Masterarbeit, 2015
58 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Gründung
3. Struktur
3.1. Organisationsstruktur
3.2. „Lebensplan“/“Normen“
3.3. Mitgliedschaft
3.3.1. Aufnahme von Mitgliedern
3.3.2. Arten der Mitgliedschaft
3.3.3. Der Weg aus dem Opus Dei
4. Ideen
5. Verbreitung
6. Rolle im Bezug auf das Zweite Vatikanische Konzil
7. Abgrenzung zur katholischen Kirche
8. Mythen
9. Darstellung in der Öffentlichkeit
10. Kritik
11. Fazit
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Opus Dei jenseits der öffentlichen Mythenbildung auf Basis sachlicher Recherchen zu analysieren. Dabei wird untersucht, wie die Organisation strukturell und spirituell aufgebaut ist, welchen Stellenwert die Mitgliedschaft einnimmt und wie kritische Aspekte sowie die Rolle des Werks innerhalb der katholischen Kirche und der Öffentlichkeit zu bewerten sind.
Die Rechtsform der „Personalprälatur“
Die ersten zwei Jahrzehnte seines Bestehens über stellte das Opus Dei eine von der Orthodoxie akzeptierte und zugleich ungewöhnliche kirchliche Abteilung dar. Die Außergewöhnlichkeit des „Werkes“ bestand hauptsächlich in der Überzeugung Escrivas, Priester und Laien würden dieselbe Berufung teilen und seien dementsprechend in ihrer geistlichen Arbeit gleichgestellt. Das Zweite Vatikanische Konzil brachte in den 1960er Jahren jedoch den Beschluss hervor, die Rolle der Laien stärken und den Missionsauftrag an die Erfordernisse einer modernen Welt anpassen zu wollen. Man entwickelte folglich die Rechtsform der „Personalprälatur“. Das Opus Dei wurde im Jahre 1982 durch Johannes Paul II. zur ersten (und bislang einzigen) Personalprälatur erhoben. Zuvor durchlief das „Werk“ die Rechtsformen „Pia Unio“, „Priestergesellschaft“ und „Säkularinstitut“, bis es letztlich dann zur Personalprälatur ernannt wurde.
Escriva soll laut Whitehouse immer sehr erpicht darauf gewesen sein, die Umsetzung des kanonischen Rechts bis ins Detail sicherzustellen sowie das Opus Dei zu schützen und „das Undefinierbare zu definieren“. Die Prälatur wäre ohne eine kirchenrechtlich abgesegnete Struktur nämlich nicht in der Lage gewesen, in der gewünschten Form zu operieren, also einerseits mit Laien und andererseits mit Frauen als Mitgliedern. Aus diesem Grund sei es für das Opus Dei von erheblicher Bedeutung, den Status einer Personalprälatur zu tragen. Würde es sich beim Opus Dei nämlich nicht um eine Personalprälatur handeln, liefe das „Werk“ immerzu Gefahr, in andere Bereiche des kanonischen Rechts abzugleiten. So wären Laien ausgeschlossen, wenn es sich beim Opus Dei um einen „religiösen Orden“ handeln würde und bei einer „Laienorganisation“ wären die Priester als Mitglieder außer Reichweite. Zusätzlich gäbe es keinen Rahmen für die Ablegung des Keuschheitsgelübdes. Der Begriff „Personal“ soll in der Rechtsform der „Personalprälatur“ darauf hinweisen, dass sich die Institution nicht über ein Territorium definiert, sondern ortsgebunden ist und sich damit beispielswiese von Diözesen unterscheidet. (vgl. Whitehouse 2007: 38f)
1. Einleitung: Problemstellung und methodischer Ansatz der Arbeit zur neutralen Untersuchung des Opus Dei.
2. Gründung: Lebensweg von Josemaria Escriva und Entstehung des Opus Dei in Spanien.
3. Struktur: Detaillierte Betrachtung der Organisationsformen, des Lebensplans und der verschiedenen Stufen der Mitgliedschaft.
4. Ideen: Erläuterung zentraler Konzepte wie der Heiligung der Arbeit und der Gotteskindschaft.
5. Verbreitung: Analyse der geographischen Ausbreitung und der Entwicklung in verschiedenen Ländern.
6. Rolle im Bezug auf das Zweite Vatikanische Konzil: Untersuchung des Verhältnisses von Escriva zum Konzil und den Reformpäpsten.
7. Abgrenzung zur katholischen Kirche: Einordnung des Opus Dei als Teil der Kirche und Diskussion um Vorwürfe einer "Kirche in der Kirche".
8. Mythen: Entkräftung populärer Legenden, exemplarisch dargestellt anhand des Romans "Sakrileg".
9. Darstellung in der Öffentlichkeit: Zusammenfassung der divergenten Wahrnehmungen durch Literatur und Medien.
10. Kritik: Auseinandersetzung mit Vorwürfen wie Geheimhaltung, Sektiererei und Fanatismus.
11. Fazit: Persönliche Reflektion der Autorin über die Schwierigkeit einer neutralen Beurteilung und Ausblick auf notwendige Reformschritte.
Opus Dei, Josemaria Escriva, Personalprälatur, Heiligkeit, Lebensplan, Laienspiritualität, Mitgliedschaft, Numerarier, Supernumerarier, körperliche Abtötung, Zweites Vatikanisches Konzil, Geheimhaltung, Sakrileg, Gotteskindschaft, Kirche.
Die Arbeit untersucht das Opus Dei kritisch und differenziert, um ein sachliches Bild über die Organisationsstruktur, die Spiritualität und das öffentliche Image dieser Personalprälatur zu vermitteln.
Die Schwerpunkte liegen auf der Gründungsgeschichte, den täglichen "Normen" des Lebensplans, der Struktur der Mitgliedschaft und den kritischen Debatten rund um das Opus Dei.
Das Ziel ist es, Vorurteile und Mythen durch eine fundierte Auseinandersetzung mit Primärquellen und fachspezifischer Literatur zu hinterfragen und ein neutraleres Verständnis für die Organisation zu ermöglichen.
Es handelt sich um eine Literaturstudie, die verschiedene Perspektiven – von internen Dokumenten über Werke von Kritikern bis hin zu neutraleren wissenschaftlichen Analysen – gegenüberstellt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Struktur, die spirituellen Leitideen, die weltweite Verbreitung, das Verhältnis zur katholischen Kirche sowie eine Analyse der kritischen Aspekte und Mythenbildung.
Personalprälatur, Heiligung der Arbeit, Opus Dei, Josemaria Escriva und die kritische Auseinandersetzung mit dem "Werk".
Die Mitglieder der Prälatur legen keine Ordensgelübde (Armut, Keuschheit, Gehorsam) im klassischen Sinne ab und bleiben weiterhin in ihren jeweiligen Diözesen beheimatet, was den weltlichen Charakter betont.
Der Vorwurf resultiert aus der Diskretion der Mitglieder bezüglich ihrer Zugehörigkeit sowie dem internen Charakter spezifischer Dokumente, was Außenstehende oft als Mangel an Transparenz interpretieren.
Die Autorin sieht eine Notwendigkeit zur vermehrten Transparenz und zum kritischen Dialog mit der Öffentlichkeit, stellt jedoch fest, dass die institutionelle Selbsteinschätzung des Opus Dei wenig Spielraum für strukturelle Reformen bietet.
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