Masterarbeit, 2015
73 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. „Hot, Cool & Vicious“ – Die künstlerische Selbstrepräsentation von weiblichen Rappern im Genre Hip Hop
2.1. Theoretisch-historischer Kontext
a) Die Wellen der Frauenrechtsbewegung
b) Hip Hop-Feminismus
c) Hip Hop als performative Kultur
2.2. 1980er Jahre: Rap-Pionierinnen und ihre frühen Videoclips
2.3. 1990er Jahre: Wachsende Emanzipation und Diversität
2.4. 2000er Jahre: Hip Hop im Mainstream und Rückgang des weiblichen Raps
3. Schlussbetrachtungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die künstlerische Selbstrepräsentation afroamerikanischer Rapperinnen und analysiert, wie diese durch sprachliche und visuelle Inszenierungen in Songtexten und Musikvideos ihre Identität konstruieren und sich innerhalb eines männlich dominierten Genres positionieren.
2.1. Theoretisch-historischer Kontext
„Hot, Cool & Vicious“ – genauso wie Salt-N-Pepa ihr Debütalbum aus dem Jahr 1986 betitelten, könnten die verschiedenen Arten von künstlerischer Selbstrepräsentation von weiblichen Rappern im Genre Hip Hop zusammengefasst werden. Um sich dem Thema dieser Arbeit zu nähern ist es zunächst unabdingbar, den theoretischen, kulturhistorischen Rahmen zu erörtern. Dazu wird zunächst schwerpunktmäßig auf die dritte Welle der Frauenrechtsbewegung eingegangen, die allerdings nur in Beziehung zu den beiden vorangegangenen Wellen verstanden werden kann. Denn als ethnische Minderheit sahen sich Afroamerikanerinnen nur unzureichend von den Zielen der Frauenbewegungen repräsentiert. Mit diesem Wissen schließt sich im nächsten Unterpunkt die Theorie des Hip Hop-Feminismus an die Morgan an, die Kulturkritikerin Ende der 1990er Jahre aufstellte und als Gegenströmung zur dritten Welle der Frauenrechtsbewegung betrachtet werden kann und somit den Frauen der Hip Hop-Generation eine Identifikationshilfe bot. Schließlich erörtert das letzte Unterkapitel das Genre Hip Hop als performative Kultur: Schlüsselbegriffe wie Inszenierung, „Realness“, Authentizität, das Bildmedium als zentrale Vermittlungsinstanz, Konstruktion von Identitäten und die Performanz-Strategie des „excess flesh“ werden definiert und in den Hip Hop-Kontext eingebettet.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage nach der künstlerischen Selbstrepräsentation weiblicher Rapper und deren Umgang mit Rollenbildern im männlich dominierten Hip Hop-Genre vor.
2. „Hot, Cool & Vicious“ – Die künstlerische Selbstrepräsentation von weiblichen Rappern im Genre Hip Hop: Dieses Kapitel bildet den analytischen Hauptteil, der historisch gegliedert die Entwicklung von den Pionierinnen der 80er bis hin zu den Entwicklungen der 2000er Jahre untersucht.
3. Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und resümiert, dass Rapperinnen zwar neue Freiräume schufen, sich jedoch weiterhin in einem spannungsreichen Verhältnis zwischen Selbstbestimmung und den Konventionen des Musikmarktes befanden.
Hip Hop, Feminismus, Hip Hop-Feminismus, Selbstrepräsentation, Musikvideo, Songtexte, Authentizität, Inszenierung, Afroamerikanerinnen, Gender, Identität, Performanz, Geschlechterrollen, Mainstream, Popkultur
Die Arbeit analysiert die künstlerische Identitätskonstruktion und Selbstrepräsentation von afroamerikanischen Rapperinnen im Hip Hop über einen Zeitraum von drei Jahrzehnten.
Im Zentrum stehen das Verhältnis von Hip Hop zur Frauenrechtsbewegung, die Bedeutung der audiovisuellen Inszenierung in Musikvideos sowie der kritische Umgang mit Geschlechterstereotypen.
Ziel ist es zu ergründen, wie Rapperinnen durch Songtexte und visuelle Gestaltung eigene feministische oder „pro-woman“-Positionen entwickeln und sich vom männlich dominierten „Gaze“ distanzieren.
Es wird eine diskursanalytische Betrachtung von Primärquellen (Songtexte und Musikvideos) im kulturhistorischen und theoretischen Kontext der Hip Hop-Studien durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich chronologisch in die Dekaden der 1980er, 1990er und 2000er Jahre und analysiert spezifische Künstlerinnen wie Roxanne Shanté, MC Lyte, Queen Latifah, Salt-N-Pepa, Lil’ Kim, Lauryn Hill und Missy Elliott.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Hip Hop-Feminismus, performative Identität, Authentizität, visuelle Inszenierung und Geschlechterkonstruktion charakterisiert.
Das Musikvideo diente als zentrale Plattform für die visuelle Selbstbehauptung, erlaubte aber auch eine hypersexualisierte Inszenierung, die von den Künstlerinnen teils subversiv zur Machtaneignung genutzt wurde.
Missy Elliott dekonstruiert traditionelle Weiblichkeitsbilder durch einen experimentellen Stil, der Natur und Technologie verschmilzt und sie als Produzentin und Künstlerin in eine Machtposition rückt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

