Bachelorarbeit, 2014
35 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Ziele der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Begriffliche und historische Grundlagen
2.1 Einführung der Kostenrechnung in Kommunen
2.2 Ursachen kommunaler Haushaltsdefizite
2.3 Aufgaben des kommunalen Rechnungswesens
2.4 Begriffsdefinitionen der Kostenrechnung
2.4.1 Kostenartenrechnung
2.4.2 Kostenstellenrechnung
2.4.3 Kostenträgerrechnung
3. Ziele und Probleme der kommunalen Kostenrechnung
3.1 Kostentransparenz in Kommunen
3.2 Monetäre Steuerung mithilfe der Produktkostenrechnung
3.2.1 Divisionskalkulation
3.2.2 Äquivalenzziffernmethode
3.2.3 Zuschlagskalkulation
3.3 Outputorientierte Steuerung
3.4 Kostenrechnung als Instrument der politischen Machterhaltung
3.5 Grenzen der Kostenartenrechnung
3.5.1 Kostenrechnende Einheiten
3.5.2 Kostendeckende Gebühren
3.5.3 Wirtschaftlichkeitskontrolle
3.6 Einschätzung verschiedener Kostenrechnungsnutzer in Kommunen
4. Erfolgskriterien einer kommunalen Kostenrechnung
4.1 Qualitätsmerkmale der Informationssysteme
4.2 Motivationsfördernde Maßnahmen für Kostenrechnungsnutzer
4.3 EDV-technische Voraussetzung
5. Abschlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, ob die Kostenrechnung ein sinnvolles Steuerungsinstrument für Kommunen darstellt, und analysiert deren Nutzen im Spannungsfeld zwischen monetären Erfordernissen und politischem Eigeninteresse.
3.4 Kostenrechnung als Instrument der politischen Machterhaltung
Entscheidungsprozesse werden auf kommunaler Ebene einerseits in ein rationales und andererseits in ein politisches Verhalten unterteilt. Daher zielen politische Entscheidungen auf ein persönliches Interesse ab und dienen lediglich zur Erhaltung ihrer Macht. Beide Verhaltensweisen sind unabhängig voneinander. Das bedeutet, die Entscheidung kann politisch sowie rational sinnvoll sein, ausschließlich eine von beiden Interessen verfolgen oder gar politisch sowie rational keinerlei Nutzen aufzeigen. Für den Erfolg der Kommune sind rational getroffene Entscheidungen von größtem Nutzen. Am Erfolg einer Organisation wird dementsprechend auch der politische Erfolg gemessen. Dies führt zu dem Ergebnis, dass eine rationale Entscheidung grundsätzlich die bessere Wahl für die unterschiedlichen Interessen darstellt, auch wenn diese nicht immer tatsächlich getroffen wird. Der Gebrauch der Kostenrechnung dient somit nicht nur dem Organisationserfolg, sondern dementsprechend auch dem politischen Erfolg.
Einen Ansatz zur Erklärung des widersprüchlichen Handelns von Politikern versucht hierzu die Neue Politische Ökonomie (NPÖ) zu geben. Bevor die neue Denkweise auch auf die Wirtschaftspolitik übertragen wurde, wurde davon ausgegangen, dass Politiker ausschließlich im Sinne der sozialen Wohlfahrt und des Gemeinwohles agieren. Mit diesem Argument verteidigen Politiker auch gegenwärtig ihr Handeln. Abweichungen dieser Annahmen konnten nicht begründet werden, hierzu dient das System der NPÖ. Dieses ermöglicht es, die wirtschaftspolitischen Entscheidungsträger und deren tatsächliches Verhalten exakt zu analysieren. Das individuelle Verhalten aus dem ökonomischen Modell wird dabei auf die Politiker übertragen. Als Ergebnis resultiert die Abweichung des Grundgedankens der selbstlosen Gemeinwohlmaximierung zum Eigeninteresse des motivierten Handelns.
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich der Nützlichkeit der Kostenrechnung in der Kommunalverwaltung sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Begriffliche und historische Grundlagen: Dieses Kapitel schafft ein historisches und begriffliches Fundament für die kommunale Kostenrechnung und beleuchtet die Ursachen für kommunale Haushaltsdefizite.
3. Ziele und Probleme der kommunalen Kostenrechnung: Das Kernstück der Arbeit untersucht monetäre Steuerungsmethoden, politische Interessenkonflikte und die Grenzen sowie Schwierigkeiten bei der Implementierung.
4. Erfolgskriterien einer kommunalen Kostenrechnung: Hier werden Qualitätsmerkmale für Informationssysteme, die Bedeutung von Motivation und die technischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Einführung dargelegt.
5. Abschlussbetrachtung: Dieses Kapitel zieht ein Resümee und beantwortet die Forschungsfrage unter Berücksichtigung der untersuchten Faktoren und Studienergebnisse.
Kostenrechnung, Kommunalverwaltung, Haushaltsdefizit, Produktkostenrechnung, Kostentransparenz, Neue Politische Ökonomie, Verwaltungsreform, Budgetierung, Organisationserfolg, Controlling, Wirtschaftlichkeitskontrolle, Informationssysteme, Kostendeckung.
Die Bachelorarbeit analysiert die Einführung und Nutzung der Kostenrechnung in der Kommunalverwaltung und bewertet, inwieweit diese ein sinnvolles Instrument zur Steuerung von Kommunen ist.
Die Arbeit behandelt die historischen Grundlagen, spezifische Kalkulationsmethoden, das Spannungsfeld zwischen politischem Handeln und ökonomischer Rationalität sowie Kriterien für erfolgreiche Informationssysteme.
Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob die Kostenrechnung ein effektives Instrument für Kommunen ist und welchen Nutzen sie in den politischen und monetären Sphären der Verwaltung erbringt.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Studien zur Gestaltung, Nutzung und den Erfolgsfaktoren kommunaler Kostenrechnungssysteme.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Kostenrechnungssystemen, die Anwendung von Kalkulationsverfahren wie der Divisions- oder Zuschlagskalkulation und die kritische Auseinandersetzung mit der politischen Implementierung.
Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie Kostenrechnung, Kommunalverwaltung, Kostentransparenz, Neue Politische Ökonomie und öffentliche Verwaltungssteuerung.
Laut der Arbeit wird die Kostenrechnung manchmal nur unvollständig implementiert, da Politiker befürchten, durch transparente Zahlen ihre politischen Spielräume und Machtpositionen zu verlieren.
Die EDV ist laut der Arbeit für eine ordnungsgemäße Implementierung und zeitsparende Bearbeitung der umfangreichen Rechnungen unabdingbar, wobei Lösungen wie SAP R/3 eine zentrale Rolle spielen.
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