Masterarbeit, 2015
103 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Grundlagen zum Risiko der Berufsunfähigkeit
2.1 Das Risiko der Berufsunfähigkeit
2.1.1 Charakteristika der Berufsunfähigkeit
2.1.2 Inhaltliche Abgrenzung der Berufsunfähigkeit
2.1.3 Ursachen für Berufsunfähigkeit
2.2 Besonderheiten des Berufsunfähigkeitsrisikos für Studierende
3 Die Berufsunfähigkeitsversicherung als Deckungskonzept
3.1 Gesetzliche Deckung – Konzept und Grenzen
3.2 Notwendigkeit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung
3.3 Konstituierende Merkmale und Bestandteile der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung
3.4 Prozessmodell zur Aufnahme eines Neuvertrags
3.5 Besonderheiten von studentischen Berufsunfähigkeitsversicherungen
4 Empirischer Marktbefund
4.1 Arten von Berufsunfähigkeitsversicherungen
4.1.1 Berufsunfähigkeitsversicherung als selbstständiges Produkt
4.1.2 Berufsunfähigkeitsversicherung als Zusatz- und Kombinationsprodukt
4.2 Trends in der Produktentwicklung von Berufsunfähigkeitsversicherungen
4.3 Determinanten für die Preisbildung
4.4 Inhalte und Auswirkungen des Altersvorsorge-Verbesserungsgesetzes
4.5 Bewertung der Leistungsquoten
4.6 Alternativprodukte zur Berufsunfähigkeitsversicherung
5 Relevanz verhaltensökonomischer Erklärungsmuster
5.1 Grundlagen der Verhaltensökonomik
5.2 Ausgewählte verhaltensökonomische Erklärungsmuster und deren Übertragbarkeit auf das Kaufverhalten von Studierenden
5.2.1 Verfügbarkeitsheuristik
5.2.2 Repräsentativitätsheuristik
5.2.3 Verankerungs- und Anpassungsheuristik
6 Empirische Studie zur Abdeckung des Berufsunfähigkeitsrisikos unter Studierenden
6.1 Eignung von Studierenden als Untersuchungssubjekt
6.2 Eignung der Berufsunfähigkeit als Untersuchungsobjekt
6.3 Hypothesen zur Konstruktion einer Studie
6.4 Aufbau und Inhalte des Fragebogens
6.4.1 Status Quo der Absicherung des Berufsunfähigkeitsrisikos
6.4.2 Untersuchungskomponenten zu verhaltensökonomischen Erklärungsmustern
6.4.3 Relevante soziodemografische Komponenten
6.5 Rahmendaten zur Durchführung der Untersuchung
6.6 Ergebnisse der Befragung einer Studierendengruppe
6.6.1 Deskription der Stichprobenzusammensetzung
6.6.2 Bewertung von Absicherungsniveau und Kenntnisstand
6.6.3 Wirkungsevaluation verhaltensökonomischer Erklärungsmuster
6.7 Kritische Würdigung des Studienschwerpunkts
7 Ansätze zu einer optimalen Marktdurchdringung
7.1 Optimierungspotenziale im Versicherungsvertrieb
7.1.1 Status Quo und Best Practices
7.1.2 Ausbau des Engagements in Onlinevertriebswegen
7.1.3 Transparenzoffensive gegen Falschangaben
7.2 Optimierungspotenziale auf der Produktebene
7.2.1 Überführung in eine Pflichtversicherung
7.2.2 Leistungserweiterung um präventive Angebote
7.2.3 Konzeption eines modernen Berufsunfähigkeitsversicherungsvertrags
7.2.4 Vereinfachung der Berufsrisikogruppendifferenzierung
8 Fazit
Die Arbeit untersucht das Paradoxon zwischen dem existenziellen Risiko der Berufsunfähigkeit (BU) und der mangelhaften Absicherung dieser durch Studierende. Ziel ist es, mithilfe verhaltensökonomischer Erkenntnisse zu erklären, warum eine Vorsorgelücke besteht, und basierend darauf Optimierungsmöglichkeiten für den Vertrieb und die Produktgestaltung in der Versicherungswirtschaft aufzuzeigen.
2.1.1 Charakteristika der Berufsunfähigkeit
Für eine adäquate Einordnung in den versicherungswissenschaftlichen Kontext wird das Berufsunfähigkeitsrisiko dem biometrischen Risiko subsumiert, welches vor allem für die Personenversicherung von besonderer Bedeutung ist. Als besonderes Invaliditätsrisiko findet der Begriff der BU in der Lebensversicherung, Sozialversicherung und der privaten Krankenversicherung Anwendung, obgleich sich die jeweiligen Definitionen hinsichtlich abschließender theoretischer Darstellung und praktischer Tauglichkeit stark unterscheiden.
Als gemeinsame Grundlage ist die Legaldefinition im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) anzusehen. Im Rahmen der vorliegenden Abhandlung wird jedoch auf den allgemeinen Berufsunfähigkeitsbegriff der privaten Lebensversicherung abgestellt. Demnach liegt BU „vor, wenn die versicherte Person infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich sechs Monate ununterbrochen außerstande ist, ihren Beruf oder eine andere Tätigkeit auszuüben, die aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden kann und ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht.“ Als kritischer Schwellenwert hat sich in der Praxis ein BU-Grad von 50 Prozent etabliert. Neben dem Leistungskriterium unterliegen weiterhin die bisherige bzw. voraussichtliche Dauer der BU sowie die Verweisung auf andere auszuübende Tätigkeiten der individuellen Ausgestaltung durch die Versicherer, wodurch sowohl die Formulierung des VVG als dispositives Recht als auch die Vielfalt der möglichen Definitionen deutlich wird.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert das Paradoxon zwischen der hohen Relevanz des BU-Risikos und der geringen Absicherung unter Studierenden sowie die Forschungsfrage der Arbeit.
2 Grundlagen zum Risiko der Berufsunfähigkeit: Dieses Kapitel erläutert die Definition und Charakteristika der Berufsunfähigkeit sowie die spezifische Risikosituation von Studierenden.
3 Die Berufsunfähigkeitsversicherung als Deckungskonzept: Es wird die Rolle der gesetzlichen Deckung, die Notwendigkeit privater Versicherungen und die konstituierenden Merkmale der BUV dargelegt.
4 Empirischer Marktbefund: Dieses Kapitel analysiert den aktuellen Versicherungsmarkt, Trends, Preisbildungsfaktoren und bestehende Alternativprodukte.
5 Relevanz verhaltensökonomischer Erklärungsmuster: Es werden die theoretischen Grundlagen der Verhaltensökonomik und zentrale Urteilsheuristiken auf das Kaufverhalten von Studierenden übertragen.
6 Empirische Studie zur Abdeckung des Berufsunfähigkeitsrisikos unter Studierenden: Hier werden Aufbau, Hypothesen und Ergebnisse der durchgeführten Befragung einer Studierendengruppe ausführlich dargestellt und evaluiert.
7 Ansätze zu einer optimalen Marktdurchdringung: Das Kapitel diskutiert Strategien zur Verbesserung der Marktdurchdringung, insbesondere im Vertrieb und durch Produktinnovationen.
8 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt ein Leitkonzept für Studierende bei der Auswahl eines adäquaten BU-Schutzkonzepts.
Berufsunfähigkeitsversicherung, Studierende, Verhaltensökonomik, Marktdurchdringung, Risikowahrnehmung, Vorsorgelücke, Heuristiken, Versicherungsvertrieb, BU-Risiko, Produktentwicklung, Lebensversicherung, Erwerbsminderung, Verfügbarkeitsheuristik, Repräsentativitätsheuristik, Verankerungsheuristik.
Die Arbeit analysiert die Diskrepanz zwischen dem hohen finanziellen Risiko der Berufsunfähigkeit und der unzureichenden Absicherung dieses Risikos durch Studierende in Deutschland.
Die Themen umfassen die rechtlichen und versicherungstechnischen Grundlagen der Berufsunfähigkeitsversicherung, die Marktsituation für diese Produkte sowie verhaltensökonomische Erklärungsansätze für das Absicherungsverhalten.
Ziel ist die Untersuchung, ob Erkenntnisse der Verhaltensökonomik die mangelhafte Absicherung von Studierenden erklären können, um daraus Ansätze zur Verbesserung der Marktdurchdringung abzuleiten.
Es wird eine empirische Untersuchung in Form eines standardisierten Fragebogens unter einer Gruppe von Studierenden durchgeführt, um Hypothesen zu Risikoeinschätzung und Absicherungsverhalten zu prüfen.
Der Hauptteil befasst sich mit den Grundlagen zum BU-Risiko, einer Bestandsaufnahme des Versicherungsmarktes, der theoretischen Anwendung verhaltensökonomischer Heuristiken sowie der Auswertung der empirischen Studie.
Zentrale Begriffe sind Berufsunfähigkeitsversicherung, Verhaltensökonomik, Marktdurchdringung, Studierende, Risikowahrnehmung und Vorsorgelücke.
Sie dienen als Erklärungsmodell für das beobachtete Entscheidungsverhalten der Studierenden und zeigen auf, wie psychologische Verzerrungen (z.B. Verfügbarkeitseffekte) die Risikoeinschätzung und Abschlussbereitschaft beeinflussen.
Studierende bilden eine attraktive Zielgruppe aufgrund ihrer künftigen Lohnentwicklung, sind jedoch statistisch schlecht abgesichert und zeigen ein paradoxes Risikoverhalten, was sie für verhaltensökonomische Analysen besonders relevant macht.
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