Bachelorarbeit, 2015
83 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1 Theoretische Auseinandersetzung mit dem Konstrukt des Fähigkeitsselbstkonzepts
1.1 Selbstwirksamkeitserwartung
1.2 Attributionsstil
1.3 Bezugsnormorientierung
1.4 Handlungsmotivation
2 Fähigkeitsselbstkonzepte in der Entwicklungsphase Grundschulkind
2.1 Das Kind auf der Konkret-Operationalen Stufe nach Jean Piaget
2.2 Das Kind in der Latenzphase nach Sigmund Freud
2.3 Das Kind im Konflikt zwischen Werksinn und Minderwertigkeitsgefühl nach Erik H. Erikson
2.4 Die Relevanz des Grundschulalters für die Fähigkeitsselbstkonzeptentwicklung
3 Einflussfaktoren auf die Fähigkeitsselbstkonzeptentwicklung im Kontext der Grundschule
3.1 Einflussebenen
3.1.1 Das Kind als Subjekt
3.1.2 Die Bezugsgruppe und soziale Vergleiche
3.1.3 Die Lehrkraft und der Unterricht
3.1.4 Die elterliche Interaktion und familiäre Lebenslage
3.1.5 Die Schule als Institution
3.2 Positive und negative Einflussfaktoren
3.3 Mögliche Folgen niedriger Fähigkeitsselbstkonzepte von Grundschulkindern
4 Grundschulkinder stärken – Intervention auf verschiedenen Ebenen
4.1 Das Münchner Motivationstraining
4.2 LehrerInnenarbeit
4. 3 Einbeziehung der Eltern
4.4 Bildungspolitische Initiative
Schlussfolgerung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Faktoren, welche die Entwicklung kindlicher Fähigkeitsselbstkonzepte im Kontext der Grundschule beeinflussen. Ziel ist es, hemmende und fördernde Bedingungen zu differenzieren, um Kinder in ihrer Selbstkonzeptentwicklung gezielt unterstützen und stärken zu können, insbesondere jene, die von negativen Entwicklungen bedroht sind.
1.1 Selbstwirksamkeitserwartung
Die Selbstwirksamkeitserwartung als Konzept nach Albert Bandura beschreibt die Erwartung, aufgrund von eigenen Fähigkeiten Situationen bewältigen zu können. Ist eine Person der Überzeugung, eine Situation durch ihr Handeln in ihrem Sinne beeinflussen zu können, wird nach Bandura von einer hohen Selbstwirksamkeitserwartung gesprochen. Bei einer niedrigen Selbstwirksamkeitserwartung glaubt die Person sich Geschehnissen gegenüber ausgeliefert (vgl. Bandura 1997, 36f.).
Die Selbstwirksamkeitserwartung spielt eine zentrale Rolle für die menschliche Motivation. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zur Bewältigung einer Aufgabe ist von wesentlicher Notwenigkeit, um die erforderliche Anstrengungsbereitschaft und Ausdauer zu zeigen. Erst dadurch kann Kompetenz erworben, Leistung erbracht werden und schließlich ein positives Konzept der eigenen Fähigkeiten entstehen. Der Zweifel an oder die Verneinung der eigenen Fähigkeiten können hier zur Sich-selbst-erfüllenden Prophezeiung werden (vgl. Hannover/ Kessels/Wolter 2011, 120).
„Skills can be easily overuled by self-doupts, so that even highly talented individuals make poor use of their capabilities under circumstances that undermine their beliefs in themeselves.“ (Bandura 1997, 37)
1 Theoretische Auseinandersetzung mit dem Konstrukt des Fähigkeitsselbstkonzepts: Dieses Kapitel erläutert kognitive Schlüsselvariablen wie Selbstwirksamkeitserwartung, Attributionsstil, Bezugsnormorientierung und Handlungsmotivation, die maßgeblich zur Ausformung des Fähigkeitsselbstkonzepts beitragen.
2 Fähigkeitsselbstkonzepte in der Entwicklungsphase Grundschulkind: Anhand entwicklungspsychologischer Klassiker wird der kognitive und emotionale Stand von Grundschulkindern analysiert, um die Bedeutung dieser Lebensphase für das Selbstkonzept zu verdeutlichen.
3 Einflussfaktoren auf die Fähigkeitsselbstkonzeptentwicklung im Kontext der Grundschule: Hier werden die verschiedenen Einflussebenen wie das Kind selbst, die Mitschüler, die Lehrkraft, das Elternhaus und die Schule als Institution auf ihre Wirkung auf das Fähigkeitsselbstkonzept hin untersucht.
4 Grundschulkinder stärken – Intervention auf verschiedenen Ebenen: Das Kapitel stellt Interventionsmöglichkeiten vor, insbesondere das Münchner Motivationstraining, sowie Ansätze für die Arbeit mit Lehrkräften und Eltern zur Förderung positiver Selbstkonzepte.
Fähigkeitsselbstkonzept, Grundschule, Selbstwirksamkeitserwartung, Attributionsstil, Bezugsnormorientierung, Leistungsmotivation, Entwicklungspsychologie, Sozialer Vergleich, Intervention, Münchner Motivationstraining, Elternarbeit, LehrerInnenarbeit, Schulisches Lernen, Bildungspolitik, Resilienz.
Die Arbeit analysiert die Entstehung und Beeinflussung kindlicher Fähigkeitsselbstkonzepte im Grundschulalter, um förderliche Bedingungen für die Entwicklung zu identifizieren.
Zentrale Felder sind kognitive Verarbeitungsweisen, entwicklungspsychologische Stufen des Kindes, schulische und familiäre Einflussebenen sowie Interventionsmöglichkeiten.
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Kinder in der Grundschule durch ein förderliches Umfeld in ihrem Selbstvertrauen und ihrer Einschätzung eigener Fähigkeiten gestärkt werden können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse entwicklungspsychologischer Theorien sowie aktueller Studien zur Lern- und Persönlichkeitsentwicklung im Grundschulkontext.
Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Einflussfaktoren – vom Kind selbst über die soziale Bezugsgruppe und Lehrkraft bis hin zu institutionellen Rahmenbedingungen.
Zu den Kernbegriffen zählen Fähigkeitsselbstkonzept, Selbstwirksamkeit, Bezugsnormorientierung, Leistungsmotivation und Intervention.
Durch ihr Rückmeldeverhalten und die gewählte Bezugsnormorientierung (sozial vs. individuell) kann die Lehrkraft das Kind entweder bestärken oder durch Vergleiche und Stigmatisierung hemmen.
Eltern beeinflussen das Fähigkeitsselbstkonzept maßgeblich durch ihre eigene kindbezogene Kompetenzüberzeugung und die Art, wie sie Leistungen und Anstrengungen des Kindes loben oder bewerten.
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