Magisterarbeit, 2004
77 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Thema und Fragestellung
3. Methode der Literatursuche und Textanalyse
4. Begriffsdefinitionen zum Thema Unternehmenskultur
4.1 Definition des Begriffs „Kultur“
4.2 Definition des Begriffs „Unternehmen“
4.3 Definition des Begriffs „Unternehmenskultur“
5. Zentrale theoretische Aspekte des Kulturwandels in der Ethnologie und ihr Bezug zur Unternehmenskultur
5.1 Kulturwandel aus ethnologischer Sicht
5.2 Kulturwandel in Unternehmen
6. Angewandte Ethnologie in Unternehmen und ethnologische Methoden zur Erfassung einer Unternehmenskultur
6.1 Angewandte Ethnologie in Unternehmen
6.2 Ethnologische Methoden zur Erfassung einer Unternehmenskultur
6.2.1 Teilnehmende Beobachtung
6.2.2 Qualitative ethnographische Interviews
7. Ethnologische Unternehmenskulturforschung in Deutschland: Problematische und chancenreiche Aspekte in der Begegnung zwischen Forscher und Unternehmen – Eine Analyse dreier exemplarischer Studien
7.1 Andreas Novak: „Die Zentrale. Ethnologische Aspekte einer Unternehmenskultur“
7.1.1 Eckdaten der Studie
7.1.2 Problematische Aspekte in der Begegnung zwischen Forscher und Unternehmen
7.1.3 Chancenreiche Aspekte in der Begegnung zwischen Forscher und Unternehmen
7.1.4 Schlussbetrachtung der Studie
7.2 Andreas Wittel: „Belegschaftskultur im Schatten der Firmenideologie“
7.2.1 Eckdaten der Studie
7.2.2 Problematische Aspekte in der Begegnung zwischen Forscher und Unternehmen
7.2.3 Chancenreiche Aspekte in der Begegnung zwischen Forscher und Unternehmen
7.2.4 Schlussbetrachtung der Studie
7.3 Irene Götz: „Unternehmenskultur: Die Arbeitswelt einer Großbäckerei aus kulturwissenschaftlicher Sicht“
7.3.1 Eckdaten der Studie
7.3.2 Problematische Aspekte in der Begegnung zwischen Forscher und Unternehmen
7.3.3 Chancenreiche Aspekte in der Begegnung zwischen Forscher und Unternehmen
7.3.4 Schlussbetrachtung der Studie
7.4 Zusammenfassung der problematischen und chancenreichen Aspekte in der Begegnung zwischen Forscher und Unternehmen
7.4.1 Schaubild „Problematische Aspekte in der Begegnung zwischen Forscher und Unternehmen“
7.4.2 Schaubild „Chancenreiche Aspekte in der Begegnung zwischen Forscher und Unternehmen“
7.5 Optimierungspotentiale in der ethnologischen Unternehmenskulturforschung
8. Zusammenfassung und Resümee
9. Fazit und Ausblick: Die Perspektiven der ethnologischen Unternehmenskulturforschung in Deutschland
Die Arbeit untersucht die Gründe für die geringe Präsenz der Ethnologie in der deutschen Unternehmenskulturforschung und analysiert, welchen spezifischen Beitrag Ethnologen durch ihre Feldforschung und Methoden zur Lösung innerbetrieblicher Konflikte sowie zur Unternehmensentwicklung leisten können.
Die Unterlegenheit des Forschers im Feld
Zusätzlich zu den zuvor von mir aufgezeigten Problemfeldern, die sich direkt aus der Analyse der dieser Studie ergeben haben, hat Wittel in Kapitel 2 seiner Monographie eigene Vermutungen über die volkskundliche/kulturwissenschaftliche Abstinenz im Forschungsfeld Organisationskultur angestellt. Demnach geht er davon aus, dass die Position des Forschers und seine Methoden von den Beschäftigten von vornherein nicht hoch geachtet, wenn nicht sogar verachtet werden. Wittel hat sich während seiner Feldforschung wiederholt gering beachtet, übersehen und vergessen gefühlt. Er führt diese Einschätzung darauf zurück, dass Effizienz, Faktenorientierung und Eindeutigkeit auf Seiten der Beschäftigten einer Langsamkeit und hermeneutischen Herangehensweise auf Seiten des Forschers feindlich gegenüberstehen. Letztere sind nicht mit klaren Handlungsanweisungen verbunden, sondern der Forscher sucht „nur“ nach Bedeutungen. Auch ist Kultur nicht objektiv messbar, so dass es vielen Beschäftigten schwer fiel, den Sinn einer Forschung zu verstehen, die keine objektiv messbaren Ergebnisse hervorbringt (Wittel 1996: 31).
Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Forscher aufgrund der hohen Qualifizierung der Angestellten deren Arbeit nicht ohne Weiteres aneignen kann. Umgekehrt liegt jedoch bereits ein gewisses kulturwissenschaftliches Verständnis und eine Selbstreflexion der Angestellten vor, was laut Wittel zu einem ungleichen Machtverhältnis führt (Wittel 1996: 30). Er fasst seine im Unternehmen gemachten negativen Erfahrungen in Bezug auf die Achtung und Wichtigkeit des Forschers folgendermaßen zusammen: „Als Forscher war ich im Betrieb geduldet, nicht willkommen. Es war offensichtlich, dass ich mich für die Angestellten interessierte und nicht umgekehrt.“ (Wittel 1996: 31).
1. Einleitung: Hinführung zur Relevanz der Ethnologie in Wirtschaftsunternehmen und Darlegung der persönlichen Motivation der Autorin.
2. Thema und Fragestellung: Definition der zentralen Forschungsfragen bezüglich der Kooperation zwischen Ethnologen und Unternehmen.
3. Methode der Literatursuche und Textanalyse: Erläuterung des methodischen Vorgehens bei der Literaturrecherche und Auswahl der analysierten Monographien.
4. Begriffsdefinitionen zum Thema Unternehmenskultur: Theoretische Abgrenzung der Begriffe Kultur, Unternehmen und Unternehmenskultur.
5. Zentrale theoretische Aspekte des Kulturwandels in der Ethnologie und ihr Bezug zur Unternehmenskultur: Diskussion ethnologischer Kulturwandel-Theorien und deren Übertragung auf betriebliche Kontexte.
6. Angewandte Ethnologie in Unternehmen und ethnologische Methoden zur Erfassung einer Unternehmenskultur: Vorstellung der angewandten Ethnologie sowie der Methoden der teilnehmenden Beobachtung und qualitativen Interviews.
7. Ethnologische Unternehmenskulturforschung in Deutschland: Problematische und chancenreiche Aspekte in der Begegnung zwischen Forscher und Unternehmen – Eine Analyse dreier exemplarischer Studien: Detaillierte Fallstudien-Analyse zu Novak, Wittel und Götz inklusive einer Zusammenfassung in Schaubildern.
8. Zusammenfassung und Resümee: Synthese der Ergebnisse zur Bedeutung und den Hürden der ethnologischen Unternehmenskulturforschung.
9. Fazit und Ausblick: Die Perspektiven der ethnologischen Unternehmenskulturforschung in Deutschland: Reflexion über die zukünftige Positionierung der Ethnologie als Vermittler in der Wirtschaft.
Angewandte Ethnologie, Unternehmenskultur, Kulturwandel, Feldforschung, Teilnehmende Beobachtung, Qualitative Interviews, Firmenideologie, Belegschaftskultur, Organisationsentwicklung, Wirtschaftsethnologie, Change Management, Interkulturelle Kommunikation, Praxisorientierung, Unternehmensführung, Interdisziplinarität.
Die Arbeit analysiert die Situation der ethnologischen Unternehmenskulturforschung in Deutschland und untersucht die Dynamiken zwischen Ethnologen und Unternehmen während der Feldforschung.
Die Themenfelder umfassen die Definition von Unternehmenskultur, Theorien des Kulturwandels, die Anwendung ethnologischer Methoden (Beobachtung, Interviews) und die Analyse konkreter Fallbeispiele aus der Wirtschaft.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum die Zusammenarbeit zwischen Ethnologie und Wirtschaft derzeit noch unterentwickelt ist und wie die Ethnologie ihr Potenzial zur Lösung betrieblicher Probleme besser einbringen kann.
Die Autorin nutzt eine qualitative Textanalyse dreier ethnologischer Monographien, um die Erfahrungen der Forscher und die Interaktionsprozesse mit den untersuchten Unternehmen vergleichend auszuwerten.
Der Hauptteil analysiert die Studien von Andreas Novak, Andreas Wittel und Irene Götz hinsichtlich ihrer methodischen Vorgehensweise, aufgetretener Probleme im Feld sowie der durch die Ethnologen identifizierten Chancen für die Unternehmen.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe "Angewandte Ethnologie", "Unternehmenskultur", "Feldforschung", "Interaktionsprozesse" und "Optimierungspotential" charakterisieren.
Da in vielen Unternehmen die klassische teilnehmende Beobachtung aufgrund von Zeitdruck oder Sicherheitsvorschriften kaum möglich ist, beschreibt dieser Begriff die eingeschränkte Form der Beobachtung, bei der der Forscher zwar präsent, aber nicht aktiv in die Arbeitsabläufe integriert ist.
Die Beschäftigten stehen dem Forscher oft skeptisch gegenüber, da sie ihn primär als Werkzeug des Managements wahrnehmen, das Informationen zur Rationalisierung oder Leistungsüberwachung sammeln könnte, was zu Abwehrreaktionen führt.
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