Bachelorarbeit, 2013
43 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Soziale Beziehungen und Soziales Netzwerk
2.1 Formale und persönliche Beziehungsformen
2.2 Eine Unterkategorie der sozialen Beziehung: Freundschaft
2.3 Symbolischer Interaktionismus und Medienkommunikation
3 Soziale Beziehungen auf facebook
3.1 facebook vor dem Hintergrund des Web 2.0
3.2 Kommunikations- und Interaktionsfunktionen
3.3 Auswirkungen auf soziale Beziehungen
3.3.1 Der Freundschaftsbegriff und die bedeutungslosen Kontakte
3.3.2 Mediatisierte realweltliche Beziehungen
3.3.3 Fremde und virtuelle Kontakte
3.4 Sozialkapital
3.5 Generelle Wandlungstendenzen in Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen
4 Fazit
Die Arbeit untersucht, wie das soziale Online-Netzwerk facebook die Struktur, den Aufbau und die Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen beeinflusst und ob es eine Bereicherung oder eine Hemmnis für soziale Kontakte darstellt.
3.1 facebook vor dem Hintergrund des Web 2.0
facebook ist derzeit mit mehr als 1,1 Milliarden Mitgliedern das größte und erfolgreichste soziale Online-Netzwerk der Welt. Dabei muss facebook von den bereits beschriebenen realen Netzwerken abgegrenzt werden, die für ihre Existenz keine Technik benötigen. Die Plattform stellt lediglich die technischen Möglichkeiten bereit, soziale Netzwerke abzubilden. Es wird als sogenanntes Freundschaftsnetzwerk bezeichnet und kann somit von anderen Netzwerken unterschieden werden, die sich an spezielle ethnische, professionelle oder andere Zielgruppen wenden. Die SNS (Social Network Sites) sind im Zuge des Social Web entstanden und zeigen am deutlichsten die soziale Komponente, welche das Internet seit einigen Jahren bestimmt. Die spürbaren Veränderungen im Nutzungs- und Handhabungsverhalten werden häufig mit dem Begriff Web 2.0 verbunden, welcher fälschlicherweise oft mit einer neuen Form des Internets assoziiert wird. Dabei handelt es sich eher um eine veränderte Nutzungsform, die durch technologische Entwicklungen möglich gemacht wurde. Neben den SNS sind es Blogs, Nachschlagewerke, Foren, Chats und andere Social Web-Angebote, die dem Nutzer bestimmte soziale Leistungen bieten. Online-Netzwerke wie facebook vereinen alle sozialen Leistungen, weshalb sie auch zu den beliebtesten Anwendungen des Social Web zählen. Dazu gehören das Identitätsmanagement, welches sich auf das Veröffentlichen persönlicher Informationen bezieht, das Beziehungsmanagement, das die Pflege bestehender oder den Aufbau neuer Kontakte bezeichnet, und schließlich das Informationsmanagement, womit das Rezipieren von verschiedenen Informationen gemeint ist.
1 Einleitung: Hinführung zum Thema und Darlegung der zentralen Fragestellung bezüglich der Beeinflussung sozialer Beziehungen durch facebook.
2 Soziale Beziehungen und Soziales Netzwerk: Theoretische Grundlegung der Begriffe soziale Beziehung, Freundschaft und Symbolischer Interaktionismus.
3 Soziale Beziehungen auf facebook: Analyse der technischen Rahmenbedingungen und der konkreten Auswirkungen auf unterschiedliche Arten menschlicher Bindungen und das Sozialkapital.
4 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfragen und Bewertung der Wechselwirkung zwischen facebook-Nutzung und Beziehungsgestaltung.
Soziale Netzwerke, facebook, Soziale Beziehungen, Freundschaft, Web 2.0, Kommunikation, Sozialkapital, Strong Ties, Weak Ties, Mediatisierung, Symbolischer Interaktionismus, Selbstdarstellung, Digitale Interaktion, Impression Management, Online-Beziehungen
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von sozialen Online-Netzwerken, insbesondere am Beispiel von facebook, für die Qualität und Gestaltung menschlicher Beziehungen.
Die Arbeit beleuchtet Kommunikation, Beziehungsmanagement, Freundschaftsdefinitionen, die Rolle des Sozialkapitals und die mediale Beeinflussung des sozialen Verhaltens.
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie Kommunikation über facebook soziale Beziehungen beeinflusst und ob das Netzwerk eine Bereicherung oder eine hemmende Kraft für die Beziehungspflege darstellt.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die aktuelle soziologische Publikationen und Studien zum Thema soziale Netzwerke sichtet und synthetisiert.
Der Hauptteil analysiert facebook vor dem Hintergrund des Web 2.0, erläutert Interaktionsfunktionen und untersucht die Auswirkungen auf verschiedene Beziehungsformen sowie den Nutzen für das Sozialkapital.
Zentrale Begriffe sind Strong und Weak Ties, Sozialkapital, Symbolischer Interaktionismus, Mediatisierung und Impression Management.
Die Arbeit stellt fest, dass der Freundschaftsbegriff zwar auf facebook durch die Verallgemeinerung (jeder Kontakt als 'Freund') verwässert wirkt, das traditionelle Verständnis von enger Freundschaft sich jedoch nicht grundlegend geändert hat.
Der Zeitfaktor ist zentral; facebook bietet eine unkomplizierte Möglichkeit zur Pflege lockerer Kontakte (Weak Ties), wenn keine Zeit für persönliche Treffen oder längere Telefonate vorhanden ist.
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