Bachelorarbeit, 2010
85 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
1.1 Problemstellung und Forschungsfragen
1.2 Gang der Untersuchung
2 Börsengehandelte Indexfonds – Exchange Traded Funds (ETF)
2.1 Begriffsbestimmung und Grundidee
2.2 Historische Entwicklung vom Indexfonds zum ETF
2.2.1 Die Entwicklung des Indexfonds
2.2.2 Die Entwicklung des ETF
2.3 Grundlegende Funktionsstruktur des ETF
2.3.1 Rechtlicher Rahmen
2.3.2 Formen der Indexabbildung
2.3.3 Ertrags- und Aufwandsbetrachtung aus der Anlegerperspektive
2.3.4 Funktionsweise des Börsenhandels
2.3.5 Abgrenzung zu anderen Anlageprodukten
2.4 Risiken eines ETF-Investments
2.4.1 Das Marktrisiko
2.4.2 Das Indexrisiko
2.4.3 Sonstige Risiken
3 Der ETF als Investitionsvehikel in den Immobilienmarkt – Der „Immobilien-ETF“
3.1 Begriffsbestimmung und Historie
3.1.1 Definition des Begriffs „Immobilien-ETF“
3.1.2 Entwicklungsgeschichte des Produktes
3.2 Einordnung des Produktes
3.2.1 Einordnung in das ETF-Marktangebot
3.2.2 Einordnung in den Markt für indirekte Immobilienanlageprodukte
3.3 Bestandsaufnahme der am Markt verfügbaren ETFs auf Immobilienindizes
3.3.1 Immobilien-ETFs in ausgewählten Märkten
3.3.2 Betrachtung der zugrunde liegenden Indizes
4 Durchführung von Experteninterviews
4.1 Theoretische Grundlagen
4.1.1 Auswahl der Erhebungsmethode
4.1.2 Das Experteninterview
4.2 Interviewplanung und Durchführung
4.2.1 Auswahl der Interviewpartner
4.2.2 Durchführung der Interviews
4.3 Auswertung der Interviews
5 Darstellung und Analyse der Interviewergebnisse
5.1 Untersuchung der Eigenschaft als Immobilienprodukt und des Verdrängungspotentials
5.1.1 Operationalisierung
5.1.2 Darstellung und Analyse der Ergebnisse
5.1.3 Konklusion aus den Ergebnissen
5.2 Untersuchung des Anlegernutzens und der Nachteile
5.2.1 Operationalisierung
5.2.2 Darstellung und Analyse der Ergebnisse
5.2.3 Konklusion aus den Ergebnissen
5.3 Untersuchung der Ausweitungsmöglichkeiten auf ausgewählte deutsche Immobilienindizes
5.3.1 Operationalisierung
5.3.2 Darstellung und Analyse der Ergebnisse
5.3.3 Konklusion aus den Ergebnissen
6 Schlussbetrachtung
6.1 Fazit
6.2 Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des „Immobilien-ETF“ als Erkenntnisobjekt, um durch die Analyse der Produktkonzeption, Funktionsweise und Marktverbreitung Klarheit über den in der Literatur oft konstatierten Widerspruch zwischen den Immobilieneigenschaften und der ETF-Struktur zu schaffen und eine Grundlage für die Bewertung des Nutzens für Anleger zu legen.
2.3.2.1 Abbildungsmethoden
Das primäre Ziel von ETFs ist die Abbildung der Entwicklung eines bestimmten Index. Grundsätzlich lassen sich zwei Indexarten unterscheiden: Preisindizes (auch Kursindizes) und Performanceindizes. Der Unterschied liegt in der Behandlung von Zins- und Dividendenzahlungen aus den im Index befindlichen Titeln. Preisindizes messen die tatsächliche Kursentwicklung unabhängig von Erträgen z. B. aus Zins- und Dividendenzahlungen. Der Kurs wird dabei um sämtliche Erträge bereinigt. In einen Performanceindex gehen Erträge dagegen voll in die Kursentwicklung ein. Dies erfolgt durch die Reinvestition der Erträge in das Indexportfolio.
Die Qualität einer Indexanlage ist stark abhängig von einer möglichst konsistenten Abbildung des zugrunde liegenden Index. Dabei wird die Differenz zwischen Indexrendite und der Portfoliorendite als „Tracking Error“ bezeichnet. Um den Tracking Error möglichst gering zu halten, stehen dem ETF-Management vier wesentliche Replikationsmethoden zur Verfügung:
die Full-Replication-Methode
der Representative-Sample-Ansatz
der Optimierungs-Ansatz
die synthetische Replikation
Bei der Full-Replication-Methode werden alle Aktien des zugrunde liegenden Index gemäß der Indexgewichtung erworben. Aufgrund des realen Erwerbs der Aktien wird hier auch von „physischer“ Replikation gesprochen. Anfallende Dividendenzahlungen werden entweder im Fonds als Barmittel gehalten oder turnusmäßig ausgeschüttet. Bei sehr umfangreichen Indizes wie dem „MSCI-World“ stößt die Full-Replication-Methode, aufgrund der sehr kostenintensiven und aufwendigen Nachbildung, an ihre Grenzen. Mit dem Representative-Sample-Ansatz wird daher versucht, nur die größten und liquidesten Aktien aus einem Index zu erwerben. Eine repräsentative Stichprobe der Grundgesamtheit (repräsentatives Sample) bildet die Performance des Index hierbei hinreichend ab.
1 Einführung: Diese Einleitung definiert die Arbeit, die Problemstellung des scheinbaren Widerspruchs zwischen Immobilien- und ETF-Eigenschaften sowie das Ziel, eine Wissenslücke zu Immobilien-ETFs zu schließen.
2 Börsengehandelte Indexfonds – Exchange Traded Funds (ETF): Das Kapitel stellt die theoretischen Grundlagen des ETF dar, inklusive der Historie, der Funktionsstruktur, verschiedener Replikationsmethoden und der damit verbundenen Risiken.
3 Der ETF als Investitionsvehikel in den Immobilienmarkt – Der „Immobilien-ETF“: Hier erfolgt die Definition des Immobilien-ETF, seine Einordnung in das Marktangebot für indirekte Anlagen sowie eine Bestandsaufnahme der aktuell am Markt verfügbaren Produkte und ihrer Indizes.
4 Durchführung von Experteninterviews: Dieser Abschnitt beschreibt die methodische Vorgehensweise der Arbeit, insbesondere die Auswahl, Planung und Durchführung der Experteninterviews als Instrument der explorativen Forschung.
5 Darstellung und Analyse der Interviewergebnisse: Das Kapitel wertet die Interviews qualitativ aus, untersucht die Eigenschaft als Immobilienprodukt, das Verdrängungspotential gegenüber anderen Produkten und die Möglichkeiten zur Ausweitung auf deutsche Indizes.
6 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, einer kritischen Würdigung des Immobilien-ETFs als Anlagevehikel und einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Immobilien-ETF, Exchange Traded Fund, Immobilienfonds, REITs, Immobilienaktien, Indexabbildung, Full-Replication, Synthetische Replikation, Tracking Error, Immobilienindizes, Experteninterviews, Anlegernutzen, Indirekte Immobilienanlage, Diversifikation, Marktliquidität
Die Bachelor-Thesis untersucht das Finanzprodukt "Immobilien-ETF" und beleuchtet den vermeintlichen Gegensatz zwischen den Eigenschaften von Immobilien und ETFs sowie die Möglichkeiten und Grenzen dieses Anlageprodukts.
Die Themen umfassen die Definition und Konzeption von Immobilien-ETFs, deren Abgrenzung zu anderen indirekten Immobilienanlagen, die Analyse von Vor- und Nachteilen für Investoren sowie die Eignung deutscher Immobilienindizes als Basis für ETFs.
Das primäre Ziel ist es, eine Wissenslücke zu schließen, indem die Produktkonzeption und Funktionsweise erläutert, der Immobilien-ETF als Anlageklasse bewertet und untersucht wird, inwiefern er bestehende Produkte verdrängen kann oder auf deutsche Indizes ausweitbar ist.
Der Autor wendet einen explorativen Forschungsansatz an, der auf teilstandardisierten Experteninterviews basiert, deren Ergebnisse mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil A, der ETFs und Immobilien-ETFs erläutert, und einen empirischen Teil B, der die Durchführung, Darstellung und Analyse von Experteninterviews zu Immobilien-ETFs umfasst.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Immobilien-ETF, Exchange Traded Fund, REITs, Immobilienaktien, Full-Replication, synthetische Replikation, Experteninterviews und indirekte Immobilienanlage.
Nach Einschätzung der befragten Experten ist eine Verdrängung bestehender Produkte, insbesondere offener Immobilienfonds, nicht zu erwarten, da die Produkte aufgrund ihrer unterschiedlichen Konstruktion und Liquidität nur bedingt vergleichbar sind.
Nein, die Experten schätzen die Eignung des DIX als Investitionsobjekt als sehr gering ein, primär aufgrund der mangelnden Marktabdeckung, der jährlichen Berechnung der Indexperformance und technischer Probleme bei der Indexreplikation.
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