Diplomarbeit, 2002
78 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Erläuterung grundlegender Begriffe
2.1 Das Rating
2.1.1 Begriffsbestimmung des Rating
2.1.2 Abgrenzung des externen vom internen Rating
2.1.3 Methoden der Ratingerstellung
2.2 Banken und das Bankensystem in Deutschland
2.2.1 Definition der Bank
2.2.2 Das Bankensystem
2.3 Der Bankkredit
2.3.1 Einordnung des Bankkredits in Fremdfinanzierungsformen
2.3.2 Definition des Bankkredits
2.4 Lösungsansätze für Probleme aus Informationsasymmetrien
2.4.1 Unvollkommene Informationen als besondere Problematik in der Gläubiger-Schuldner-Beziehung
2.4.2 Agency-Theorie im Rahmen des neoinstitutionalistischen Ansatzes
2.5 Instrumentarien der Bankenaufsicht
3 Ziele und Anforderungen an das Rating aus ökonomischer Perspektive
3.1 Ziel und Anreizeffekte zur Durchführung eines Rating aus ökonomischer Perspektive verschiedener Interessengruppen
3.1.1 Aus Sicht der Banken
3.1.2 Aus Sicht der Kreditnehmer
3.1.3 Aus Sicht der Ratingagenturen
3.1.4 Aus Sicht der Bankenaufsicht
3.2 Anforderungen an Ratings aus ökonomischer Perspektive der verschiedenen Interessengruppen
3.3 Differenzierung der Anforderungen an externes und internes Rating
4 Ziele und Anforderungen an das Rating aus aufsichtlicher Perspektive
4.1 Ziele aus aufsichtlicher Perspektive
4.1.1 Allgemeine Ziele der Bankenaufsicht
4.1.2 Spezifische Ziele der Bankenaufsicht durch Ratings
4.2 Die Anforderungen an Ratings durch das Basler Konsultationspapier
4.2.1 Veränderungen der Anforderungen: Von Basel 1 zu Basel 2
4.2.2 Anforderungen an externes Rating durch das Standardverfahren
4.2.3 Anforderungen an die auf internen Ratings basierenden Ansätze
4.2.4 Zusätzliche Anforderungen für den „fortgeschrittenen“ IRB-Ansatz
4.3 Grundsätze ordnungsgemäßen Ratings
5 Abgleich von ökonomischen mit aufsichtlichen Anforderungen an Ratings
5.1 Gemeinsame Ziele und Zielkonflikte zwischen Aufsicht, Banken, Kreditnehmer und Ratingagenturen
5.2 Auswirkungen der spezifischen Zielsetzungen der Interessengruppen auf die Anforderungen an Ratings
5.3 Praktikabilität und Grenzen des externen und internen Ratings im Vergleich
6 Schlussbemerkung
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Anforderungen an interne und externe Ratings für Kredite deutscher Banken sowohl aus einer ökonomischen als auch aus einer aufsichtlichen Perspektive, um zu analysieren, ob regulatorische Richtlinien wie Basel 2 geeignet sind, Informationsasymmetrien zwischen Gläubigern und Schuldnern zu reduzieren und ökonomische Effizienzgewinne zu ermöglichen.
2.1.2 Abgrenzung des externen vom internen Rating
Die Erstellung eines Rating erfolgt entweder durch eine unabhängige Ratingagentur oder durch eine Bank. Die Motive unterscheiden sich jedoch wesentlich. Eine Ratingagentur hat sich auf die Durchführung externer Ratings spezialisiert, zumeist für Darlehensnehmer der öffentlichen Hand und fremdfinanzierte Unternehmen. Die Agentur ist dabei nicht in den Prozess des Underwriting verwickelt und trägt somit nicht das Risiko eines Zahlungsausfalls. Das Ratingergebnis wird der Öffentlichkeit publik gemacht, wobei der Ratingprozess an sich verschlossen bleibt.
Die Bonitätsprüfung bei kleinen und mittelständischen Unternehmen erfolgt in Deutschland zumeist durch den Gläubiger selbst. Es handelt sich dabei um ein internes Rating der Banken. Interne Ratings messen das Risiko, welches die Banken als Kreditgeber eingehen. Die Informationen, die eine Bank durch die Erstellung eines internen Rating erhält, betrachtet sie als ihr Eigentum und werden in der Regel nicht veröffentlicht. Dem Kreditnehmer entstehen demnach keine direkten Kosten für die Beurteilung seiner Bonität. Der Aufwand für die Bereitstellung interner Ratingverfahren wird auf alle Kreditnehmer umgerechnet.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz des Rating-Systems im Kontext des neuen Basler Abkommens ein und definiert den Rahmen der Untersuchung zur Risikobeurteilung.
2 Erläuterung grundlegender Begriffe: In diesem Kapitel werden Rating-Definitionen, Bankstrukturen, die Agency-Theorie sowie die bankaufsichtlichen Grundlagen detailliert dargelegt.
3 Ziele und Anforderungen an das Rating aus ökonomischer Perspektive: Hier werden die ökonomischen Beweggründe und Erwartungen der beteiligten Akteure (Banken, Kreditnehmer, Agenturen) analysiert und deren Anforderungen an Rating-Instrumente abgeleitet.
4 Ziele und Anforderungen an das Rating aus aufsichtlicher Perspektive: Das Kapitel behandelt die aufsichtlichen Ziele der Bankenaufsicht und die spezifischen Anforderungen des Basler Konsultationspapiers, einschließlich des IRB-Ansatzes und der Grundsätze ordnungsgemäßer Ratings (GARP).
5 Abgleich von ökonomischen mit aufsichtlichen Anforderungen an Ratings: Diese Sektion führt die Analysen zusammen, arbeitet Zielkonflikte heraus und vergleicht die Praktikabilität von internen und externen Ratings.
6 Schlussbemerkung: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass kein allgemeiner Vorzug eines Verfahrens existiert, sondern die Entscheidung zwischen internen und externen Ratings eine einzelfallabhängige Abwägung erfordert.
Rating, Kreditrisiko, Basel 2, Bankenaufsicht, Agency-Theorie, Kreditfinanzierung, Informationsasymmetrien, Risikomanagement, Bonitätsbeurteilung, Interne Ratings, Externe Ratings, Banken, Kreditnehmer, Ratingagenturen, Eigenkapitalhinterlegung
Die Arbeit analysiert die Anforderungen an Rating-Systeme im deutschen Bankensektor unter Berücksichtigung neuer aufsichtlicher Vorgaben (Basel 2) sowie ökonomischer Effizienzziele.
Die Arbeit betrachtet die Interessen und Anforderungen von vier Hauptgruppen: Banken, Kreditnehmern, Ratingagenturen und der Bankenaufsicht.
Das Ziel ist die Untersuchung, ob regulatorische Richtlinien an Ratings die Agency-Problematik verringern und ob sie mit den ökonomischen Anforderungen der beteiligten Interessengruppen harmonieren.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf einer umfassenden Literaturrecherche sowie dem methodischen Abgleich von ökonomischen und regulatorischen Anforderungen an Ratingsysteme basiert.
Im Hauptteil werden sowohl die ökonomischen Grundlagen (z.B. Agency-Theorie) als auch die aufsichtlichen Regulierungen (Basel-Kriterien, GARP) detailliert analysiert und anschließend in einem direkten Vergleich gegenübergestellt.
Zu den prägenden Begriffen gehören das Kreditrisikomanagement, die Reduzierung von Informationsasymmetrien, Signaling, Screening und die Anreizkompatibilität von Ratingsystemen.
Der Autor thematisiert die Sorgen des Mittelstands, durch die neuen Basel-2-Regelungen benachteiligt zu werden, da viele Unternehmen noch nicht über die nötigen Datenstrukturen für fortgeschrittene interne Ratings verfügen.
Nein, der Autor kommt zum Schluss, dass eine pauschale Bewertung nicht möglich ist; die Entscheidung für ein Instrument hängt stark von der Unternehmensstrategie, der Größe und der individuellen Ausgangslage ab.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

