Bachelorarbeit, 2014
41 Seiten, Note: 1,0
Diese Arbeit untersucht die Rezeption von Dokumentarfilmen, die Animation und Found Footage Material aus dem Web 2.0 in ihre Darstellung einbinden. Insbesondere wird analysiert, wie die Kombination dieser unterschiedlichen Bildmaterialien und -ästhetiken die Zuschauerwahrnehmung beeinflusst und wie sich die Rezeption dieser Collagedokumentarfilme im Kontext gesellschaftlicher Dimensionen darstellt.
Das erste Kapitel behandelt die Frage nach dem Wesen des Dokumentarischen und geht dabei auf die Schwierigkeiten ein, die damit verbunden sind. Es wird argumentiert, dass der Dokumentarfilm, trotz seiner Beschäftigung mit Themen der „wirklichen“ Welt, in eine Legitimationskrise gerät, wenn er den Anspruch auf objektive Darstellung der Wirklichkeit vollständig aufgibt.
Das zweite Kapitel fokussiert auf die Diskursivität von Found Footage aus dem Web 2.0, gefilmtem Material und Animation. Es wird untersucht, wie die Kombination dieser Materialien die Bedeutung des Dokumentarfilms beeinflusst und welche Auswirkungen sie auf die Zuschauerwahrnehmung hat.
Das dritte Kapitel analysiert die „Macht der Verwandlung“ - wie die Kombination verschiedener Ästhetiken die Weichen der Wahrnehmung stellt. Es wird untersucht, wie sich die einzelnen Teile des Films auf perzeptueller Ebene entwickeln und wie sie sich auf die Betrachtung des Ereignisses, den Konflikt und die affektive Involvierung des Zuschauers auswirken.
Die Arbeit beleuchtet die Zusammenhänge zwischen Animation, Found Footage Material aus dem Web 2.0, Dokumentarfilm und Zuschauerwahrnehmung. Dabei stehen die Themen der medialen Gewaltdarstellung, der medialen Wirklichkeit und der gesellschaftlichen Dimensionen der Rezeption im Vordergrund. Die Untersuchung umfasst auch die Konzepte des ‚Vorverständnisses‘, der ‚Diskursivität‘ und der ‚perzeptuellen Ebene‘ im Kontext des Dokumentarfilms.
Es handelt sich um bereits existierendes Bildmaterial, wie YouTube-Videos, Handyaufnahmen oder Blogeinträge, das von Usern erstellt und in neue dokumentarische Werke integriert wird.
Animation ermöglicht es, Ereignisse darzustellen, von denen kein Filmmaterial existiert (z.B. traumatische Erinnerungen), und verwischt dabei die Grenzen zwischen Realität und subjektiver Wahrnehmung.
Die Kombination aus realen Aufnahmen und Animation erzeugt eine neue ästhetische Form, die den Zuschauer emotional stärker involvieren kann, aber auch sein Verständnis von „Wirklichkeit“ herausfordert.
Filme wie „The Green Wave“ nutzen Web-2.0-Material, um gesellschaftspolitische Konflikte und Gewalt authentisch abzubilden, wobei die mediale Rezeption der Gewalt selbst zum Thema wird.
Zuschauer gehen mit der Erwartung an einen Dokumentarfilm heran, Fakten zu sehen. Die Einbindung von Animation zwingt sie dazu, dieses Vorverständnis zu hinterfragen.
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