Masterarbeit, 2014
165 Seiten, Note: 1
1. Einleitung (Autor: R. Frager, MAS, C. Aichinger, MAS)
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Kennzeichen des Change Management (Autor: R. Frager, MAS)
2.1 Definition von Change Management
2.2 Ziele des Change Managements
2.3 Wissenschaftliche Entwicklung des Change Managements
2.4 Gründe für ein Change Management
2.4.1 Unternehmensexterne Gründe
2.4.1.1 Soziale Umwelt
2.4.1.2 Gesamtwirtschaftliche Umwelt
2.4.1.3 Politische Umwelt
2.4.1.4 Technologische Umwelt
2.4.1.5 Ökologische Umwelt
2.4.1.6 Institutionelle Umwelt
2.4.2 Unternehmensinterne Gründe
2.4.3 Empirische Gründe und Ziele für ein Change Management
2.5 Arten und Ansatzpunkte des Change Managements
2.5.1 Veränderung der Unternehmensstruktur
2.5.2 Veränderung der Unternehmenskultur
2.5.3 Veränderung der Individuen bzw. des Mitarbeiterverhaltens
2.6 Ursachen für das Scheitern von Change – Management – Projekten
2.7 Dauer von Change-Projekten
3. Der Change Agent (Autor: C. Aichinger, MAS)
3.1 Definition von Change Agent
3.2 Interner Change Agent
3.2.1 Rolle und Aufgaben des internen Change Agents
3.2.2 Stärken und Chancen des internen Change Agents
3.2.3 Schwächen und Risiken des internen Change Agents
3.2.4 Ausübung der Change-Agent-Funktion durch spezifische betriebliche Funktionsträger
3.2.4.1 Führungskräfte als Change Agents bzw. Change Leaders
3.2.4.2 Controller als Change Agents
3.2.4.3 Die Interne Revision als Change Agent
3.2.4.4 Human-Ressource-Mitarbeiter als Change Agents
3.2.5 Weiterbildungsmöglichkeit für interne Change Agents
3.3 Externer Change Agent
3.3.1 Rolle und Aufgaben des externen Change Agents
3.3.2 Stärken und Chancen des externen Change Agents
3.3.3 Schwächen und Risiken des externen Change Agents
3.4 Kooperation von internen und externen Change Agents
3.5 Machtbasis von Change Agents
4. Stakeholder des Change Agents (Autor: R. Frager, MAS)
4.1 Führungskräfte
4.1.1 Unternehmensleitung
4.1.2 Mittleres Management
4.2 Sponsoren
4.3 Beteiligte Mitarbeiter
4.4 Experten
5. Erforderliche Fähigkeiten des Change Agents (Autor: C. Aichinger, MAS)
5.1 Grundstruktur fachliche und branchenbezogene Fähigkeiten
5.1.1 Allgemeine Kompetenzen
5.1.2 Kompetenzen im Hinblick auf den Instrumenteneinsatz
5.1.2.1 Informationsinstrumente
5.1.2.2 Motivationsinstrumente
5.1.2.3 Diagnoseinstrumente
5.1.2.4 Qualifizierungsinstrumente
5.1.2.5 Projektorganisationsinstrumente
5.1.2.6 Controlling-Instrumente
5.2 Grundstruktur psychologische, soziale und kommunikative Fähigkeiten
6. Aufgaben des Change Agent in den verschiedenen Phasen des Change Managements (Autor: R. Frager, MAS)
6.1 Aufgaben des Change Agents in der Unfreezing-Phase
6.1.1 Generelle Bedeutung und Gestaltung der Unfreezing-Phase
6.1.2 Identifizierung der Akteure
6.1.3 Kommunikationsaufgaben
6.1.4 Zielgruppenorientierte Kommunikation
6.1.5 Kick-Off-Veranstaltung
6.1.6 Lernprozesse der Mitarbeiter
6.2 Aufgaben des Change Agents in der Moving-Phase
6.2.1 Generelle Bedeutung und Gestaltung der Moving-Phase
6.2.2 Kommunikationsaufgaben
6.2.3 Lernprozesse bei den Mitarbeitern
6.3 Aufgaben des Change Agents in der Refreezing-Phase
6.3.1 Generelle Bedeutung und Gestaltung der Refreezing-Phase
6.3.2 Kommunikationsaufgaben
7. Funktion des Change Agents bei Widerständen (Autor: C. Aichinger, MAS)
7.1 Definition und Folgen von Widerständen in Change-Projekten
7.2 Ursachen für Widerstände und Barrieren
7.2.1 Kognitive Widerstände
7.2.2 Politische Widerstände
7.2.3 Emotionaler Widerstand
7.2.4 Fähigkeits-, Willens- und Risikobarrieren
7.2.5 Empirische Untersuchung zum Mitarbeiterwiderstand bei Change-Projekten
7.3 Ausdrucksformen des Widerstands
7.3.1 Direkter vs. indirekter Widerstand
7.3.2 Offener vs. verdeckter Widerstand
7.3.3 Aktiver vs. passiver Widerstand
7.3.4 Typologie der Mitarbeiter
7.3.4.1 Haltung der Mitarbeiter gegenüber dem Change-Projekt
7.3.4.2 Verhaltenstypen in Bezug auf Change-Projekte
7.4 Handhabung und Lösung des Widerstands durch den Change Agent
7.4.1 Angemessene Einordnung des Widerstands
7.4.2 Unterstützung des Change Agents durch das Top Management
7.4.3 Erfassung des Widerstands
7.4.4 Konkrete Maßnahmen zur Widerstandsbekämpfung
7.4.4.1 Bekämpfung des Widerstands infolge von Informations- und Kommunikationsdefiziten
7.4.4.2 Bekämpfung des emotionalen Widerstands
7.4.4.3 Bekämpfung des Widerstands infolge unzureichender Einbindung der Mitarbeiter
7.4.4.4 Bekämpfung des Widerstands infolge von politischem Widerstand / Machtkämpfen
7.4.4.5 Bekämpfung des Widerstands mittels Mediation
8. Ausblick über die zukünftige Bedeutung des Change Managements und des Change Agents (Autor: R. Frager, MAS)
8.1 Weiterentwicklung des Change Managements
8.1.1 Zukünftige Wichtigkeit von Change Management
8.1.2 Trend zu proaktivem und dauerhaftem Change Management
8.1.3 Verstärkte Zusammenarbeit mit anderen Organisationen/Institutionen
8.2 Zukünftige Relevanz und Einsatzmöglichkeiten des Change Agents in Unternehmen
8.2.1 Breiterer Instrumenteneinsatz durch den Change Agent
8.2.2 Umsetzung eines interkulturellen Change Managements durch den Change Agent
8.2.3 Ausrichtung der Change Agents auf ein ganzheitliches Change Management
8.2.4 Förderung des Wissensmanagements durch den Change Agent
9. Resümee (Autor: R. Frager, MAS C. Aichinger, MAS)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Rolle, Funktionen und Aufgaben des "Change Agents" in Change-Management-Prozessen. Dabei wird analysiert, wie diese Akteure – ob intern oder extern – Veränderungsprozesse steuern, welche Instrumente sie nutzen und wie sie mit Stakeholdern sowie Widerständen in Unternehmen umgehen.
3.1 Definition von Change Agent
Der Begriff des Change Agents lässt sich als Veränderungsbeauftragter übersetzen. Dementsprechend leitet der Change Agent – im Rahmen des Change Managements – die Veränderungsprozesse. Wie im weiteren Verlauf näher ausgeführt wird, kann der Change Agent Teil des Unternehmens (interner Change Agent) oder eine außenstehende Person (externer Change Agent) sein. Change Agents nehmen eine Steuerungs- und Beratungsfunktion, jedoch keine klassische Leitungsfunktion ein. So geben sie Anregungen für Veränderungen, üben aber keine Führung im hierarchischen Sinn aus. Ein Change Agent gibt „keine Prozesse und Maßnahmen zur Veränderung vor, sondern er unterstützt die Einrichtungen dabei, Ziele zu identifizieren und Veränderungsstrategien zu erarbeiten“. Gleichsam ist er für das Zustandekommen der Veränderung verantwortlich, wobei übergeordnete Stellen die Kontrolle über die Initiative haben. Idealerweise hat der Change Agent ein tiefes Verständnis über die geplanten Veränderungen und ist sich über die Auswirkungen des Change - Projektes, sowohl für das Unternehmen an sich, als auch für die Mitarbeiter, im Klaren.
Obwohl die Change Agents eigentlich nicht zur Zielgruppe des Change Managements gehören, sind sie teilweise selbst von den betrieblichen Veränderungsmaßnahmen betroffen. Change Agents entstammen oftmals den Bereichen „Organisationsentwicklung“ und „Human Ressource“, teilweise aber auch dem Marketing-, Produktions- oder Customer - Service - Bereich.
Bokler (2004) definiert den Change Agent als einen „Katalysator, Moderator, Konfliktmanager und Prozessberater in einem partizipativ angelegten Prozess der Unternehmensentwicklung“. Insofern erstreckt sich sein Aufgabengebiet auf die Individual-, Gruppen- und Gesamtorganisationsebene.
1. Einleitung (Autor: R. Frager, MAS, C. Aichinger, MAS): Dieses Kapitel stellt die Relevanz des Change Agents für moderne Unternehmen dar, definiert die Problemstellung und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit.
2. Kennzeichen des Change Management (Autor: R. Frager, MAS): Hier werden die theoretischen Grundlagen des Change Managements, externe und interne Einflussfaktoren sowie Ziele und Gründe für organisatorische Veränderungen beleuchtet.
3. Der Change Agent (Autor: C. Aichinger, MAS): Dieses Kapitel widmet sich der Definition des Change Agents, vergleicht interne und externe Rollen und untersucht die Machtbasis dieser Akteure.
4. Stakeholder des Change Agents (Autor: R. Frager, MAS): Eine Analyse der relevanten Bezugsgruppen wie Führungskräfte, Sponsoren und Mitarbeiter, mit denen der Change Agent im Veränderungsprozess interagiert.
5. Erforderliche Fähigkeiten des Change Agents (Autor: C. Aichinger, MAS): Untersuchung der fachlichen, sozialen und psychologischen Kompetenzen, die für die Anwendung verschiedener Change-Instrumente erforderlich sind.
6. Aufgaben des Change Agent in den verschiedenen Phasen des Change Managements (Autor: R. Frager, MAS): Detaillierte Darstellung der Aufgaben in den Phasen Unfreezing, Moving und Refreezing mit Fokus auf Kommunikationsaspekte.
7. Funktion des Change Agents bei Widerständen (Autor: C. Aichinger, MAS): Eine tiefgehende Analyse von Ursachen, Ausdrucksformen und Bewältigungsstrategien für Mitarbeiterwiderstände in Veränderungsprojekten.
8. Ausblick über die zukünftige Bedeutung des Change Managements und des Change Agents (Autor: R. Frager, MAS): Ein Ausblick auf die zukünftige Relevanz von proaktivem Change Management, Wissensmanagement und interkulturellen Anforderungen.
9. Resümee (Autor: R. Frager, MAS C. Aichinger, MAS): Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse hinsichtlich der Rolle, Fähigkeiten und Herausforderungen des Change Agents.
Change Management, Change Agent, Change Leader, Organisationsentwicklung, Unternehmenswandel, Unternehmenskultur, Stakeholder-Analyse, Widerstandsmanagement, Widerstand, Veränderungsprozess, Instrumente, Kompetenzen, Mediation, Wissensmanagement, Interkulturelles Change Management
Die Arbeit untersucht die zentrale Rolle des "Change Agents" in modernen Unternehmen. Sie analysiert, wer diese Person ist, welche Aufgaben sie bei Veränderungsprozessen übernimmt und welche Kompetenzen für diesen Einsatz notwendig sind.
Die Arbeit gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Change Managements, die Charakterisierung interner und externer Change Agents, das Stakeholder-Management, die notwendigen Fähigkeiten und Methoden sowie den professionellen Umgang mit Widerständen.
Ziel der Arbeit ist es, die Bedeutung des Change Agents in der heutigen Zeit herauszustellen und aufzuzeigen, wie diese Funktion erfolgreich wahrgenommen werden kann, um Veränderungsinitiativen effizient umzusetzen.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine fundierte Literaturrecherche und die Analyse zahlreicher existierender Studien (z.B. zur Dauer von Projekten oder Erfolgsfaktoren) sowie auf theoretische Modelle wie das 3-Phasen-Modell von Kurt Lewin.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Definition und Rolle des Change Agents, den psychologischen und sozialen Anforderungen an diese Person sowie der Analyse, wie Widerstände – kognitiv, politisch oder emotional – identifiziert und gelöst werden können.
Die Arbeit zeichnet sich durch einen stark praxisorientierten Ansatz aus. Sie verbindet theoretische Konzepte (z.B. Instrumente wie Resistance Radar oder World Café) direkt mit den operativen Herausforderungen der Veränderungsarbeit.
Die Arbeit stellt dar, dass beide Typen spezifische Vor- und Nachteile bieten: Interne Akteure verfügen über spezifisches Unternehmenskultur-Wissen, während externe Berater oft neutraler und unvoreingenommener agieren.
Der Change Agent muss Widerstand nicht als Störfaktor, sondern als Chance betrachten. Die Arbeit empfiehlt hierzu Methoden wie die Mediation, proaktive Kommunikation und die gezielte Analyse von Widerstandsquellen mittels Instrumenten wie der Kraftfeldanalyse.
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