Bachelorarbeit, 2015
74 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Armut
3 Wohnungslosigkeit
3.1 Definitionen
3.2 Der Weg in die Wohnungslosigkeit und ihre Ursachen
3.3 Folgen für die Betroffenen
3.4 Wohnungslosigkeit in Deutschland: aktuelle Fakten
4 Verhältnis von Armut und Wohnungslosigkeit
5 Wohnungslose als Randgruppe: eine soziale Ausgrenzung
6 Soziale Arbeit im Kontext von Armut und Wohnungslosigkeit
6.1 Das Hilfesystem
6.2 Die Ziele der Hilfen
7 Lebenslagenlagenkonzept als Grundlage der Forschung
8 Forschung: Darstellung der Lebenswelten wohnungsloser Menschen
9 Forschungsdesign: Datenerhebung und Instrumente
10 Auswertungsmethodik
11 Vorbereitung und Planung
12 Durchführung
13 Auswertung der Forschungsergebnisse
14 Interpretation der Ergebnisse
15 Fazit
Die Arbeit untersucht die Lebenswelten wohnungsloser Menschen und analysiert deren Bewältigungsstrategien sowie die Rolle der Sozialen Arbeit. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie der Lebensraum wohnungsloser Menschen beschaffen ist und wie Betroffene mit ihrer prekären Situation umgehen.
Die Lebenslage während der Wohnungslosigkeit
Sowohl Petra als auch Helmut führten vor der Wohnungslosigkeit ein Leben mit ihrer Familie, in dem sie täglich ihrer Arbeit nachgingen, ihre Freizeit gemeinsam gestalteten und vor allem zusammen in einer eigenen Wohnung lebten. Beide gerieten plötzlich in die prekäre Lebenslage, verloren ihr damaliges Leben und kämpften zwischen drei und sieben Tagen auf der Straße um eine Bleibe.
Die Art und Weise, wie die beiden ihre Zeit auf der Straße verbrachten, war verschieden, jedoch hatten beide das Ziel vor Augen, die Straße schnellstmöglich zu verlassen. Helmut lief und trampte eine Woche lang Richtung Heimat und schlief nachts an Orten, an denen ihn keiner sehen konnte, da er sich für seine Situation schämte. Petra hingegen suchte sich mit ihrem neuen Partner, der mit ihr die Adaption abbrach, Plätze zum Schlafen, wo sie vor Nässe und Kälte geschützt waren. Zudem nutzten sie für ihre tägliche Hygiene die Bahnhofstoilette.
Sowohl Helmut als auch Petra empfanden in der Zeit, in der sie auf der Straße lebten, die Kälte am schlimmsten. Beide berichteten, dass sie insbesondere nachts so sehr froren, dass sie heutzutage keine Kälte mehr ertragen können. Bezugnehmend auf den Aspekt des Kälteempfindens lässt sich anhand der Interviews feststellen, dass Kälte in den ersten Tagen, vielleicht Wochen, dem menschlichen Körper sehr viel ausmacht, jedoch scheint sich der Körper an die Gegebenheiten zu gewöhnen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gesellschaftliche Wahrnehmung von Wohnungslosen und führt in die Fragestellung ein, wie Betroffene ihre Lebenssituation bewältigen.
2 Armut: Dieses Kapitel definiert Armut als Ursache von Wohnungslosigkeit und grenzt verschiedene Formen wie absolute, relative und verdeckte Armut voneinander ab.
3 Wohnungslosigkeit: Hier werden Definitionen sowie Ursachen, Folgen und aktuelle Fakten zur Wohnungslosigkeit in Deutschland detailliert erläutert.
4 Verhältnis von Armut und Wohnungslosigkeit: Das Kapitel untersucht die engen Zusammenhänge zwischen Armutsrisiken, Arbeitslosigkeit und dem Verlust von Wohnraum.
5 Wohnungslose als Randgruppe: eine soziale Ausgrenzung: Der Fokus liegt auf den Prozessen der Stigmatisierung und den Auswirkungen sozialer Ausgrenzung auf die Betroffenen.
6 Soziale Arbeit im Kontext von Armut und Wohnungslosigkeit: Es wird das Hilfesystem der Wohnungslosenhilfe sowie die professionellen Ziele der Sozialen Arbeit dargestellt.
7 Lebenslagenlagenkonzept als Grundlage der Forschung: Das Lebenslagenkonzept dient als theoretische Basis für die Untersuchung der Lebensbewältigung.
8 Forschung: Darstellung der Lebenswelten wohnungsloser Menschen: Dieses Kapitel beschreibt das Forschungsinteresse und die Auswahl der untersuchten Einrichtungen.
9 Forschungsdesign: Datenerhebung und Instrumente: Es wird die Entscheidung für qualitative Experteninterviews als geeignete Methode begründet.
10 Auswertungsmethodik: Hier wird der Prozess der qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz dargelegt.
11 Vorbereitung und Planung: Das Kapitel dokumentiert die Kontaktaufnahme zu den Einrichtungen und das Sampling der Interviewpartner.
12 Durchführung: Die praktischen Rahmenbedingungen der Interviews in den Einrichtungen werden beschrieben.
13 Auswertung der Forschungsergebnisse: Die Transkription und Kategorisierung der gesammelten Daten werden detailliert aufgearbeitet.
14 Interpretation der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden in Bezug auf die Forschungsfrage interpretiert und zusammengeführt.
15 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblicken auf notwendige weiterführende Forschung.
Wohnungslosigkeit, wohnungslose Menschen, soziale Ausgrenzung, Lebenslage, Lebensbewältigung, Soziale Arbeit, qualitative Forschung, Armut, Stigmatisierung, Hilfesystem, Lebensraum, Experteninterviews, Individualisierung.
Die Bachelorarbeit setzt sich mit der prekären Lebenslage wohnungsloser Menschen und den professionellen Anforderungen an die Soziale Arbeit auseinander.
Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung von Armut und Wohnungslosigkeit, die soziale Stigmatisierung sowie die Darstellung individueller Lebenswelten.
Das Ziel ist es, zu ergründen, wie der Lebensraum wohnungsloser Menschen gestaltet ist und welche individuellen Bewältigungsstrategien Betroffene entwickeln.
Die Autorin wendet ein qualitatives Forschungsdesign an, basierend auf Experteninterviews, die mithilfe der inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet werden.
Im Hauptteil werden neben theoretischen Konzepten die Ergebnisse der Experteninterviews detailliert nach verschiedenen Kategorien wie Lebensraum, Bewältigung und soziale Unterstützung analysiert.
Wohnungslosigkeit, soziale Ausgrenzung, Lebensbewältigung und Soziale Arbeit sind die prägenden Begriffe dieser Untersuchung.
Es fungiert als theoretische Grundlage, um zu verstehen, wie individuelle Lebensumstände und äußere Faktoren die Bewältigung der Wohnungslosigkeit beeinflussen.
Die Methode wurde gewählt, um authentische Einblicke in das Erfahrungswissen der Betroffenen zu erhalten, die als Experten ihrer eigenen Lebenssituation fungieren.
Die Befragten heben die Hilfe in den Einrichtungen als essenziell hervor, betonen jedoch, dass bestimmte Übergangsphasen, wie der Ausstieg aus der Adaption, unzureichend unterstützt werden.
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