Masterarbeit, 2015
100 Seiten, Note: 1,0
Die Arbeit untersucht Phrasenkomposita des Deutschen aus morphosyntaktischer Sicht. Ziel ist es, die Komposition über den morpholexikalischen Bereich hinaus zu erweitern und die Generierung von Phrasenkomposita im Syntax-Modul zu belegen. Die Arbeit argumentiert für eine „Öffnung“ der Komposition gegenüber der Syntax, um Phrasenkomposita als ein integrales Element der Wortbildung zu begreifen und nicht als marginale Erscheinung zu betrachten.
Die Einleitung stellt den Untersuchungsgegenstand vor und argumentiert für eine Erweiterung der Komposition auf den syntaktischen Bereich. Teil II definiert grundlegende Konzepte und behandelt Eigenschaften von Phrasenkomposita, einschließlich der Erstgliedphrasenbedingung (EPB). Außerdem werden die Rezeptionsgeschichte der Phrasenkomposita und eine sprachübergreifende Betrachtung behandelt. Teil III präsentiert eine explorative Korpusstudie, die die EPB bei der Analyse der Daten berücksichtigt. Die Studie untersucht die Verteilung der Phrasentypen im Erstglied, lexikalisierte Bildungen und Zitate, bilinguale Bildungen und die Beschaffenheit der Nomina in Kopfposition. Teil IV stellt verschiedene theoretische Modelle zur Modellierung von Phrasenkomposita vor, einschließlich linearer, syntaktischer und gemischter Modelle. Die Arbeit argumentiert, dass gemischte Modelle das Phänomen der Phrasenkomposition am adäquatesten erfassen. Teil V fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und stellt noch offene Fragen an.
Phrasenkomposita, Wortbildung, Morphosyntax, Syntax, Komposition, Erstgliedphrasenbedingung (EPB), Korpusstudie, theoretische Modellierung, lineare Modelle, syntaktische Modelle, gemischte Modelle, Pragmatik.
Phrasenkomposita sind Wortzusammensetzungen, bei denen das erste Glied eine ganze Phrase oder ein Satz ist, wie zum Beispiel in „die Wer-war-das-Frage“.
Die EPB ist ein Instrument zur Analyse dieser Wörter. Sie fasst die syntaktischen Eigenschaften der Erstglieder zusammen und hilft zu bestimmen, ob es sich um echte Phrasenkomposita handelt.
Die Arbeit argumentiert, dass diese Bildungen syntaktische Merkmale aufweisen und somit belegen, dass Produkte der Syntax direkt mit lexikalischen Einheiten kombiniert werden können.
Früher oft als marginal abgetan, zeigt die moderne Theoriebildung und Korpusstudien, dass sie ein integrales und kreatives Element der deutschen Wortbildung sind.
Ja, die Arbeit vergleicht das Deutsche mit dem Niederländischen und Afrikaans, wo ähnliche Strukturen vorkommen, während sie in romanischen Sprachen seltener oder anders aufgebaut sind.
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