Masterarbeit, 2015
85 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG DER ARBEIT
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Hintergründe zu IFRS 11
3.1.1 Verlauf von der Entstehung des Standards bis heute
3.1.2 Abgrenzung zu IAS 31
3.1.3 Die Zielsetzung von IFRS 11
3.1.4 Zeitliche Regelungen für die Anwendungspflicht
3.1.5 Begriffsdefinitionen zu IFRS 11
3.2 Darstellung der Klassifizierungskriterien von Joint Operations und Joint Ventures nach IFRS 11
3.3 Bilanzierung von Joint Arrangements im Konzernabschluss
3.3.1 Bilanzierung von Joint Operations bisher und nach neuem Standard
3.3.2 Die bisherige Bilanzierung von Joint Ventures mit der Quotenkonsolidierung
3.3.3 Die zukünftige Bilanzierung eines Joint Ventures mit der Equity Methode
3.3.4 Veränderungen durch Wegfall der Quotenkonsolidierung
3.3.5 Zeitlicher Aspekt der Umstellung von Quotenkonsolidierung auf Equity Methode
3.4 Kennzahlen
3.4.1 Bedeutung von Kennzahlen
3.4.2 Grenzen von Kennzahlen
3.4.3 Auswahl relevanter Kennzahlen und deren Bedeutung
4 METHODIK
4.1 Allgemeines zur Simulation
4.2 Darstellung und Erläuterung des Simulationsmodells
5 IMPLEMENTIERUNG DES SIMULATIONSMODELLS
5.1 Zielbeschreibung
5.2 Aufgabendefinition und Systemanalyse
5.3 Datenbeschaffung
5.4 Datenaufbereitung I – Bilanz und GuV
5.4.1 Komprimierte Bilanz und GuV der Unternehmen
5.4.2 Zwischenfazit der Datenaufbereitung
5.4.3 Bedeutung von Joint Ventures im Gesamtkonzernabschluss
5.5 Datenaufbereitung II - Berechnung von Kennzahlen
5.5.1 EBITDA Interest Cover Ratio
5.5.2 Eigenkapitalquote
5.5.3 Working Capital in %
5.5.4 Leverage Ratio
5.6 Annahmen der Simulation (Modellformalisierung)
5.6.1 Eigenkapital der Joint Ventures
5.6.2 Goodwill
5.6.3 Gewinn- und Verlustrechnung
5.6.4 Effekte der Konsolidierung
5.7 Implementierung und Analyse der Daten
5.7.1 Simulation von Bilanz und GuV der Unternehmen
5.7.2 Zwischenfazit der Implementierung
5.8 Simulationsergebnisse – Neuberechnung und Gegenüberstellung der Kennzahlen
5.8.1 EBIT Vergleich
5.8.2 EBITDA Interest Cover Ratio
5.8.3 Vergleich der Eigenkapitalquote
5.8.4 Working Capital in %
5.8.5 Leverage Ratio
5.9 Simulationsfazit
6 GRENZEN DER ARBEIT UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN
7 ZUSAMMENFASSUNG
Diese Arbeit untersucht mittels einer Simulation, inwieweit der neue Rechnungslegungsstandard IFRS 11 und der damit verbundene Wegfall der Quotenkonsolidierung für Joint Ventures die Vermögens- und Ertragslage bei ausgewählten börsennotierten MDAX-Unternehmen beeinflusst.
3.1.2 Abgrenzung zu IAS 31
IAS 31 „Gemeinschaftsunternehmen“ unterscheidet bisher zwischen drei möglichen, weit gefassten Ausprägungsformen:
„Gemeinschaftlich geführte Tätigkeiten (jointly controlled operations)“
„Gemeinschaftlich geführtes Vermögen (jointly controlled assets)“
„Gemeinschaftsunternehmen (jointly controlled entities)“
Nach IFRS 11 gibt es nur noch zwei Formen gemeinschaftlicher Vereinbarungen. Diese sind, „gemeinschaftliche Tätigkeiten (joint operations) und Gemeinschaftsunternehmen“. Die Entscheidung für die Klassifizierung nach IFRS 11 orientiert sich anhand den Rechten und Pflichten der einzelnen Parteien. Nicht wie bisher, in erster Linie an der formalen Gestaltung von Vereinbarungen. Joint Venture bezeichnet somit keinen Oberbegriff für einen Anwendungsbereich, sondern ist nun eine bestimmte Art einer gemeinschaftlichen Vereinbarung. Die gemeinschaftlich beherrschten Vermögenswerte werden nach IFRS 11 nicht mehr gesondert behandelt, sondern werden nun konzeptionell vom Joint Operations erfasst.
Auch bei der Bilanzierung gibt es einen grundsätzlichen Unterschied. Im Standard IAS 31 ist die Quotenkonsolidierung erlaubt, wobei hingegen im IFRS 11 die quotale Einbeziehung abgeschafft wurde. Künftig ist bei Joint Ventures stets die Equity-Methode für die Bilanzierung zu verwenden.
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Einführung in die Problematik des Wegfalls der Quotenkonsolidierung durch IFRS 11 und Formulierung der Forschungsfrage.
2 ZIELSETZUNG DER ARBEIT: Definition des Hauptziels sowie der Unterziele zur Untersuchung der Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage mittels Simulation.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Theoretische Auseinandersetzung mit dem IFRS 11, der Abgrenzung zu IAS 31, den Bilanzierungsmethoden sowie der Bedeutung und den Grenzen von Kennzahlen.
4 METHODIK: Beschreibung der Vorgehensweise bei der Simulation in Anlehnung an ein etabliertes Modell zur Analyse der MDAX-Unternehmen.
5 IMPLEMENTIERUNG DES SIMULATIONSMODELLS: Praktische Durchführung der Simulation, Datenaufbereitung der MDAX-Konzerne sowie detaillierte Gegenüberstellung der Ergebnisse vor und nach dem Standardwechsel.
6 GRENZEN DER ARBEIT UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN: Kritische Reflexion der Informationslage und Ableitung von Empfehlungen für den Umgang mit Kennzahlenveränderungen.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Darstellung der wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit.
IFRS 11, Joint Ventures, Quotenkonsolidierung, Equity-Methode, Konzernabschluss, Vermögenslage, Ertragslage, Kennzahlen, EBIT, Eigenkapitalquote, Working Capital, Leverage Ratio, MDAX, Bilanzanalyse, Simulation.
Die Arbeit untersucht die bilanzielle Auswirkung der Einführung des Standards IFRS 11 auf die Vermögens- und Ertragslage von MDAX-Unternehmen, insbesondere durch den Wegfall der Quotenkonsolidierung bei Joint Ventures.
Im Fokus stehen die Klassifizierung von Joint Arrangements, die Umstellung von der Quotenkonsolidierung auf die Equity-Methode sowie die Analyse der resultierenden Veränderungen in den Finanzkennzahlen der Unternehmen.
Das primäre Ziel ist es, durch eine fiktive Simulation zu prüfen, ob und wie signifikant sich die Kennzahlen der MDAX-Konzerne durch den Wegfall der Quotenkonsolidierung verändern.
Der Autor verwendet eine quantitative Simulationsmethode. Dabei werden die Konzernabschlüsse von 2012 herangezogen, um den Effekt der Umstellung von der Quotenkonsolidierung zur Equity-Methode fiktiv nachzubilden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung (Kenntnisstand), die methodische Beschreibung des Simulationsmodells und die konkrete Implementierung der Simulation für ausgewählte Unternehmen, inklusive der Neuberechnung und Gegenüberstellung der Kennzahlen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie IFRS 11, Joint Ventures, Equity-Methode, Konzernabschluss sowie spezifische Kennzahlen wie EBIT, Eigenkapitalquote und Leverage Ratio.
Finanzdienstleister wurden ausgeschlossen, da sich deren Bilanzstruktur grundsätzlich von der typischer Industrieunternehmen unterscheidet, was einen direkten Vergleich der Bilanzposten erschweren würde.
Die Simulation zeigt ein divergentes Bild. Während ergebnisorientierte Kennzahlen wie das EBIT in der Regel sinken, verbessert sich die Eigenkapitalquote aufgrund des Wegfalls der anteiligen Konsolidierung in allen simulierten Fällen.
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