Bachelorarbeit, 2010
43 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
2 Inflation und Deflation
2.1 Begriff, Funktion und Eigenschaften des Geldes
2.2 Messung der Inflation
2.3 Arten und Ursachen der Inflation
2.3.1 Ursachen auf der Nachfragesseite
2.3.2 Ursachen auf der Angebotsseite
2.4 Behandlung von Inflation in den wirtschaftswissenschaftlichen Theorien
2.4.1 Die klassische Nationalökonomie
2.4.2 Der Keynesianismus
2.4.3 Der Monetarismus
2.5 Das Wirtschaftswachstum
2.5.1 Das Bruttoinlandsprodukt (BIP)
2.5.2 Verlauf einer Konjunktur
2.6 Der Staat und sein Budget
2.6.1 Die Auswirkungen des Budgetdefizits
3 Krisen und ihre globale Auswirkungen
3.1 Die Weltwirtschaftskrise von 1929
3.2 Die Ölpreiskrise 1973
3.3 Die Weltwirtschaftskrise 2008
3.4 Die Auswirkungen auf Österreichs Haushalte
4 Schluss
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Begriffe Inflation und Deflation zu definieren, ihre Hintergründe zu erläutern und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft sowie speziell auf die österreichischen Privathaushalte zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie unterschiedliche globale Wirtschaftsszenarien und die Reaktionen des Staates durch Budgetpolitik die Preisstabilität und Konjunktur beeinflussen.
3.1 Die Weltwirtschaftskrise von 1929
Die Wirtschaftskrise von 1929, auch die „Große Depression“ genannt, gilt bis heute als die größte weltumspannende Krise in der Geschichte überhaupt. Ihren Ausgang nahm sie in den Vereinigten Staaten, erreichte aber schnell auch Europa, wo sie sich unter anderem in einer bis dato noch nie dagewesenen Inflation auswirkte. Die Rahmenbedingungen für diese weltweite Krise wurden schon Jahre zuvor geschaffen; die Wurzeln lagen in den wirtschaftlichen Auswirkungen und Folgen des Ersten Weltkrieges.
Nach dem Ökonomen Gustav Cassel „... geht eine effektive Kriegsführung fast immer mit einer Inflation einher“. Die kriegsführenden Staaten, darunter auch das österreichische Kaiserreich, mussten, um die enormen Kosten für diesen Krieg aufzubringen, verstärkt frische Banknoten drucken und Kriegsanleihen zur Zeichnung auflegen. In den vier Kriegsjahren von 1914 bis 1918 verzehnfachte sich die nominelle Geldmenge, die inflationären Auswirkungen jedoch waren weniger im Wechselkurs sondern an den Preissteigerungen am Gütermarkt zu spüren. Nach Kriegsende war in den europäischen Staaten die Produktion zum Erliegen gekommen, bzw. musste sie wieder von der Kriegsproduktion auf allgemeine Güterproduktion umgestellt werden. Vor allem in den unterlegenen Staaten, Österreich und Deutschland, war die Frage der Versorgung der Bevölkerung mit dem Lebensnotwendigen ungelöst, da neben der fehlenden Produktion auch eine hohe Arbeitslosigkeit herrschte. Die in den Friedensverträgen festgesetzten Reparationsleistungen an die Siegermächte trieben den Schuldenberg weiter in die Höhe. Trotzdem mussten Nahrung und Energierohstoffe am Weltmarkt eingekauft werden, mit Devisen, die weitere Preissteigerungen verursachten und die Inflation immer weiter in die Höhe trieben.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Inflation und Deflation ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Hintergründe dieser Phänomene und ihre Auswirkungen auf Österreich zu beleuchten.
2 Inflation und Deflation: Dieses Kapitel erläutert die Begriffe Inflation und Deflation, deren Messung sowie deren Ursachen und behandelt die Perspektiven der ökonomischen Theorien wie Klassik, Keynesianismus und Monetarismus.
3 Krisen und ihre globale Auswirkungen: In diesem Kapitel werden historische Krisen wie die Weltwirtschaftskrise 1929, die Ölkrise 1973 und die Finanzkrise 2008 analysiert, wobei der Fokus auf den Auswirkungen für Österreich liegt.
4 Schluss: Dieses Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und reflektiert kritisch die verschiedenen wirtschaftstheoretischen Lösungsansätze zur Inflationsbekämpfung.
Inflation, Deflation, Finanzkrise, Wirtschaftswachstum, Geldpolitik, Staatshaushalt, Konjunktur, Budgetdefizit, Keynesianismus, Monetarismus, Preisstabilität, Österreich, Weltwirtschaftskrise, Kaufkraft, Fiskalpolitik
Die Arbeit befasst sich mit den globalen Phänomenen Inflation und Deflation sowie deren weitreichenden Auswirkungen auf die private Haushaltssituation in Österreich im Kontext historischer und aktueller Wirtschaftskrisen.
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Messung von Inflation, die Analyse ökonomischer Theorien zur Preisstabilität, die Rolle staatlicher Budgetpolitik sowie eine detaillierte Betrachtung historischer globaler Krisenereignisse.
Das Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen Geldwertänderungen, wirtschaftspolitischen Entscheidungen und den Auswirkungen auf die österreichische Bevölkerung greifbar zu machen und kritisch zu hinterfragen.
Es wird eine fundierte Literaturanalyse wirtschaftswissenschaftlicher Theorien und historischer Daten vorgenommen, um die Ursachen von Inflation und Deflation sowie deren politische Steuerungsmöglichkeiten zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Inflationsarten und -ursachen sowie der ökonomischen Lehrmeinungen und einen empirisch-historischen Teil über globale Krisen (1929, 1973, 2008) und deren spezifische Folgen für Österreich.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Inflation, Deflation, Fiskalpolitik, Konjunkturzyklus, Staatsverschuldung, Budgetdefizit und Geldentwertung.
Der Autor zeigt auf, dass der Staat zwischen der Klassik, die Zurückhaltung fordert, und dem Keynesianismus, der aktive Eingriffe und deficit spending propagiert, navigieren muss, wobei beide Ansätze jeweils spezifische Risiken bergen.
Sie wird als Beispiel für importierte Inflation angeführt, die in Österreich zu Anpassungsproblemen, einer neuen Sparpolitik (autofreie Tage) und einem Überdenken der keynesianischen Wirtschaftspolitik führte.
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