Masterarbeit, 2014
105 Seiten, Note: 1,8
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 ZIELSETZUNG
1.3 VORGEHENSWEISE
2 THEORETISCHE UND KONZEPTIONELLE ÜBERLEGUNGEN ZU NACHHALTIGKEIT UND CSR
2.1 URSPRUNG UND ENTWICKLUNG DES BEGRIFFES NACHHALTIGKEIT
2.1.1 Definition nachhaltiger Entwicklung
2.1.2 Drei Säulen Modell der Nachhaltigkeit
2.2 NACHHALTIGKEIT UND WIRTSCHAFTLICHES WACHSTUM
2.2.1 Ökologische Grenzen des Wachstums
2.2.2 Soziale Grenzen des Wachstums
2.2.3 Ökonomische Grenzen des Wachstums
2.2.4 Integrationsherausforderungen von Gegenmaßnahmen
2.3 CSR ALS BEITRAG NACHHALTIGER UNTERNEHMENSFÜHRUNG
2.3.1 Historischer Hintergrund von CSR
2.3.2 Einordnung und Begriffsbestimmung
2.3.3 Ausgestaltung von CSR im Unternehmen
2.3.4 Grundsätze der CSR Berichterstattung
2.3.4.1 Historische Entwicklung
2.3.4.2 Anspruchsgruppen
2.3.4.3 Standardisierung der CSR Berichterstattung
2.3.4.3.1. UN Global Compact
2.3.4.3.2. Global Reporting Initiative
2.3.4.3.3. ISO 26000
2.4 KRITISCHE BETRACHTUNG DER UMSETZUNG VON CSR
3 GEMEINWOHL–ÖKONOMIE
3.1 HISTORISCHER HINTERGRUND
3.2 KERN UND VISION
3.3 WANDEL DER ERFOLGSMESSUNG
3.4 DIE GEMEINWOHL-BILANZ
3.4.1 Aufbau der Gemeinwohl-Bilanz
3.4.2 Bewertung der Bilanz
3.4.3 Anreizsysteme zur Etablierung der Gemeinwohl-Bilanz
3.4.4 Partizipation von Unternehmen
3.5 UMSETZUNGSSTRATEGIE
3.6 KRITISCHE BETRACHTUNG DER GEMEINWOHL-ÖKONOMIE
4 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
4.1 FORSCHUNGSZIEL UND FRAGESTELLUNG
4.2 EXPERTENINTERVIEWS ALS METHODE DER EMPIRISCHEN SOZIALWISSENSCHAFTEN
4.3 DURCHFÜHRUNG UND AUSWERTUNG
4.4 AUSWAHL DER EXPERTINNEN
4.5 FALLBEZOGENDE ANALYSEN
4.5.1 Fallstudie Sonnendruck GmbH
4.5.2 Fallstudie Märkisches Landbrot GmbH
4.5.3 Fallstudie Business School Lausanne (BSL)
4.5.4 Fallstudie Sparda Bank München eG
4.6 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE
5 SCHLUSSFOLGERUNG UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN
5.1 ZUKÜNFTIGE RELEVANZ GESELLSCHAFTLICHER VERANTWORTUNG
5.2 BEWERTUNG DER GWÖ-BILANZ ALS UNIVERSELLER CSR BERICHT
5.3 POTENTIAL UND NUTZENABSCHÄTZUNG
5.3.1 Innenwirkung der Gemeinwohl-Bilanz
5.3.1 Außenwirkung der Gemeinwohl-Bilanz
5.4 UMSETZUNG DER GEMEINWOHL- BILANZ
5.4.1 GWÖ-Projektplan
5.4.2 GWÖ-Projektphasen
6 FAZIT UND AUSBLICK
Die Arbeit untersucht das Konzept der Corporate Social Responsibility (CSR) und dessen Umsetzung in Unternehmen, wobei die Gemeinwohl-Ökonomie als alternative Lösung zur ganzheitlichen Messung von unternehmerischer Verantwortung vorgestellt wird. Zentral ist die kritische Analyse, inwieweit bestehende CSR-Berichtsstandards tatsächlich nachhaltiges Handeln fördern oder lediglich der Imagesteigerung dienen, sowie die empirische Untersuchung von Schwierigkeiten bei der Implementierung der Gemeinwohl-Bilanz.
2.3.2 Einordnung und Begriffsbestimmung
Bislang gibt es keine klare und allgemein anerkannte, eingrenzende Definition zu CSR. Gründe liegen zum Teil in den sehr unterschiedlichen Darstellungen in Praxis und Wissenschaft (vgl. Loew/ Rohde, 2013, S.5).
Um die Vielfalt und die Entwicklung der CSR Definitionen darzustellen, soll an dieser Stelle die Analyse von Dahlsrud herangezogen werden. Dieser ermittelte 37 verschiedene CSR Definitionen, die jeweils unterschiedlich gewichtet waren und verschiedenen Ansatzpunkten folgten. Diese klassifizierte er in fünf verschiedene Dimensionen:
• Die Umwelt Dimension, bezogen auf die natürliche Umwelt.
• Die soziale Dimension, die das Verhältnis zwischen Wirtschaft und Gesellschaft beschreibt.
• Die ökonomische Dimension, die sozioökonomischen und finanziellen Aspekte als wesentlichen Bestandteil betrachtet.
• Die Stakeholder Dimension, bei der das Gewicht auf der Interaktion mit Stakeholdern bzw. Stakeholdergruppen liegt.
• Die Dimension der Freiwilligkeit, bei welcher verantwortungsbewusstes Handeln über rechtlich verpflichtende Regulierungen hinausgeht und ethische Werte mit einbezieht (vgl. Dahlsrud, 2006, S. 1ff.).
1 EINLEITUNG: Das Kapitel führt in die Problematik ein, dass Unternehmen sich zu stark auf monetäre Ziele konzentrieren, und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie die methodische Vorgehensweise vor.
2 THEORETISCHE UND KONZEPTIONELLE ÜBERLEGUNGEN ZU NACHHALTIGKEIT UND CSR: Dieser Teil beleuchtet den historischen Ursprung von Nachhaltigkeit und CSR, erläutert verschiedene Standards der CSR-Berichterstattung und diskutiert kritisch deren Umsetzung.
3 GEMEINWOHL–ÖKONOMIE: Hier wird das Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie als Alternative eingeführt, wobei der Fokus auf dem Wandel der Erfolgsmessung und der detaillierten Beschreibung der Gemeinwohl-Bilanz liegt.
4 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG: Es wird die Methodik der Experteninterviews erläutert und anhand von Fallstudien (Sonnendruck GmbH, Märkisches Landbrot GmbH, BSL, Sparda Bank München eG) die praktische Umsetzung und Erfahrung mit der Gemeinwohl-Bilanz dargestellt.
5 SCHLUSSFOLGERUNG UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN: Das Kapitel fasst die Herausforderungen und Risiken für Unternehmen zusammen, bewertet die Gemeinwohl-Bilanz als Instrument und bietet einen Leitfaden sowie Handlungsempfehlungen für die praktische Umsetzung.
6 FAZIT UND AUSBLICK: Es werden die zentralen Ergebnisse resümiert und der zukünftige Stellenwert der Gemeinwohl-Ökonomie sowie weiterer Forschungsbedarf kritisch diskutiert.
Nachhaltigkeit, Corporate Social Responsibility, CSR, Gemeinwohl-Ökonomie, Gemeinwohl-Bilanz, Unternehmensverantwortung, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Stakeholder-Dialog, Erfolgsmessung, Wirtschaftsmodell, Nachhaltige Unternehmensführung, CSR-Instrumente, CSR-Kritik, Gemeinwohl-Matrix, Sozial-ökologische Verantwortung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der unternehmerischen Verantwortung und der Kritik am aktuellen Fokus auf reine Gewinnmaximierung, indem sie CSR-Konzepte und das alternative Modell der Gemeinwohl-Ökonomie gegenüberstellt.
Die Arbeit behandelt Nachhaltigkeit, das Drei-Säulen-Modell, CSR-Berichterstattung (UN Global Compact, GRI, ISO 26000), die Gemeinwohl-Ökonomie sowie Ansätze zur Messung ethischen Unternehmenshandelns.
Das Ziel ist die kritische Beleuchtung und der Vergleich der Gemeinwohl-Bilanz mit gängigen CSR-Berichtsstandards, um aufzuzeigen, inwieweit diese zur echten Nachhaltigkeit beitragen oder lediglich dem Image dienen.
Es wird eine qualitative Methode angewendet, basierend auf einer textbasierten Analyse und Experteninterviews mit Vertretern von Pionierunternehmen, die bereits Erfahrungen mit der Gemeinwohl-Bilanz gesammelt haben.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen zu Nachhaltigkeit und CSR, die detaillierte Einführung der Gemeinwohl-Ökonomie als Modell, eine empirische Analyse mittels Fallstudien und die Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für Unternehmen.
Wesentliche Begriffe sind Gemeinwohl-Bilanz, CSR, Nachhaltigkeit, unternehmerische Verantwortung, Stakeholder-Management und normative Unternehmensbewertung.
Die Autorin argumentiert, dass diese Instrumente oft nur freiwillige Leitlinien darstellen, keine wirkliche Prozessänderung erzwingen und aufgrund hoher Freiheitsgrade bei der Berichterstattung wenig vergleichbar und anfällig für Greenwashing sind.
Der Vorteil liegt in der Kombination aus normativer Bewertung, Messbarkeit und Vergleichbarkeit, die über die reine Berichterstattung hinausgeht und einen ganzheitlichen Organisationsentwicklungsprozess hin zu mehr Nachhaltigkeit anstößt.
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