Bachelorarbeit, 2015
73 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Finanzstatistische Analyse von Aktienrenditen mit Faktormodellen
2.1 Grundlagen
2.1.1 Relevantes aus der Effizienzmarkthypothese
2.1.2 Relevantes aus der Portfolio-Selection-Theory
2.2 Das Capital Asset Pricing Model
2.2.1 Marktbeta
2.2.2 Marktportfolio
2.2.3 Security-Market-Line
2.2.4 Kritik
2.3 Renditeanomalien
2.3.1 „Size-Effekt“
2.3.2 „Value-Effekt“
2.3.3 Weitere Effekte
2.4 Das Fama-French-Dreifaktorenmodell
2.4.1 Konstruktion der Faktoren RMRF, SMB und HML und ökonomische Interpretation
2.4.2 Faktorladungen der Koeffizienten β, s, h
2.4.3 Verifikation des Drei-Faktoren-Modells
3 Empirischer Teil
3.1 Datenbasis
3.1.1 Auswahl des geeigneten Anbieters
3.1.2 Beschreibung des Datensatzes
3.2 Testzeitraum
3.3 Statistische Analyse der Daten
3.3.1 Verteilungsparameter und Analyse der Faktoren und der Testportfolios
3.3.2 Regressionsanalysen der Daten mit Ein- und Mehrfaktormodellen
4 Bewertung und kritische Würdigung
Die Arbeit untersucht, ob Unternehmensgrößen- (Size) und Substanzwertprämien (Value) am deutschen Kapitalmarkt existieren und als erklärende Faktoren für Aktienrenditen dienen können, wobei sie die Performance des Fama-French-Dreifaktorenmodells gegenüber dem Capital Asset Pricing Model (CAPM) für den Zeitraum von 2000 bis 2012 empirisch analysiert.
2.3.1 „Size-Effekt“
Der „Size-Effekt“ beschreibt die empirische Beobachtung, nach der Unternehmen mit einer niedrigen Marktkapitalisierung (Small-Caps) eine höhere Rendite erzielen, als Unternehmen mit einer hohen Marktkapitalisierung (Big-Caps). Es existieren mehrere alternative Erklärungsansätze für die Existenz des „Size-Effektes“, welche in Abbildung 2-1 zusammengefasst und anschließend erläutert werden.
Den sogenannten „Size-Effekt“ entdeckt Banz erstmals in einer Studie 1981 am US-Aktienmarkt. Er zeigte, dass die Marktkapitalisierung einen wesentlichen Einfluss auf die Rendite einer Aktie zwischen 1926 und 1975 hat. Demnach weisen Small-Caps eine höhere Rendite auf als Big-Caps. Daraus folgert Banz einen negativen Zusammenhang zwischen Marktkapitalisierung und der erwarteten Rendite. Er begründet den Size-Effekt damit, dass für manche Marktsegmente, vor allem aber bei kleinen Firmen, eine Informationslücke unter Investoren bezüglich solcher Wertpapiere besteht. Deswegen halten viele Investoren keine Aktien von kleinen Unternehmen. Dies führt zu sinkenden Aktienpreisen und letztendlich zu einer Renditeprämie. Zhang (2006) begründet den Size-Effekt durch Informationsunsicherheiten bei kleinen Firmen, welche aus geringeren Offenlegungspflichten sowie geringerer Diversifizierung oder durch ein geringeres Interesse unter Analysten resultieren können. Die entstehenden Informationsasymmetrien werden vom Markt in Form einer Renditeprämie vergütet.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Zielsetzung der Arbeit dar, die Rolle systematischer Einflussfaktoren bei der Aktienpreisbildung am deutschen Kapitalmarkt zu untersuchen.
2 Finanzstatistische Analyse von Aktienrenditen mit Faktormodellen: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen zu Faktormodellen, Renditeanomalien und dem Fama-French-Dreifaktorenmodell.
3 Empirischer Teil: Hier erfolgt die konkrete statistische und regressionsanalytische Untersuchung der Datenbasis für den deutschen Kapitalmarkt im Zeitraum 2000 bis 2012.
4 Bewertung und kritische Würdigung: Dieses Kapitel fasst die empirischen Ergebnisse zusammen und hinterfragt diese kritisch unter Berücksichtigung von Datenqualität und modelltheoretischen Annahmen.
Size-Prämie, Value-Prämie, Fama-French-Modell, Aktienrenditen, Kapitalmarkt, CAPM, Marktrisiko, Unternehmensgröße, Substanzwert, Regressionsanalyse, Faktorladungen, Deutschland, empirische Analyse, Finanzwissenschaft, Börse.
Die Arbeit untersucht, ob neben dem allgemeinen Marktrisiko auch die Unternehmensgröße und das Buchwert-Marktwert-Verhältnis als systematische Faktoren zur Erklärung von Aktienrenditen am deutschen Kapitalmarkt genutzt werden können.
Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung von Faktormodellen, die empirische Identifikation von sogenannten Renditeanomalien (Size- und Value-Effekt) sowie deren statistische Überprüfung mittels Regressionsmodellen.
Ziel ist es, die Existenz von Size- und Value-Prämien am deutschen Kapitalmarkt im Zeitraum 2000 bis 2012 empirisch zu verifizieren und zu beurteilen, ob Mehrfaktorenmodelle gegenüber dem klassischen CAPM eine bessere Erklärungskraft besitzen.
Die Arbeit nutzt monatliche lineare Zeitreihenregressionen, um die Sensitivität von Aktienportfolios gegenüber verschiedenen Risikofaktoren zu bestimmen und die Modellgüte mittels korrigierter Bestimmtheitsmaße zu vergleichen.
Im Hauptteil werden theoretische Modelle (CAPM, Fama-French) vorgestellt, die Datenbasis (Artmann et al.) beschrieben, der gewählte Testzeitraum analysiert und die statistischen Regressionsergebnisse detailliert dargestellt.
Wichtige Begriffe sind Size-Effekt, Value-Effekt, Fama-French-Dreifaktorenmodell, Marktrisikoprämie, Regressionsanalyse und Aktienrenditen.
Nein, die Untersuchung zeigt für den betrachteten Zeitraum von 2000 bis 2012 keine signifikante Size-Prämie, was im Widerspruch zur ursprünglichen Fama-French-Theorie steht.
Ja, die Arbeit identifiziert für den Untersuchungszeitraum eine monatliche Value-Prämie, die statistisch signifikant ist.
Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass das Fama-French-Dreifaktorenmodell (FF3M) die Streuung der Renditen am deutschen Kapitalmarkt am besten erklären kann.
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