Diplomarbeit, 2013
90 Seiten, Note: 2,0
1. Einführung
1.1. Ausgangsituation und Problemstellung
1.2. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Veränderungen der Krankenhausstrukturen
2.1.1. DRG-System
2.1.2. Pflegethermometer 2009 - die Auswirkung auf Pflegekräfte
2.2. Die NEXT-Studie
2.1.1. Ergebnisse zur Führungsqualität
2.1.2. Ergebnisse zur Arbeitszufriedenheit
2.1.3. Ergebnisse zur Bindung an die Einrichtung
2.1.4. Ergebnisse zur sozialen Unterstützung durch Vorgesetzte
2.2. Grundlagen zur Mitarbeiterbindung
3. Mitarbeiterführung
3.1. Der Begriff Menschenbilder
3.2. Der Begriff Führung
3.3. Grundlagen der Führungstheorien
3.3.1. Eigenschaftsansatz der 1920er-Jahre
3.3.2. Verhaltensansatz der 1930er-Jahre
3.2.3. Situationsansatz der 1960er-Jahre
3.2.4. Transaktions- und Transformationsansatz der 80èr Jahre
4. Emotion und Führung
4.1. Grundlagen der Emotionsforschung
4.2. Die sechs Aspekte emotionalen Verhaltens
4.3. Relevanz von Emotionen im Arbeits- und Führungskontext
4.4. Grundlagen der emotionalen Intelligenz
4.5. Emotionale Führung nach Goleman
4.6. Die vier Domänen emotionaler Intelligenz
4.7. Resonante und dissonante Führung
4.8. Mitarbeiterbefragung – Die Relevanz von emotionalen Kompetenzen für die Führung von pflegerischen Mitarbeitern im Krankenhaus
5. Umsetzung in der Organisation
5.1. Mitarbeiterbindung und Emotionale Führung
5.2. Grundlagen zur Entwicklung emotional intelligenter Organisationen
5.3. Grundlagen selbstbestimmtes Lernen
5.4. Coaching als Entwicklungsmaßnahme
5.4.1. Grundlagen von Coaching in der Führungskräfteentwicklung
5.4.2. Der Coachingprozess
5.4.3. Grundlegende Methoden und Techniken im Coaching
6. Schlussbetrachtung
6.1. Zusammenfassung
6.2. Zusammenfassende Gestaltungsempfehlung
6.3. Kritische Reflektion und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen Mitarbeiterbindung und emotional intelligenter Führung im Krankenhauskontext. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Führungskräfte durch einen gezielten Umgang mit Emotionen motivierte Mitarbeiter an das Unternehmen binden und somit den Herausforderungen des Pflegenotstands sowie der Arbeitsbelastung durch das DRG-System begegnen können.
4.1. Grundlagen der Emotionsforschung
„[…] Fühlen heißt, wenn auch gelegentlich nur für den Bruchteil einer Sekunde, ein Teil von etwas zu sein. Wir begeben uns quasi in etwas hinein, erleben es […] von innen. Und da wo wir uns hineinbegeben haben, können wir auch wieder heraus. Eine Beobachtung, der ein hohes Maß an Entlastung zukommt […]“ (Müller-Commichau 2005: 19). Zu Beginn dieses Kapitels werden zunächst die Begriffe Gefühle bzw. Emotionen und Empfindungen differenziert. Nach Hartmann (2005) werden die beiden Begriffe Gefühle und Emotionen in der Alltagssprache zumeist synonym verwendet. Empfindungen stellen sich hierbei als „[…] das, was wir im Falle von Schmerz, aber auch im Falle von Gefühl spüren oder bemerken […]“ (Hartmann 2005: 31) heraus.
Gefühle hingegen treten nicht isoliert auf, sondern sind Teil eines umfassenden Erlebens, d.h. verbunden mit Empfindungen, Begehren, Wünschen, Bedürfnissen, Vorstellungen, Phantasien, Interpretationen und Bewertungen. Dabei richten sich Gefühle auf Spezifisches oder auch auf spezielle Personen. Gefühle bzw. Emotionen haben eine Empfindungsseite und sind in ihrer Qualität umfassender als Empfindungen. Gefühle bzw. Emotionen beinhalten zusätzlich den psychischen Zustand bzw. die psychische Disposition (vgl. Hartmann 2005: 31).
Nach Martín y Troyano (2006) betonen Gefühle das subjektive Erleben und Wahrnehmen. Sie umfassen somit nur einen Teilaspekt der Emotionen. Diese haben meist einen Anfang und ein Ende. Sie sind zeitlich begrenzt und lösen entweder einen neutralen Zustand oder einen anderen emotionalen Zustand ab. Emotionen werden als Reaktion auf Reize verstanden, die jeweilige Reaktion kann dabei unterschiedlich ausfallen. Emotionen beziehen sich immer auf zwischenmenschliche Begegnungen innerhalb eines sozialen Kontextes (vgl. Martín y Troyano 2006: 8, 11ff.; Küpers, Weibler 2005: 39ff.). Emotionen werden des Weiteren als Phänomene privater und persönlicher Art beschrieben, die komplexe und umfassende neurophysiologische Vorgänge sowie Wahrnehmungs-, Verhaltens- und Erlebensaspekte integrieren.
1. Einführung: Beschreibt die durch das DRG-System verschärfte Arbeitssituation im Pflegebereich und begründet die Relevanz emotionaler Bindung.
2. Veränderungen der Krankenhausstrukturen: Analysiert statistische Kennzahlen der Krankenhausentwicklung und die NEXT-Studie hinsichtlich der Zusammenhänge zwischen Führung, Zufriedenheit und Bindung.
3. Mitarbeiterführung: Erläutert die theoretischen Grundlagen der Mitarbeiterführung, Menschenbilder und historische Entwicklungslinien von Führungstheorien.
4. Emotion und Führung: Behandelt die wissenschaftlichen Grundlagen der Emotionsforschung, emotionale Intelligenz sowie deren Relevanz und Umsetzung im Führungskontext.
5. Umsetzung in der Organisation: Zeigt Wege zur Entwicklung emotional intelligenter Organisationen und nutzt Coaching als gezielte Entwicklungsmaßnahme.
6. Schlussbetrachtung: Führt die Ergebnisse zusammen, reflektiert das Konzept kritisch und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung emotionaler Führung.
Emotionale Intelligenz, Mitarbeiterbindung, Führung, Krankenhaus, Pflegenotstand, Arbeitszufriedenheit, Coaching, Commitment, Organisationsentwicklung, Selbstwahrnehmung, Selbstmanagement, Soziales Bewusstsein, Beziehungsmanagement, Resonanz, Personalentwicklung.
Die Arbeit untersucht, wie eine emotional intelligente Führung von Pflegekräften dazu beitragen kann, Mitarbeiter trotz steigender Arbeitsbelastung stärker an das Krankenhaus zu binden.
Die zentralen Felder sind die aktuelle Arbeitssituation in Krankenhäusern, das Modell der emotionalen Intelligenz nach Goleman, Mitarbeiterbindung sowie Coaching als Personalentwicklungsinstrument.
Das Ziel ist die Erstellung einer fundierten Gestaltungsempfehlung für das Pflegemanagement, um durch emotionale Kompetenzen die Bindung der Mitarbeiter zu sichern.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse sowie einer quantitativen Mitarbeiterbefragung, die als Entscheidungsgrundlage diente.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Krankenhausstrukturen, die Darstellung von Führungstheorien, die wissenschaftliche Fundierung von Emotionen und die praktische Umsetzung durch Coaching.
Wesentliche Begriffe sind Mitarbeiterbindung, emotionale Intelligenz, Führungsqualität, Arbeitszufriedenheit, Coaching und Organisationsentwicklung.
Das DRG-System hat zu Budgetkürzungen, Personalabbau und Arbeitsverdichtung in Krankenhäusern geführt, was die emotionale Bindung der verbleibenden Pflegekräfte massiv belastet.
Qualitativ hochwertige Führung korreliert negativ mit der Absicht, den Beruf zu verlassen; eine feindselige Beziehung zur Führung hingegen fördert die Kündigungsabsicht.
Coaching dient als individuelles Instrument, um emotionale Kompetenzen zu fördern, Selbstreflexion zu stärken und dem Informationsvakuum der Führungskräfte entgegenzuwirken.
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