Masterarbeit, 2014
71 Seiten, Note: 1.3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2. Aktives Mitgefühl im Rahmen einer MOP
2.1 Begriffsbestimmung aktiven Mitgefühls
2.2 Komponenten, Bewertungsprozesse und ihre Implikationen
2.3 Grundstruktur einer MOP
3. Entscheidungsparameter und Implikationen für die Umsetzung
3.1 Chancen
3.2 Risiken
3.3 Hindernisse
3.4 Implikationen
4. Umsetzung aus ganzheitlicher Organisationsperspektive
4.1 MOP im Kontext von Emotionen
4.1.1 Begriff und Bedeutung von Emotionen
4.1.2 Wechselseitigkeit zwischen Emotionen und MOP
4.2 Umsetzung unter integraler Perspektive
4.2.1 Theoretische Fundierung integraler Entwicklung
4.2.2 Interdependenzen und ihre Bedeutung für eine Umsetzung
5. Umsetzung mitfühlender organisationaler Praxis
5.1 Einflussnahme über die individuellen Entwicklungsfelder
5.2 Einflussnahme über die kollektiven Entwicklungsfelder
5.3 Organisationsspezifische Auswahl der Maßnahmen
6. Fazit
7. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob eine intraorganisationale mitfühlende organisationale Praxis (MOP) lediglich als vereinzelte philanthropische Geste zu verstehen ist oder als richtungsweisendes Modell für gewinnorientierte Unternehmen dienen kann. Dabei wird analysiert, wie eine solche Praxis systematisch in Organisationen implementiert werden kann, um sowohl individuelle als auch organisationale Vorteile zu generieren.
1.1 Problemstellung
Eine mitfühlende organisationale Praxis (MOP) wurde bereits frühzeitig im Gesundheitswesen diskutiert (vgl. auch Kanov et al. 2004, S. 811), wo aktives Mitgefühl als moralischer Imperativ im Rahmen der Patientenbetreuung gilt (vgl. Kanov et al. 2004, S. 812). Tatsächlich aber zeigten Mitarbeiter administrativer Abteilungen eines Krankenhauses häufiger Mitgefühl als Mitarbeiter pflegebezogener Stationen (vgl. Lilius et al. 2008, S. 201). Eine MOP findet sich heute auch in einigen Wirtschaftsunternehmen. Bei CISCO bspw. wurde Mitgefühl institutionalisiert, um sicherzustellen, dass Mitarbeiter in bestimmten Notlagen durch die Organisation unterstützt werden (vgl. Kanov et al. 2004, S. 817). Mitgefühl zeigt sich demzufolge im wirtschaftlichen bzw. beruflichen Umfeld nicht nur öfter als vermutet, sondern auch an unerwarteter Stelle (vgl. Lilius et al. 2008, S. 201; Rynes et al. 2012, S. 503).
Im Rahmen des „positive organizational scholarship“ (POS) wurde untersucht, inwieweit positive Einzelfälle gelebten Mitgefühls in der organisationalen Praxis als Impulsgeber für eine grundlegende Umsetzung in Organisationen dienen können (vgl. Suttie 2010, S. 134). Die Darstellung dieser Einzelfälle mündete schließlich in eine Diskussion über Rahmenbedingungen, die Organisationen eine entsprechende Praxis erlauben sollen (vgl. Dutton et al. 2006, S. 59), um eine akademische Antwort auf Leiden als Bestandteil organisationalen Lebens geben zu können (vgl. z. B. Rynes et al. 2012, S. 505).
1. Einleitung: Einführung in das Thema der mitfühlenden organisationalen Praxis (MOP) und Darstellung der Zielsetzung der Masterarbeit.
2. Aktives Mitgefühl im Rahmen einer MOP: Definition und Strukturierung des Begriffs "aktives Mitgefühl" sowie Erläuterung der notwendigen Komponenten und Bewertungsprozesse.
3. Entscheidungsparameter und Implikationen für die Umsetzung: Diskussion der Chancen, Risiken und Hindernisse, die bei der Entscheidung für oder gegen eine MOP relevant sind.
4. Umsetzung aus ganzheitlicher Organisationsperspektive: Analyse der MOP im Kontext von Emotionen und theoretische Fundierung einer integralen Organisationsperspektive.
5. Umsetzung mitfühlender organisationaler Praxis: Detaillierte Vorstellung von Maßnahmen zur individuellen und kollektiven Einflussnahme sowie Kriterien für eine organisationsspezifische Auswahl.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse hinsichtlich der Ausgangsfrage, ob MOP ein Einzelphänomen oder ein zukunftsweisendes Vorbild darstellt.
7. Ausblick: Diskussion notwendiger zukünftiger Forschungen und Entwicklungen, insbesondere in Bezug auf die Rolle der Politik und Bildung.
Mitfühlende organisationale Praxis, MOP, aktives Mitgefühl, Positive Organizational Scholarship, POS, Emotionsmanagement, integrale Organisation, Unternehmenskultur, prosoziales Verhalten, Organizational Citizenship Behavior, OCB, Führungskräfteentwicklung, Resilienz, Arbeitsplatz, Organisationsentwicklung.
Die Arbeit analysiert, ob mitfühlende organisationale Praktiken in Wirtschaftsunternehmen als systematischer Ansatz zur Leistungssteigerung und Organisationsentwicklung dienen können.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von aktivem Mitgefühl, die Analyse der Wirkung auf Emotionen, die integrale Organisationsführung und die praktische Umsetzung durch spezifische HR-Maßnahmen.
Das Ziel ist es, den Nutzen und die Umsetzbarkeit einer MOP aufzuzeigen und zu klären, unter welchen Bedingungen sie für gewinnorientierte Organisationen vorteilhaft ist.
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse aktueller Studien zum Thema "Positive Organizational Scholarship" basiert.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Fundierung, den Entscheidungsparametern (Chancen/Risiken) sowie konkreten Implementierungspfaden in einer integralen Organisationsstruktur.
Neben der MOP selbst stehen Begriffe wie Emotionen, integrale Entwicklung, soziale Architektur, Commitment und prosoziales Verhalten im Fokus.
Aktives Mitgefühl beinhaltet zwingend eine handlungsorientierte Komponente zur Leidensminderung, während Mitleid oft passiv bleibt und eine hierarchische Distanz zum Leidenden aufbauen kann.
Die integrale Perspektive verhindert, dass Maßnahmen isoliert bleiben; sie stellt sicher, dass Verhalten, Kultur, Organisation und individuelle Bewusstseinsbildung aufeinander abgestimmt werden.
Führungskräfte fungieren als zentrale Rollenmodelle; sie legitimieren mitfühlende Praktiken durch ihr Verhalten und beeinflussen das organisationale Klima maßgeblich.
Kosten sind durchaus ein Faktor, insbesondere durch notwendige Trainings; die Arbeit argumentiert jedoch, dass durch Prävention (z.B. Senkung von Fehlzeiten/Burnout) langfristig ökonomische Vorteile entstehen.
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