Bachelorarbeit, 2014
60 Seiten, Note: 2,0
3. Einleitung
4. Psychische Belastungen
4.1. Unterscheidung psychischer Belastungen
4.1.1. Apersonale Belastungsfaktoren
4.1.2. Interpersonale Belastungsfaktoren
4.1.3. Personale Belastungsfaktoren
4.2. Folgen psychischer Belastungen für Personal und Unternehmen
4.3. Psychische Belastungen erkennen
5. Gesundheitsförderung und Prävention im Kontext der Salutogenese
5.1. Begriffsbestimmung Gesundheitsförderung und Prävention
5.2. Theorie des Salutogenesemodells nach A. Antonovsky
5.3. Salutogenese im Kontext des Arbeitsplatzes – Voraussetzung für erfolgreiche Gesundheitsförderung
6. Aufgabenverteilung für eine ganzheitliche und nachhaltige Gesundheitsförderung
6.1. Rechtliche Grundlagen des Gesundheits- und Arbeitsschutzes
6.2. Aufgaben der Berufsgenossenschaften, Krankenkassen und Mitarbeiter
7. Betriebliche Sozialarbeit als Hoffnungsträger erfolgreicher und gesunder Unternehmen
7.1. Definition und Geschichte der Betrieblichen Sozialarbeit
7.2. Aufgaben und Themenbereiche der Betrieblichen Sozialarbeit
7.3. Aufgaben der betrieblichen Gesundheitsförderung
7.4. Methoden der Sozialen Arbeit für gelingende Gesundheitsförderung
7.5. Handeln nach dem Empowerment-Ansatz
8. Umsetzung Gesundheitsfördernder Maßnahmen mit Fallbeispiel
8.1. Prozesseinführung und Planung Gesundheitsfördernder Maßnahmen
8.2. Analyse bzw. Erhebung der Mitarbeitergesundheit
8.3. Umsetzung
8.4. Evaluation der Gesundheitsfördernden Maßnahmen
9. Fazit
Diese Arbeit untersucht die psychischen Belastungen in Pflegeberufen und evaluiert, inwieweit die Betriebliche Sozialarbeit durch ihre Methoden und Kompetenzen einen ganzheitlichen Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten kann, um sowohl das Wohlbefinden der Beschäftigten zu steigern als auch die Führungsebene zu entlasten.
4.1.1. Apersonale Belastungsfaktoren
Apersonale Belastungsfaktoren oder auch umgebungsbedingte Belastungsfaktoren sind die Art von Belastungen, die durch die Umgebung des Betroffenen entstehen. In der Pflege ist dies der unmittelbare Arbeitsplatz; sowohl in stationärer als auch in ambulant Tätigkeit können daraus Belastungen entstehen, Dabei spielen viele umgebungsbedingte Faktoren eine Rolle. Wenn das Arbeitsumfeld zu kalt, zu warm, geruchsintensiv, zu grell beleuchtet oder zu laut ist, wirkt sich dies unmittelbar auf den Organismus und das Wohlbefinden des Personals aus. Dieser Aspekt wiederum senkt die Schwelle für weitere Belastungen und erhöht die Stressempfindlichkeit. Umgekehrt kann jedoch eine belastungsarme Umgebung die Schwelle der Belastbarkeit erhöhen und Stressempfindungen abmildern (vgl. Poppelreuter; Mierke 2012, S.35).
Die unterschiedlichen umgebungsbedingten Faktoren wirken sich auch unterschiedlich auf die Mitarbeiter aus. Das richtige Klima am Arbeitsplatz ist einer der wichtigsten Faktoren für die Leistung und die Gesundheit der Pflegenden. Das Klima wird durch drei Einflussgrößen bestimmt: Luftfeuchtigkeit, Lufttemperatur und Luftbewegung. Geringe Luftfeuchtigkeit (unter 30% relative Feuchte) führt zu trockenen Nasenschleimhäuten, Austrocknung von Mund und Rachenraum sowie der Augen (Poppelreuter; Mierke 2012, S.41).
3. Einleitung: Beschreibt die Belastungssituation in Pflegeberufen und definiert das Ziel, die Rolle der Sozialen Arbeit bei der betrieblichen Gesundheitsförderung zu prüfen.
4. Psychische Belastungen: Differenziert zwischen a-personalen, interpersonalen und personalen Belastungsfaktoren und erläutert deren Folgen für Mensch und Unternehmen.
5. Gesundheitsförderung und Prävention im Kontext der Salutogenese: Führt in die Konzepte von Prävention und Salutogenese ein und überträgt das Kohärenzgefühl auf den Arbeitsplatz.
6. Aufgabenverteilung für eine ganzheitliche und nachhaltige Gesundheitsförderung: Erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Pflichten von Arbeitgebern und Versicherungsträgern.
7. Betriebliche Sozialarbeit als Hoffnungsträger erfolgreicher und gesunder Unternehmen: Untersucht die Eignung der Sozialen Arbeit als Akteur für Gesundheitsförderung durch spezifische Methoden und den Empowerment-Ansatz.
8. Umsetzung Gesundheitsfördernder Maßnahmen mit Fallbeispiel: Beschreibt den Prozess der Gefährdungsbeurteilung und Anwendung der Gesundheitszirkel am Beispiel der Lobetalarbeit Celle e.V.
9. Fazit: Fasst zusammen, dass die Betriebliche Sozialarbeit eine wesentliche Rolle bei der Bewältigung psychischer Belastungen einnehmen kann und Unternehmen maßgeblich stärkt.
Psychische Belastung, Pflegeberufe, Betriebliche Sozialarbeit, Gesundheitsförderung, Prävention, Salutogenese, Kohärenzgefühl, Empowerment, Gefährdungsbeurteilung, Arbeitsplatzanalyse, Arbeitsschutz, Arbeitspsychologie, Gesundheitszirkel, Lobetalarbeit.
Die Arbeit thematisiert die psychischen Belastungen in Pflegeberufen und erforscht, wie die Betriebliche Sozialarbeit durch ressourcenorientierte Ansätze zur Gesundheitsförderung beitragen kann.
Zentrale Felder sind die Ursachen psychischer Belastung (physikalisch, sozial, emotional), die Theorie der Salutogenese nach Antonovsky und die praktische Implementierung von Gesundheitsförderungskonzepten.
Ziel ist es zu klären, ob die Betriebliche Sozialarbeit ein ganzheitliches Präventions- und Gesundheitsförderungskonzept ermöglichen kann, um die Leitungsebene zu entlasten und die Mitarbeitergesundheit nachhaltig zu fördern.
Der Verfasser stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie auf ein reales Praxisbeispiel einer Gefährdungsbeurteilung bei der Lobetalarbeit Celle e.V., um die theoretischen Überlegungen in der Praxis zu spiegeln.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse psychischer Belastungen, die theoretische Fundierung durch das Salutogenesemodell, die rechtlichen Rahmenbedingungen für Arbeitsschutz und die Anwendung sozialarbeiterischer Methoden im betrieblichen Kontext.
Kernbegriffe sind Psychische Belastung, Betriebliche Sozialarbeit, Gesundheitsförderung, Salutogenese und Empowerment.
Es hilft zu verstehen, warum manche Mitarbeiter trotz hoher Arbeitsbelastungen gesund bleiben. Die Stärkung von Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit am Arbeitsplatz schützt die Mitarbeiter vor psychischen Erkrankungen.
Empowerment dient als Handlungsweise, um Mitarbeiter nicht als defizitär, sondern als Träger eigener Stärken zu begreifen, damit sie aktiv an der Verbesserung ihrer eigenen Arbeits- und Lebensbedingungen mitwirken können.
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