Examensarbeit, 2004
34 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Intention und Aufbau der Examensarbeit
1.2 Skizzierung der Situation an der Königin-Juliana-Schule
2 Grundlegende Überlegungen zum Bedarf von regelmäßigen Schulgottesdiensten an einer Schule für Geistigbehinderte
2.1 Warum regelmäßige Schulgottesdienste?
2.2 Vereinbarkeit mit den Richtlinien des Landes NRW für die Schule für Geistigbehinderte
3 Konzeptionelle Überlegungen zu regelmäßigen Schulgottesdiensten an einer Schule für Geistigbehinderte
3.1 Elemente, Methoden und Inhalte der institutionalisierten Schulgottesdienste
3.2 Institutionalisierte Schulgottesdienste in ökumenischer Form?
3.3 Institutionalisierte Schulgottesdienste in der Schule oder in der Kirche?
3.4 Gemeinsame Schulgottesdienste für die ganze Schule oder nach Stufen getrennt?
3.5 Überlegungen zur Einbeziehung des Kollegiums in Planung und Durchführung der Schulgottesdienste
3.6 Überlegungen zur Beteiligung der Eltern an Planung und Durchführung der Schulgottesdienste
3.7 Zusammenarbeit mit den Pfarrgemeinden
3.8 Einbezogene Lehrerfunktionen
4 Evaluation und Ausblick
5 Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Einführung und dauerhafte Etablierung regelmäßiger Schulgottesdienste an der Königin-Juliana-Schule, einer Einrichtung für geistigbehinderte Menschen, konzeptionell zu fundieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie diese Gottesdienste strukturiert und in den Schulalltag integriert werden können, um den Schülern Sicherheit zu bieten, ihre religiöse Teilhabe zu fördern und eine Verankerung innerhalb der Kirchengemeinden zu ermöglichen.
3.1 Elemente, Methoden und Inhalte der institutionalisierten Schulgottesdienste
Für die Durchführung regelmäßiger Schulgottesdienste an einer Schule für Geistigbehinderte ist es wichtig, dass diese schülergerecht konzipiert sind und Elemente aufweisen, die für geistigbehinderte Schüler ansprechend sind. Vor allem sollen sie den Schülerinnen und Schülern Freude bereiten, auf sie zugeschnitten sein und sie für das Leben stärken. Es geht also darum, Schulgottesdienste zu veranstalten, die wiederkehrende Elemente aufweisen, mit denen sich die geistigbehinderten Schülerinnen und Schüler identifizieren können, die ihnen helfen, sich auszudrücken, und die sie zum Mitmachen auffordern. Institutionalisierte Schulgottesdienste, die einen wiederkehrenden Aufbau mit ähnlichen Elementen und ähnlichem Rahmen aufweisen, bieten für diese Schülergruppe zudem eine gewisse Sicherheit.
Ein ritualartiges Grundgerüst kann dabei zum Beispiel folgende Strukturen aufweisen: Eröffnung (mit einem Lied, einer Begrüßung oder einem Gebet), Hinführung (mit der Vorstellung des Themas, z.B. durch eine biblische Erzählung, eine Bildbetrachtung oder eine Symbolhandlung und mit einem Lied), Hauptteil (z.B. mit einer Kurzansprache oder einer Kurzpredigt mit Bezug auf die Hinführung und mit einer Möglichkeit für die Schülerinnen und Schüler, handelnd tätig zu werden und mit einem Lied), Fürbitten (mit Bezug auf das Thema), Vater Unser (z.B. als Lied), Segen und Verabschiedung, Schlusslied.
Wie aus der oben vorgeschlagenen Struktur ersichtlich wird, ist der Gesang ein wesentlicher Bestandteil einer lebendigen Feier des Schulgottesdienstes. Einem Schulgottesdienst z.B. ohne Gesang würde ein wesentliches erlebnismäßiges, aktivierendes, Gemeinschaft stiftendes Element fehlen. Singen und Musizieren spricht menschliche Tiefenschichten an, die für die Gestaltung des Glaubens bedeutsam sind. Darüber hinaus erleben die Schülerinnen und Schüler das gemeinschaftliche Singen als überzeugende Form eigener Aktivität und als Möglichkeit, den eigenen Empfindungen und Emotionen Ausdruck zu verleihen.
1 Einleitung: Dieses Kapitel begründet die Notwendigkeit der Arbeit und skizziert die Ausgangssituation an der Königin-Juliana-Schule bezüglich der religiösen Praxis.
2 Grundlegende Überlegungen zum Bedarf von regelmäßigen Schulgottesdiensten an einer Schule für Geistigbehinderte: Hier wird der Bedarf an regelmäßigen Gottesdiensten theoretisch hergeleitet und mit den geltenden Richtlinien für die Schule für Geistigbehinderte in NRW in Einklang gebracht.
3 Konzeptionelle Überlegungen zu regelmäßigen Schulgottesdiensten an einer Schule für Geistigbehinderte: Dieses Kapitel detailliert die praktische Gestaltung, die Wahl des Veranstaltungsortes, die Einbindung verschiedener Akteure sowie die zugehörigen Lehrerfunktionen.
4 Evaluation und Ausblick: Der Autor reflektiert hier die bisherigen praktischen Erfahrungen an der Schule und benennt notwendige nächste Schritte für eine nachhaltige Institutionalisierung.
5 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen Quellen und Richtlinien.
Schulgottesdienste, Geistigbehindertenpädagogik, Normalisierungsprinzip, Schulseelsorge, Religionsunterricht, Inklusion, Institutionalisierung, Gemeinschaftserlebnis, Glaubensvermittlung, Lehrerfunktionen, Partizipation, Symbolpädagogik, Kooperation, Pfarrgemeinde, Sonderpädagogik.
Die Arbeit befasst sich mit der Einführung und organisatorischen Institutionalisierung regelmäßiger Schulgottesdienste an einer Schule für geistigbehinderte Kinder und Jugendliche.
Die Arbeit deckt die pädagogische Begründung, methodische Gestaltung, Einbindung von Kollegium und Eltern sowie die Kooperation mit lokalen Kirchengemeinden ab.
Das Ziel ist es, eine feste Struktur für Schulgottesdienste zu entwickeln, die den besonderen Bedürfnissen geistigbehinderter Schüler gerecht wird und den Gottesdienst als festen Bestandteil des Schullebens verankert.
Es handelt sich um eine konzeptionelle Examensarbeit, die auf pädagogischer Theoriebildung, einer Analyse der schuleigenen Situation und der Auswertung geltender Richtlinien basiert.
Der Hauptteil widmet sich der methodischen Ausgestaltung (Elemente, Symbole), der Frage nach dem Veranstaltungsort und der Konfession, sowie den verschiedenen Rollen, die Lehrkräfte bei der Planung einnehmen.
Wesentliche Begriffe sind Institutionalisierung, Normalisierung, Schulseelsorge, Partizipation und die ganzheitliche religiöse Erziehung.
Der Autor argumentiert, dass ein ökumenischer Ansatz die Gemeinschaft aller christlichen Schüler stärkt, Ausgrenzungen vermeidet und der Vielfalt der konfessionellen Zugehörigkeiten bzw. der Konfessionslosigkeit an der Schule besser gerecht wird.
Es dient als Begründung dafür, dass behinderte Menschen einen Anspruch auf ein "normales" Leben haben, wozu auch der Rhythmus kirchlicher Feiertage und die Teilnahme am Gemeindeleben gehören.
Eltern sollen nicht nur als Gäste eingeladen werden, sondern können durch das Vortragen von Fürbitten oder das Berichten über die Schulzeit ihrer Kinder aktiv am Gottesdienst teilhaben.
Die Fachkonferenz soll als Gremium entscheiden, dass Gottesdienste stattfinden, und die Verantwortung für deren Planung koordinieren, um das Kollegium schrittweise zu beteiligen.
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