Bachelorarbeit, 2012
64 Seiten, Note: 1,3
I. Einleitung
II. Theoretischer Teil
1. Bilingualismus
1.1 Zur Aktualität des Themas
1.2 Historischer Zusammenhang und Forschungsstand
1.3 Definitionen
1.4 Merkmale und Typen
2. Begriffsdefinitionen
2.1 Verwendete Begriffe
2.2 Präferenz
III. Empirischer Teil
3. Methodik
3.1 Forschungsinstrument
3.2 Forschungsfragen und Hypothesen
3.3 Auswertungsschritte
3.4 Probanden
4. Auswertung
4.1 Zusammenfassung der Ergebnisse und Hypothesenprüfung
5. Schlussfolgerung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht empirisch das Phänomen der Sprachpräferenz bei bilingualen Personen, um zu klären, ob trotz Beherrschung beider Sprachen eine bewusste oder unbewusste Bevorzugung einer der Sprachen existiert und welche Faktoren – wie Schulerziehung, soziales Umfeld oder emotionale Bindung – diese Wahl beeinflussen.
1.2. Historischer Zusammenhang und Forschungsstand
Der Standpunkt der Sprachwissenschaft vor den 60er Jahren, wo Zweisprachigkeit eher als Belastung galt, ist nicht mit dem heutigen zu vergleichen. Lange wurde geglaubt, der Mensch sei durch zwei verschiedene Sprachen und Kulturen überfordert, seine Intelligenz, seine „seelische Ganzheit“ (Weiss, siehe Zitat unten), seine Entwicklung würden dadurch beeinträchtigt. Diese negative Grundeinstellung wird sowohl aus Titeln damaliger Arbeiten ersichtlich, die u.a. „Die Hauptprobleme der Zweisprachigkeit“ (Weiss, 1959) oder „Das Problem der Zwei- und Mehrsprachigkeit und seine Bedeutung für den Unterricht und die Erziehung in deutschen Grenz- und Auslandsschulen“ (W. Henß, 1927) benannt wurden, als auch an unpräzisen Studien, die beispielsweise den soziologischen Hintergrund der Probanden nicht in Betracht zogen und dadurch zu nicht verifizierten Ergebnissen führten. Edwards beschreibt dieses Problem in seinem Buch „Multilingualism“ folgendermaßen:
„Early Studies [1900-20] tended to associate bilingualism with lowered intelligence, and its unsurprising that many of them were conducted, in America, at a time of great concern with the flood of immigrants from Europe. (…) Suffice it to say here that the 'objective' intelligence tests of the time reflected a very culture-bound ideal and, consequently, immigrants … - did not fare well.“ (Edwards 1994:68)
Weiterhin erwähnt Edwards in diesem Zusammenhang, dass Intelligenz in den damaligen Zweisprachigkeitsforschungen an der sprachlichen Kompetenz der englischen Sprache (Zweitsprache) gemessen wurde. Da ein großer Teil der Migranten unter finanzieller Not litt und viele der Kinder nicht einmal die Schule besuchten, erfüllten diese Messungen nicht den wissenschaftlichen Anspruch.
I. Einleitung: Die Arbeit motiviert die Untersuchung durch die eigene Zweisprachigkeit der Autorin und hinterfragt, ob eine stärkere Sprache automatisch zur bevorzugten Sprache im Alltag und beim Lesen wird.
1. Bilingualismus: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die Forschung, definiert Bilingualismus und beleuchtet die Entwicklung hin zu einer positiven Bewertung von Mehrsprachigkeit.
2. Begriffsdefinitionen: Hier werden zentrale Begriffe wie Muttersprache, Familiensprache, Umgebungssprache sowie der Terminus der „Präferenz“ für den weiteren Verlauf der Arbeit präzise abgegrenzt.
3. Methodik: Die Autorin erläutert den Einsatz eines schriftlichen Fragebogens bei 23 Probanden sowie die aufgestellten Hypothesen zu verschiedenen Einflussfaktoren auf die Sprachwahl.
4. Auswertung: In diesem Kapitel werden die gesammelten Daten detailliert präsentiert, analysiert und auf die zuvor formulierten Hypothesen hin geprüft.
5. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse bestätigen, dass die Umgebungssprache oft die bevorzugte Sprache ist, wobei schulische Prägung und soziale Integration eine maßgebliche Rolle spielen.
Bilingualismus, Zweisprachigkeit, Sprachpräferenz, Umgebungssprache, Familiensprache, Sprachkompetenz, Empirische Studie, Spracherwerb, Identitätsbildung, Sprachwahl, Mehrsprachigkeit, Sozialisierung, Individuelle Sprachbegabung, Zweitsprache, Schulbildung
Die Arbeit untersucht, ob und warum bilinguale Personen eine bevorzugte Sprache („Lieblingssprache“) für bestimmte Aktivitäten wie Lesen, Sprechen oder emotionale Handlungen entwickeln.
Die Untersuchung deckt die Bereiche des Spracherwerbs, der Sprachkompetenz, der schulischen Ausbildung sowie emotionale Aspekte wie Träumen und Fluchen ab.
Ziel ist es, herauszufinden, ob eine Korrelation zwischen der „stärkeren“ Sprache einer Person und deren tatsächlicher Präferenz in verschiedenen Situationen besteht.
Es wurde eine empirische, quantitative Analyse mittels eines Fragebogens durchgeführt, an der 23 bilinguale Probanden teilgenommen haben.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Definition und Historie des Bilingualismus sowie einen empirischen Teil, der die Auswertung der Probandendaten dokumentiert.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Bilingualismus, Sprachpräferenz, Umgebungssprache, Familiensprache, Sprachkompetenz und Identitätsbildung.
Die Studie zeigt, dass eine einsprachige Schulbildung einen signifikanten Einfluss darauf hat, welche Sprache später bevorzugt als Lektüresprache gewählt wird.
Die Arbeit untersucht, ob eine stärkere emotionale Bindung zu einem Elternteil mit der Präferenz für dessen Sprache einhergeht, wobei hierbei geschlechterspezifische Tendenzen beobachtet wurden.
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