Masterarbeit, 2015
120 Seiten, Note: 1,7
1 Einführung – Problemstellung und Forschungsfrage
2 Aufbau der Arbeit
3 Theoretische Grundlagen und Forschungsstand
3.1 Bisheriger Erkenntnisse zur Migrationsforschung
3.1.1 Der Begriff der Migration
3.1.2 Die Migrationsdimensionen
3.1.3 Die Einordung des Forschungsschwerpunktes
3.2 Definition von Schlüsselbegriffen
3.3 Das Push-Pull Modell der Migration
3.4 Benchmarking – eine Möglichkeit zur Maßnahmenidentifizierung
3.4.1 Der Begriff des Benchmarking
3.4.2 Die Arten und Formen des Benchmarking
3.4.3 Der Benchmarking-Prozess
4 Die Migration in Europa beurteilt anhand ausgewählter Nationen
4.1 Der Zusammenhang zwischen geographischer Nähe und Migration
4.2 Abweichungen der Wanderungsbewegung durch historische Ursprünge
4.3 Beliebte Destinationen Europas
4.4 Die Attraktivität Deutschlands aus Sicht europäischer Migranten
4.5 Deutschland beurteilt mittels „Better Life Index“ der OECD
4.5.1 Die Darstellung der Faktoren, welche Migration begünstigen
4.5.2 Die Bewertungsmethode zur Bemessung der Lebensqualität der Nationen
4.5.3 Der Vergleich der Nationen Europas
5 Die Migration in deutsche Bundesländer beurteilt anhand ausgewählter Nationen
5.1 Die Bewertungsmethode zur Beurteilung der Lebensqualität deutscher Bundesländer
5.2 Die Lebensqualität deutscher Bundesländer
5.2.1 Der Vergleich der Bundesländer Deutschlands
5.2.2 Analyse der Pull-Faktoren ausgewählter Bundesländer
5.2.3 Maßnahmen abgeleitet anhand des Best-of-Class
6 Zusammenfassung
6.1 Überblick der gewonnenen Erkenntnisse
6.2 Ausblick und kritische Würdigung
Die vorliegende Masterarbeit analysiert das Migrationsverhalten europäischer Auswanderer, um durch die Anwendung eines Benchmarking-Ansatzes und des Push-Pull-Modells die Attraktivität Deutschlands sowie seiner Bundesländer empirisch zu bewerten und ein "Best-of-Class"-Modell zur Steigerung der regionalen Attraktivität zu identifizieren.
3.4 Benchmarking – eine Möglichkeit zur Maßnahmenidentifizierung
Das Benchmarking als Managementinstrument ist eine vergleichsweise junge Methode, um Verbesserungen bei Produkten, Dienstleistungen, Prozessen oder gesamten Unternehmen herbeizuführen. Der Gedanke, sich zu verbessern, indem man sich den Besten auf einem Gebiet zum Vorbild nimmt, lässt sich in der Geschichte oft wiederfinden. Das heutige Verständnis von Benchmarking als Managementwerkzeug und dessen Kernelemente lassen sich jedoch auf das Unternehmen Xerox zurückführen, welches für Druckertechnologien bekannt ist.
In den 1970er Jahren entstand auch für dieses Unternehmen Wettbewerbsdruck, welcher darauf zurückzuführen war, dass die japanische Konkurrenz ihre Produkte günstiger als Xerox verkaufen konnte. Der Konzern reagierte damit, dass die Konkurrenzprodukte hinsichtlich Herstellungskosten, Design und weiterer Elemente analysiert wurden, um im Fertigungsbereich wettbewerbsfähig zu bleiben. Wurde anschließend festgestellt, dass andere Hersteller effizienter oder kostengünstiger produzierten, ist das unternehmensinterne Ziel gesetzt worden, mindestens dieselbe Leistung zu erreichen. Durch die Erfolge, welche hierdurch erzielt werden konnten, beschloss das Management, das Benchmarking in allen Bereichen des Unternehmens durchzuführen. Hierdurch konnte der Konzern seine Leistungen in allen Unternehmensbereichen deutlich verbessern und einige bedeutende Qualitätspreise gewinnen. Dies blieb auch in anderen Branchen nicht unbemerkt und forderte zur Nachahmung des Benchmarking auf. So etablierte sich dieses Instrument als Managementwerkzeug.
Aufgrund der vielseitigen Anwendbarkeit des Benchmarking sind verschiedene Modelle entwickelt worden, um diese Methodik für die jeweilige Problemstellung des Anwenders optimal nutzen zu können. Dieses Managementinstrument bietet jedoch nicht nur die Möglichkeit auf Unternehmensebene Verbesserungen erreichen zu können, sondern auch auf volkswirtschaftlicher Ebene. In der vorliegenden Arbeit soll das Benchmarking konkret dazu genutzt werden Volkswirtschaften in Europa vergleichen zu können. Darüber hinaus wird mit den
1 Einführung – Problemstellung und Forschungsfrage: Die Arbeit führt in das Themenfeld der Migration ein, beleuchtet den Fachkräftemangel als Treiber und definiert zwei zentrale Forschungsfragen zur Verteilung europäischer Migranten sowie zur Identifikation einer regionalen Benchmark in Deutschland.
2 Aufbau der Arbeit: Es wird die methodische Struktur der Arbeit erläutert, die zwischen einem theoretischen Teil zur Migrationsforschung und Benchmarking sowie einem empirischen Teil zur Analyse des Migrationsverhaltens in Europa und Deutschland unterscheidet.
3 Theoretische Grundlagen und Forschungsstand: Dieses Kapitel liefert das theoretische Fundament durch die Definition von Migration, die Erläuterung des Push-Pull-Modells und die Einführung des Benchmarking als Instrument zur Maßnahmenidentifizierung.
4 Die Migration in Europa beurteilt anhand ausgewählter Nationen: Hier erfolgt eine empirische Untersuchung der Migrationsströme in 19 europäischen Nationen, wobei Deutschland als zentrale Destination identifiziert und mittels OECD-Indikatoren hinsichtlich der Lebensqualität bewertet wird.
5 Die Migration in deutsche Bundesländer beurteilt anhand ausgewählter Nationen: Auf Basis des internationalen Vergleichs werden die 16 Bundesländer bewertet, um eine regionale Benchmark zu bestimmen und spezifische Handlungsempfehlungen für die Attraktivitätssteigerung abzuleiten.
6 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die methodische Vorgehensweise und diskutiert kritisch die Einschränkungen sowie den weiteren Forschungsbedarf.
Migration, Benchmarking, Push-Pull-Modell, Lebensqualität, Attraktivität, Deutschland, Bundesländer, Migrationsverhalten, Standortfaktoren, OECD, Better Life Index, Arbeitsmarkt, Fachkräfte, Zuwanderung, Regionalanalyse.
Die Arbeit untersucht das Migrationsverhalten europäischer Auswanderer und entwickelt eine Methode, um die Attraktivität von Nationen und deutschen Bundesländern zu messen und miteinander zu vergleichen.
Die zentralen Felder umfassen die Migrationsforschung, die Anwendung des Push-Pull-Modells auf Wanderungsbewegungen und die Übertragung der Managementmethode "Benchmarking" auf volkswirtschaftliche Fragestellungen.
Das primäre Ziel ist es, zu klären, wie sich Auswanderer in Europa verteilen und welches deutsche Bundesland als Benchmark für eine besonders hohe Anziehungskraft für Migranten dienen kann.
Die Autorin nutzt den Benchmarking-Ansatz in Verbindung mit dem Push-Pull-Modell, um eine objektive Vergleichbarkeit anhand quantitativer Indikatoren (wie Einkommen, Beschäftigung und Lebensqualität) zu schaffen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Migration auf internationaler Ebene in Europa sowie eine detaillierte Untersuchung der 16 deutschen Bundesländer, inklusive einer Ableitung von Handlungsempfehlungen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Migration, Benchmarking, Standortattraktivität, Lebensqualität, Pull-Faktoren und die Analyse der deutschen Bundesländer mittels OECD-Daten.
Hessen erreichte im Vergleich der Bundesländer den höchsten kumulativen Punktwert, da es über verschiedene Indikatoren hinweg – insbesondere bei den monetären Faktoren wie Einkommen und Jahresverdienst – hervorragende Standortbedingungen bietet.
Die Studie zeigt, dass historische Konzepte wie die Gastarbeiteranwerbung in den 1960er Jahren bis heute Diskrepanzen in der Migrationsverteilung erklären, da sich dadurch langfristige wirtschaftliche und soziale Bindungen zwischen bestimmten Ländern und Deutschland verfestigt haben.
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