Bachelorarbeit, 2014
67 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Zivilrechtliche Grundlagen
2.1 Gesellschaftsrecht
2.1.1 Kapitalgesellschaften
2.1.2 Personengesellschaften
2.2 Insolvenzrecht
2.3 Forderungsbewertung
2.4 Haftungsrechtliche Aspekte
2.5 Bilanzierung
3 Steuerrecht – Teil 1: Kapitalgesellschaften
3.1 Auswirkungen auf Ebene der Kapitalgesellschaft
3.1.1 Vereinfachte Kapitalherabsetzung
3.1.2 Sachkapitalerhöhung
(1) Steuerbilanzielle Behandlung
(2) Forderungsbewertung
(a) Teilwert
(b) Gemeiner Wert
(c) Wert der Einlageforderung
(d) Bewertungskriterien
3.1.3 Körperschaftsteuerliche Folgen
(1) Nicht genutzte Verluste
(2) Zinsschranke
3.1.4 Gewerbesteuerliche Folgen
3.1.5 Reduktion der Ertragsteuerbelastung
(1) Herstellung der Vollwertigkeit
(2) Verrechnung mit nicht genutzten Verlusten
(3) Nutzung des Sanierungserlasses
(a) Anwendbarkeit
(b) Anwendung
(4) Sanierungsgewinne bei der Gewerbesteuer
3.1.6 Umsatzsteuerliche Folgen
3.2 Auswirkungen auf Ebene des Gläubigers
3.2.1 Ertragsteuerliche Folgen
3.2.2 Verkehrsteuerliche Folgen
3.3 Auswirkungen auf Ebene der Altgesellschafter
4 Steuerrecht – Teil 2: Personengesellschaften
4.1 Auswirkungen auf Ebene der Personengesellschaft
4.1.1 Eintritt in eine bestehende Personengesellschaft
4.1.2 Einbringung nach § 24 UmwStG
(1) Voraussetzungen
(2) Bewertung der eingebrachten Mitunternehmeranteile
(3) Auswirkungen des Wertansatzes bei der Gesellschaft
4.1.3 Übertragung der Forderung
(1) Vermögensmäßige Herkunft
(2) Privatvermögen
(3) Betriebsvermögen
4.1.4 Einkommensteuerliche Folgen
4.1.5 Gewerbesteuerliche Folgen
4.1.6 Verkehrsteuerliche Folgen
4.1.7 Entwicklung der Gesamthandsbilanz
4.2 Auswirkungen auf Ebene des Gläubigers
4.2.1 Behandlung der Sacheinlage
4.2.2 Verlustausgleich bei Eintritt als Kommanditist
4.3 Auswirkungen auf Ebene der Altgesellschafter
5 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die bilanz-, ertrag- und verkehrsteuerrechtliche Behandlung eines Debt Equity Swap (DES). Das primäre Ziel ist es, die steuerlichen Konsequenzen der Umwandlung von Fremd- in Eigenkapital bei Kapitalgesellschaften (KapGes) sowie Personengesellschaften (PersGes) zu analysieren, wobei ein besonderer Fokus auf den bisher in der Fachliteratur vernachlässigten Auswirkungen bei Personengesellschaften liegt.
2.1.1 Kapitalgesellschaften
Ein DES erfolgt im Regelfall durch eine vereinfachte Kapitalherabsetzung mit anschließender Sachkapitalerhöhung, bei welcher die Forderung eingebracht wird. Möglich ist auch der Erwerb bestehender Geschäftsanteile (Share Deal) mit anschließendem Forderungsverzicht, der jedoch nicht weiter betrachtet werden soll.
Die vereinfachte Kapitalherabsetzung dient dem Zweck, das gezeichnete Kapital an das durch Verluste geminderte Reinvermögen der Gesellschaft anzupassen (§§ 229 ff AktG / §§ 58a ff GmbHG). Sie beseitigt eine Unterbilanz, indem das gezeichnete Kapital (teilweise) mit den aufgelaufenen Verlusten verrechnet wird. Da die vereinfachte Kapitalherabsetzung der Sanierung der Gesellschaft dient, werden die Regelungen zum Gläubigerschutz teilweise entschärft. Im Vergleich zur ordentlichen Kapitalherabsetzung entfallen etwa Sicherheitsleistungen zugunsten der Gläubiger nach § 225 AktG / § 58 Abs. 1 Nr. 1 GmbHG. Die freiwerdenden Mittel unterliegen einer Ausschüttungssperre und stehen den Gesellschaftern nicht zur freien Verfügung (§ 230 AktG / § 58b GmbHG).
Die vereinfachte Kapitalherabsetzung ist als Änderung der Satzung bzw. des Gesellschaftsvertrags von der Haupt- bzw. Gesellschafterversammlung mit einer Stimmenmehrheit von mindestens 75 % zu beschließen (§§ 229 Abs. 3, 222 Abs. 1 AktG / §§ 58a Abs. 5, 53 Abs. 2 GmbHG). Der Beschluss muss eine Angabe zum Herabsetzungsbetrag und die Bestimmung enthalten, dass die Kapitalherabsetzung den in § 229 AktG / § 58a GmbHG aufgeführten Zwecken dient. Der Kapitalherabsetzungsbeschluss ist in das Handelsregister einzutragen (§§ 229 Abs. 3, 223 AktG / §§ 58a Abs. 5, 54 GmbHG).
Bei einem DES steht nicht die Zuführung „frischen Kapitals“, sondern die Umwandlung bestehenden Fremdkapitals in Eigenkapital im Vordergrund. Dies vollzieht sich in der Weise, dass der Gläubiger seine Forderung im Rahmen einer Kapitalerhöhung als Sacheinlage einbringt. Die Sachkapitalerhöhung richtet sich nach den Bestimmungen der §§ 183, 27 AktG / §§ 56, 5 Abs. 4 GmbHG. Es ist nach herrschender Meinung zulässig, auch gegen die Gesellschaft selbst gerichtete Forderungen als Sacheinlagen zu erbringen.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung des Debt Equity Swap zur Restrukturierung notleidender Unternehmen dar und erläutert die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Zivilrechtliche Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die zivilrechtlichen Voraussetzungen eines Debt Equity Swap für Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften sowie die spezifischen Regelungen des Insolvenzplans und die Bewertung der Forderung.
3 Steuerrecht – Teil 1: Kapitalgesellschaften: Hier werden die ertrag-, gewerbesteuerlichen und umsatzsteuerlichen Folgen sowie die Problematik des Verlustuntergangs bei einem Debt Equity Swap für Kapitalgesellschaften detailliert analysiert.
4 Steuerrecht – Teil 2: Personengesellschaften: Dieses Kapitel untersucht die steuerlichen Konsequenzen eines Debt Equity Swap bei Personengesellschaften, insbesondere unter Berücksichtigung der Einbringung nach § 24 UmwStG.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass der Debt Equity Swap ein effektives Sanierungsinstrument ist, jedoch insbesondere bei Kapitalgesellschaften komplexe steuerliche Hürden aufweist.
Debt Equity Swap, Sanierung, Forderungseinbringung, Kapitalgesellschaften, Personengesellschaften, Umwandlungssteuergesetz, Sanierungsgewinn, Verlustverrechnung, Zinsschranke, § 8c KStG, Eigenkapital, Fremdkapital, Insolvenzplan, Sacheinlage, steuerliche Behandlung.
Die Arbeit behandelt die steuerliche und bilanzielle Behandlung eines Debt Equity Swap (DES), bei dem Gläubiger ihre Forderungen gegen ein kriselndes Unternehmen in Gesellschaftsanteile tauschen, um das Unternehmen zu sanieren.
Zentrale Themen sind die zivilrechtliche Umsetzung des DES, die ertragsteuerlichen Folgen (insbesondere Sanierungsgewinne), die umsatzsteuerliche Neutralität sowie die grunderwerbsteuerlichen Aspekte bei Grundstücksbesitz.
Ziel ist es, die steuerlichen Risiken und Gestaltungsoptionen beim DES sowohl für Kapitalgesellschaften als auch für Personengesellschaften aufzuzeigen und die bisherige Vernachlässigung der Personengesellschaften in der Literatur aufzuarbeiten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse unter Einbeziehung aktueller Gesetze, BMF-Schreiben sowie der Rechtsprechung des BFH und ergänzt diese durch eigene, praxisorientierte Fallstudien.
Der Hauptteil gliedert sich in eine zivilrechtliche Analyse, die steuerrechtliche Würdigung für Kapitalgesellschaften (Teil 1) und für Personengesellschaften (Teil 2), wobei insbesondere die Einbringung von Forderungen detailliert erörtert wird.
Wichtige Begriffe sind Debt Equity Swap, Sanierungsgewinn, Verlustabzugsbeschränkung (§ 8c KStG), Umwandlungssteuergesetz, Zinsschranke und Eigenkapital.
Während bei KapGes primär die Kapitalherabsetzung und -erhöhung im Vordergrund stehen, erfolgt die Umsetzung bei PersGes oft über Einbringungsvorgänge nach § 24 UmwStG, die deutlich abweichende steuerliche Bewertungsregeln aufweisen.
Eine der größten Hürden ist der mögliche Untergang von Verlustvorträgen durch den schädlichen Beteiligungserwerb (§ 8c KStG) sowie die Unsicherheit bezüglich der Besteuerung von Sanierungsgewinnen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

