Masterarbeit, 2014
127 Seiten, Note: Sehr gut
Vorwort
1 Einleitung
2 Was ist Narzissmus?
2.1 PRIMÄRER UND SEKUNDÄRER NARZISSMUS
2.2 VON DER NORMALITÄT ZUR ABWEICHUNG
2.3 DEFINITIONSBAUSTEINE
3 Weiblicher Narzissmus
3.1 DIFFERENZIERUNG ZUM MÄNNLICHEN NARZISSMUS
3.1.1 Erscheinungsformen
3.1.2 Ursachen
3.2 GÄNGIGE SYMPTOMATIKEN UND KRANKHEITSBILDER
4 Liebe
4.1 REIFE SEXUELLE LIEBE
4.2 DIE LEIDENSCHAFTLICHE LIEBE NACH DENIS DE ROUGEMONT
5 Narzisstische Paarbeziehungen
5.1 MÄNNLICHE UND WEIBLICHE NARZISSTISCHE LIEBESPARTNERINNEN/LIEBESPARTNERN
5.1.1 Männliche Narzissten in Liebesbeziehungen
5.1.2 Weibliche Narzisstinnen in Liebesbeziehungen
5.2 TRENNUNGEN NARZISSTISCHER LIEBESBEZIEHUNGEN
6 Auswege aus dem Narzissmus?
6.1 EINZELTHERAPIE
6.2 PAARTHERAPIE
7 Resümee/Schlussfolgerungen
Diese Arbeit untersucht das Phänomen des Narzissmus mit einem besonderen Fokus auf geschlechtsspezifische Unterschiede und die Auswirkungen auf Liebesbeziehungen, um die Frage zu klären, wie narzisstische Persönlichkeitsstrukturen bei Frauen und Männern zu unterschiedlichen Beziehungsdynamiken führen und welche therapeutischen Ansätze bei diesen Störungsbildern existieren.
3 Weiblicher Narzissmus
...tiefster Winter und es hörte nicht auf dicke Schneeflocken zu schneien. Eine Königin saß am Fenster, welches einen schwarzen Rahmen aus Ebenholz hatte, und nähte. Tief in ihren Gedanken versunken, stach sie sich mit der Nadel in den Finger und daraufhin tropfte ihr Blut in den frischen Schnee. Sie war angetan von den drei kräftigen Farben und dachte sich, wie schön es wäre ein Mädchen so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarzhaarig wie das Ebenholz zu haben. Es dauerte nicht lange und schon bekam die Königin eine Tochter, welche genau diesen Vorstellungen entsprach. Da das kleine Mädchen tatsächlich so weiß wie der Schnee, so rot wie das Blut war und wunderschöne schwarze Haare hatte, nannte sie es Schneewittchen. Leider aber verstarb die Königin kurz nach der Geburt ihrer wunderbaren Tochter. (vgl. Bittlinger 1994, S. 60)
Der König nahm sich schon bald eine neue, schöne Frau zur Gemahlin. Diese war allerdings sehr eitel und stolz. Ihr übertriebener Stolz machte es ihr nicht leicht, denn ihre größte Sorge war es, die Schönste im Land zu sein. Wäre jemand schöner als sie, würde sie nicht wissen, wie sie damit umgehen könnte. Ihr wundervoller Spiegel bestätigte ihr Tag für Tag die Schönste im Land zu sein. Immer wieder trat die Königin vor ihren Spiegel und fragte ihn: „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“ Zu ihrer vollsten Zufriedenheit antwortete er ihr: „Frau Königin, Ihr seid die Schönste im ganzen Land.“ Bis zu Schneewittchens siebtem Lebensjahr machte sie diese Antwort immer wieder aufs Neue glücklich. Sie wusste genau, dass der Spiegel die Wahrheit sprach. (vgl. ebd., S. 65)
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert das "Zeitalter des Narzissmus", geprägt von Selbstinszenierung durch soziale Medien und Schönheitswahn, und stellt die Forschungsfrage zur geschlechtsspezifischen Ausprägung von Narzissmus.
2 Was ist Narzissmus?: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Narziss-Mythos, die Entwicklung des Begriffs in der Psychoanalyse durch Freud und spätere Vertreter sowie die klinische Symptomatik.
3 Weiblicher Narzissmus: Anhand des Märchens "Schneewittchen" wird der speziell weibliche Narzissmus mit Fokus auf Scham, Körperbild und die Differenz zum männlichen Narzissmus analysiert.
4 Liebe: Hier werden Voraussetzungen für reife sexuelle Liebe nach Otto Kernberg und das Konzept der leidenschaftlichen Liebe nach Denis de Rougemont erörtert.
5 Narzisstische Paarbeziehungen: Dieses Kapitel untersucht die Dynamik zwischen narzisstischen Partnern, insbesondere das Kollusionskonzept von Jürg Willi und die zerstörerische Natur dieser Liebesbeziehungen.
6 Auswege aus dem Narzissmus?: Abschließend werden therapeutische Herausforderungen und Möglichkeiten in der Einzel- und Paartherapie bei narzisstischen Störungen diskutiert.
7 Resümee/Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse bestätigen die Existenz geschlechtsspezifischer Narzissmus-Ausprägungen und betonen die Notwendigkeit von Achtsamkeit in der frühkindlichen Bindung.
Narzissmus, Weiblicher Narzissmus, Männlicher Narzissmus, Paarbeziehung, Liebesfähigkeit, Psychoanalyse, Selbstwert, Grandiosität, Kollusion, Identität, Trennung, Essstörungen, Symptomatik, Therapie, Bindung.
Die Arbeit behandelt das Phänomen Narzissmus, wobei der Fokus auf den Unterschieden zwischen den Geschlechtern und der Dynamik narzisstischer Paarbeziehungen liegt.
Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen des Narzissmus, die Besonderheiten des weiblichen Narzissmus, Konzepte von Liebe und die therapeutischen Möglichkeiten bei narzisstischen Störungen.
Das Ziel ist es, die geschlechtsspezifischen Unterschiede im Erleben und Verhalten narzisstischer Persönlichkeiten sowie deren Auswirkungen auf die Beziehungsgestaltung aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf psychoanalytischen Konzepten, Fachliteratur und der Auswertung von Fallbeispielen sowie einer tiefenpsychologischen Deutung des Märchens "Schneewittchen" basiert.
Der Hauptteil analysiert die Definitionen von Narzissmus, die Differenzierung zwischen männlichen und weiblichen Ausprägungen, die Bedingungen für Liebesfähigkeit sowie die Problematik narzisstischer Paarbeziehungen und Kollusionen.
Wichtige Begriffe sind Narzissmus, Liebesbeziehungen, Geschlechterdifferenz, Psychoanalyse, Selbstwert, Kollusion und Therapie.
Männlicher Narzissmus zeigt sich häufig in Grandiosität und Autonomiestreben, während weiblicher Narzissmus oft durch Scham, Körperbildprobleme, Anpassung und eine Tendenz zur Opferrolle geprägt ist.
Sie basieren häufig auf einer narzisstischen Kollusion, in der Partner sich gegenseitig als Ergänzung ihrer eigenen ungelösten Kindheitskonflikte benutzen, statt eine reife, auf Augenhöhe basierende Beziehung zu führen.
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