Bachelorarbeit, 2014
54 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Situation in Deutschland 1918 – 1945
2.1 Ereignisse in der Politik
2.2 Alltag und Lebensstandard während der Zeit des NS-Regimes
2.3 Widerstand gegen die NS-Diktatur
3. Widerstandsgruppe Weiße Rose
3.1 Mitglieder der Gruppe und deren ursprüngliche Motivation für den Widerstand
3.2 Spätere Motivation für den Widerstand
3.3 Tätigkeit der Gruppe „Weiße Rose“
4. Die Weiße-Rose-Prozesse und ihre Folgen
4.1 Gerichtsverhandlungen gegen Mitglieder und Unterstützer der Weißen Rose
4.2 Reaktionen auf die Prozesse
5. Nachlass der Weißen Rose im heutigen Deutschland
5.1 Institutionen
5.2 Gedenkfeier
5.3 Weiße Rose im Internet
5.4 Geschwister-Scholl-Preis
6. Zusammenfassung
7. Resumé
Die vorliegende Arbeit untersucht die Widerstandsbewegung während des Nationalsozialismus in Deutschland mit einem klaren Fokus auf die Gruppe „Weiße Rose“. Ziel ist es, die Entstehung, die Motivation der Mitglieder, ihre Aktivitäten sowie die juristische Aufarbeitung und das heutige Gedenken an die Gruppe umfassend darzustellen.
Die wichtigsten Widerstandsgruppen und Bewegungen
Als erste gerieten die politischen Opponenten mit den Nationalsozialisten in Konflikt. Manche politischen Parteien wurden schon vor der Reichstagswahl gewalttätig aufgelöst, wie zum Beispiel die Kommunistische Partei Deutschlands. Am Anfang war die KPD bereit, mit der SPD und mit den Arbeitern ohne Parteiangehörigkeit im gemeinsamen Widerstandsprojekt „Aktionseinheit“ zu kooperieren. Die Meinungen und Motivationen der Mitglieder waren leider zu unterschiedlich und die Zusammenarbeit wurde schließlich beendet. Aus diesem politischen Hintergrund stammte auch die christlich-sozialistische Gruppe „Antinazistische Deutsche Volksfront“. Die Tätigkeiten der Gruppen wurden durch das Verbot von oppositionellen politischen Parteien beendet.
Eine Gefahr für das NS-Regime stellte auch die Kirche dar, weil sie über einen großen Einfluss auf die Massen verfügte und viele Anhänger hatte. Im Kirchenkampf waren zwei große Gruppen tätig: die katholische Kirche und die evangelische, die sogenannte Bekennende Kirche. Beide kämpften zusammen gegen die Verletzung der Menschenrechte, die Massenmorde und gegen die Deutschen Christen, die Organisation, die die christlichen Werte im Interesse der Propaganda ausnutzte. In der Nachkriegszeit kritisierte die katholische Kirche auch die britische Besatzungspolitik und das Prinzip der kollektiven Schuld aller Deutschen.
1. Einleitung: Einführung in die Themenstellung, Erläuterung des historischen Rahmens sowie Formulierung des Forschungsziels hinsichtlich der Widerstandsgruppe Weiße Rose.
2. Situation in Deutschland 1918 – 1945: Darstellung der politischen Ereignisse, der gesellschaftlichen Lage und der Entstehung des Widerstands gegen die NS-Diktatur.
3. Widerstandsgruppe Weiße Rose: Detaillierte Analyse der Mitglieder, ihrer persönlichen Motivation und der konkreten Tätigkeit der Widerstandsgruppe.
4. Die Weiße-Rose-Prozesse und ihre Folgen: Untersuchung der Gerichtsverhandlungen vor dem Volksgerichtshof sowie der öffentlichen und privaten Reaktionen auf die Prozesse.
5. Nachlass der Weißen Rose im heutigen Deutschland: Überblick über die Institutionalisierung des Gedenkens, Gedenkfeiern, Online-Diskurse und den Geschwister-Scholl-Preis.
6. Zusammenfassung: Synthese der Forschungsergebnisse zur historischen Rolle und dem Erbe der Weißen Rose.
7. Resumé: Zusammenfassende Betrachtung der Arbeit im tschechischsprachigen Kontext.
Weiße Rose, Nationalsozialismus, Widerstand, Jugendopposition, Gerichtsverhandlung, Hans Scholl, Sophie Scholl, Kurt Huber, Volksgerichtshof, Flugblätter, NS-Diktatur, Widerstandsbewegung, Gedenken, Geschwister-Scholl-Preis, Politische Ethik
Die Arbeit analysiert die Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ im historischen Kontext des Dritten Reiches, von ihrer Entstehung bis hin zu ihrer juristischen Vernichtung und ihrem heutigen Gedenken.
Die Arbeit behandelt die politische Lage zwischen 1918 und 1945, die moralischen Beweggründe der studentischen Widerständler, die Rolle von Flugblättern und die spätere Rezeption der Gruppe in Deutschland.
Das Ziel ist es, die Widerstandsgruppe als Ganzes darzustellen und den Rezipienten einen tieferen Einblick in die Motive und das Schicksal der Beteiligten zu geben.
Die Autorin nutzt eine historisch-analytische Methode, basierend auf der Auswertung von Fachliteratur, Primärquellen wie Flugblättern und Briefen sowie zeitgenössischen Dokumenten und Internetrecherchen.
Der Hauptteil gliedert sich in die politische Ausgangslage, die detaillierte Vorstellung der Mitglieder und ihres Umfelds, die Flugblattaktionen sowie die anschließenden Prozesse vor dem Volksgerichtshof.
Wichtige Begriffe sind Weiße Rose, Widerstand, Nationalsozialismus, Flugblätter, Volksgerichtshof und politisches Gedenken.
Professor Kurt Huber fungierte als Mentor des Freundeskreises und leistete einen wesentlichen Beitrag zur inhaltlichen Formulierung der Flugblätter und zur ethischen Ausrichtung der Widerstandsziele.
Die Wahrnehmung wandelte sich von einer anfänglichen Stille hin zur Anerkennung der Mitglieder als bedeutende Symbole des Widerstands, wobei jedoch auch kontroverse Forschungsansätze existieren.
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