte“ (Brinkmann&Stapf, 2005), zum Beispiel bei Lehrern oder Beamten, für die ein Berufswechsel mit sehr viel Aufwand und einem hohen finanziellen Risiken verbunden ist.
Auch Höhn (1983) sieht den Schwerpunkt der inneren Kündigung bei dem seelischen Rückzug des Arbeitnehmers: „Die innere Kündigung eines Mitarbeiters ist der bewusste Verzicht auf Engagement und Eigeninitiative im Unternehmen und damit die Ablehnung einer der wichtigsten Anforderungen, die an einen Mitarbeiter zu stellen sind.“
Die Wissenschaft ist sich jedoch uneins darüber, ob es sich bei dem Prozess des innerlichen Abschließens des Berufs um einen aktiven oder passiven (also bewussten oder unbewussten) handelt. Löhnert beispielsweise räumt ein, es könne zwei verschiedene Arten geben; die eine als eine Art 'Rache' für beispielsweise ungerechte Behandlung am Arbeitsplatz (also ein aktiver Prozess), bei der man als Arbeitnehmer allerdings zumindest doch das Gefühl hat, Veränderung zum Besseren sei durch eigenes Handeln nötig und möglich. Anders als bei der passiven inneren Kündigung, hier scheint es, als sei die gegebene Arbeitssituation nicht mehr durch eigene Kraft beeinflussbar oder veränderbar, der Rückzug ist daher eine „gelernte Hilflosigkeit“ (Löhnert, 1989) angesichts von unveränderbaren Zuständen, die man weiterhin ertragen muss, da es einem nicht möglich ist, seinen Beruf zu kündigen.
0 ZUSAMMENFASSUNG: Bietet einen Überblick über die Zielsetzung der Studie, die angewandten statistischen Methoden und die zentralen Ergebnisse bezüglich des Einflusses des wahrgenommenen Fremdbildes auf die Innere Kündigung.
1 EINLEITUNG: Führt in die Problematik der veränderten Wertschätzung der Polizei in der Bevölkerung ein und stellt die Relevanz der Untersuchung von Faktoren der Inneren Kündigung bei Polizeibeamten dar.
2 THEORETISCHER HINTERGRUND: Erläutert die Konzepte der Inneren Kündigung und Arbeitszufriedenheit sowie die Herleitung der Hypothesen basierend auf bestehender Forschung.
3 METHODE: Beschreibt das Vorgehen bei der Online-Befragung, die Stichprobenzusammensetzung sowie die verwendeten psychologischen Testinstrumente.
4 ERGEBNISSE: Präsentiert die statistische Auswertung der Daten, einschließlich t-Tests und Regressionsanalysen zur Prüfung der aufgestellten Hypothesen.
5 DISKUSSION: Interpretiert die Ergebnisse kritisch unter Berücksichtigung der Stichprobengröße und leitet Implikationen für die Polizeiarbeit sowie zukünftige Forschung ab.
Innere Kündigung, Arbeitszufriedenheit, Polizeibeamte, Fremdbild, Demotivation, Engagement, Psychologie, Polizeiarbeit, Regressionsanalyse, Arbeitsklima, Führung, berufliche Weiterbildung, Organisationspsychologie, Berufsmotivation, Arbeitsplatz.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den psychologischen Hintergründen der „Inneren Kündigung“ und untersucht, welche Faktoren dazu führen, dass Polizeibeamte ihr Engagement im Beruf reduzieren.
Zentrale Themen sind die Arbeitszufriedenheit, die Wahrnehmung des eigenen Berufsstandes in der Öffentlichkeit (Fremdbild) und die psychologische Entstehung von Demotivation im Dienst.
Das Ziel ist es, Einflussfaktoren auf die Innere Kündigung zu identifizieren, um Erkenntnisse für Präventionsmaßnahmen im Polizeidienst zu gewinnen.
Die Arbeit basiert auf einer quantitativen Online-Befragung. Zur Auswertung wurden statistische Verfahren wie t-Tests für demografische Vergleiche und multiple Regressionsanalysen zur Prüfung der Hypothesen genutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe, die methodische Beschreibung der Datenerhebung und die anschließende Analyse der empirischen Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Innere Kündigung, Arbeitszufriedenheit, Polizeibeamte, Fremdbild, Demotivation und Organisationspsychologie.
Das Fremdbild ist ein zentraler Faktor. Die Untersuchung zeigt, dass die Wahrnehmung der Polizei durch die Bevölkerung einen signifikanten Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit und die Tendenz zur Inneren Kündigung hat.
Das wahrgenommene Fremdbild durch die Bevölkerung konnte als ein signifikanter Einflussfaktor für die Innere Kündigung identifiziert werden, während demografische Variablen wie das Alter oder die Berufsdauer keinen statistisch signifikanten Einfluss zeigten.
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