Masterarbeit, 2014
124 Seiten, Note: gut
Diese Arbeit untersucht die Sonderstellung der deutschen Wochenzeitung „Das Reich“ im Kontext der NS-Presse. Sie analysiert, inwiefern sich die Zeitung von anderen NS-Publikationen unterschied und welche Rolle sie im System der NS-Propaganda spielte. Die Analyse erfolgt durch einen Vergleich mit dem „Völkischen Beobachter“, einer typischen NS-Tageszeitung.
Die Einleitung stellt das Forschungsinteresse und die Forschungsfragen der Arbeit vor. Sie bietet zudem einen Überblick über den Forschungsstand und den Aufbau der Arbeit. Kapitel 2 beschreibt die Vorgehensweise der Arbeit, die Auswahl der Presseerzeugnisse, den zeitlichen Rahmen, die Methodik und das Kategoriensystem. Kapitel 3 beleuchtet die Rolle der Presse im Dritten Reich und die Funktionsweise der NS-Propaganda. Die Kapitel 4 und 5 analysieren die Praxis der Berichterstattung in „Das Reich“ und dem „Völkischen Beobachter“ während der Zeit der Siege und der Niederlagen. Kapitel 6 bietet eine vergleichende Betrachtung der Ergebnisse. Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Wirkung der NS-Propaganda sowie die Grenzen der Arbeit.
NS-Presse, Propaganda, „Das Reich“, „Völkischer Beobachter“, Inhaltsanalyse, Pressefreiheit, öffentliche Meinung, Kriegspropaganda, Blitzkrieg, NS-Ideologie, Joseph Goebbels, Eugen Mündler, Medienkonsum, Zeitgeschichte.
„Das Reich“ nahm eine Sonderstellung ein: Sie durfte bürgerlicher und intellektueller wirken als andere NS-Presseorgane. Prominente bürgerliche Journalisten wie Theodor Heuss schrieben für das Blatt, während linientreue Nationalsozialisten in der Redaktion oft in der Unterzahl waren.
Während der „Völkische Beobachter“ als typische NS-Tageszeitung die Parteilinie direkt und oft plakativ verbreitete, behandelte „Das Reich“ Themen, die die übrige Presse als „heiße Eisen“ mied, und setzte auf eine subtilere Form der Propaganda.
Zentral verantwortlich war Joseph Goebbels und der Apparat des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda. Er steuerte die Inhalte durch Pressekonferenzen und Anweisungen, wobei Blätter wie „Das Reich“ dennoch gewisse Spielräume für „eigene Verantwortung“ beanspruchten.
In der Zeit der militärischen Niederlagen stand die NS-Propaganda vor der Herausforderung, die öffentliche Meinung trotz der Misserfolge zu stabilisieren. Die Arbeit untersucht, wie „Das Reich“ und der „Völkische Beobachter“ versuchten, die Realität ideologisch umzudeuten.
Nach dem Krieg wurde oft von „Widerstand zwischen den Zeilen“ gesprochen. Die Arbeit analysiert kritisch, ob dieser Anspruch berechtigt war oder ob die Zeitung lediglich eine funktionalisierte Nische innerhalb des Propagandasystems besetzte.
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