Diplomarbeit, 2003
88 Seiten, Note: 1,3
1. Definition, Struktur und Ziele von Asset-Backed-Securities
1.1 Struktur einer Asset-Backed-Securities-Transaktion
1.1.1 Einzweckgesellschaft
1.1.2 Trust Company
1.1.3 Originator
1.1.4 Ratingagenturen
1.2 Ziele und Gründe einer Asset-Backed-Securities-Transaktion
2. Bilanzierung von Asset-Backed-Securities nach HGB
2.1 Bilanzielle Ziele von Asset-Backed-Securities-Transaktionen
2.2 Voraussetzung zur Möglichkeit der Bilanzverkürzung
2.2.1 Übergang des rechtlichen Eigentums
2.2.2 Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums
2.3 Besonderheiten beim Konzernabschluss
2.3.1 Prüfung der Konsolidierungsvoraussetzungen gem. § 290 HGB
2.3.2 Verbot der Einbeziehung
2.3.3 Verzicht auf Einbeziehung
2.4 Bedeutung für das Verhältnis Zweckgesellschaft und Originator
2.5 Ausblick und geplante Änderungen
3. Bilanzierung von Asset-Backed-Securities nach IAS
3.1 Bilanzverkürzung auf Ebene des Einzelabschlusses nach IAS 39
3.2 Besonderheiten beim Konzernabschluss
3.3 Bedeutung für das Verhältnis Zweckgesellschaft - Originator
3.4 Multi-Seller-Modell als Ausweg aus SIC 12
3.5 Ausblick und geplante Änderung
4. Vergleich der Bilanzierung von ABS-Transaktionen nach IAS und HGB
4.1 Vergleich der Möglichkeiten der Bilanzverkürzung
4.1.1 Übergang des rechtlichen Eigentums
4.1.2 Übergang des wirtschaftlichen Eigentums
4.2 Vergleich der Besonderheiten bei Konzernabschlüssen
4.3 Auswirkungen auf die Bilanzierung bei In-Kraft-Treten der geplanten Änderungen
5. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die detaillierte Untersuchung und der Vergleich der bilanziellen Behandlung von Asset-Backed-Securities-Transaktionen (ABS) nach HGB- und IAS-Rechnungslegungsvorschriften. Im Fokus steht die Frage, inwieweit durch solche Transaktionen eine bilanzielle "True Sale"-Ausbuchung und damit eine Bilanzverkürzung zur Verbesserung der Eigenkapitalquote und des Verschuldungsgrades erreicht werden kann.
1.1.1 Einzweckgesellschaft
Eine Einzweckgesellschaft kauft vom Originator mittels eines Kaufvertrages das zu veräußernde Forderungsportefeuille an. Ihre Geschäftstätigkeit beschränkt sich ausschließlich auf den Ankauf der Forderungen und der Refinanzierung aus der Ausgabe von Wertpapieren oder Schuldverschreibungen.
Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Emissionen (den eigentlichen Asset-Backed-Securities) können dann die für den Kauf aufgenommenen Kredite getilgt werden, deshalb auch die Bezeichnung als Einzweckgesellschaft. Sie besitzt im Rahmen der Asset-Backed-Securities-Transaktion eine Schlüsselposition, denn ohne ihre Gründung wäre die Durchführung der Transaktion nicht möglich, da sich keine Trennung von Originator und dem zu veräußernden Forderungsportefeuille ergeben würde. Dabei kommt der Eigenschaft, dass die SPC nicht zum Konsolidierungskreis des Originators gehören sollte, eine zentrale Bedeutung zu.
1. Definition, Struktur und Ziele von Asset-Backed-Securities: Dieses Kapitel führt in die Grundbegriffe ein und erläutert die Rollen der Akteure (Originator, SPC, Ratingagenturen) sowie die ökonomischen Beweggründe für ABS-Transaktionen.
2. Bilanzierung von Asset-Backed-Securities nach HGB: Es wird die Bilanzierungspraxis unter HGB-Vorschriften untersucht, wobei insbesondere auf die Anforderungen für eine Forderungsausbuchung und die Problematik der Konsolidierungspflicht im Konzern eingegangen wird.
3. Bilanzierung von Asset-Backed-Securities nach IAS: Dieses Kapitel beleuchtet die Behandlung nach IAS 39 sowie die spezifischen Regelungen zur Konsolidierung von Zweckgesellschaften durch SIC 12 und diskutiert alternative Gestaltungsmodelle.
4. Vergleich der Bilanzierung von ABS-Transaktionen nach IAS und HGB: Hier werden die beiden Rechnungslegungssysteme direkt gegenübergestellt, um Unterschiede bei der Ausbuchung von Forderungen und bei Konzernabschluss-Fragestellungen herauszuarbeiten.
5. Fazit: Das Fazit fasst den aktuellen Wandel der Bilanzierungsvorschriften zusammen und bewertet die künftige Bedeutung von ABS-Transaktionen für deutsche Unternehmen.
Asset-Backed-Securities, ABS-Transaktion, Bilanzverkürzung, Originator, Special Purpose Company, True Sale, HGB, IAS 39, SIC 12, Konzernabschluss, Konsolidierungspflicht, Forderungsportefeuille, Rating, Liquiditätsverbesserung, Eigenkapitalquote.
Die Diplomarbeit untersucht die bilanzielle Behandlung von Asset-Backed-Securities-Transaktionen unter Berücksichtigung sowohl des deutschen HGB als auch der internationalen IAS-Rechnungslegungsstandards.
Zentral sind die Ausbuchungsfähigkeit von Forderungen (True Sale), die Vermeidung einer Konsolidierung von Zweckgesellschaften im Konzernabschluss sowie die Auswirkungen auf betriebswirtschaftliche Kennzahlen.
Ziel ist es, die bilanzielle Nutzbarkeit von ABS-Transaktionen für Unternehmen zu analysieren und zu klären, unter welchen Bedingungen eine Bilanzverkürzung nach HGB und IAS erreicht werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse geltender Rechnungslegungsstandards, ergänzt durch Fallbeispiele, um die Auswirkungen auf Bilanzpositionen und Konzernstrukturen praxisnah zu verdeutlichen.
Der Hauptteil analysiert die Strukturen von ABS-Transaktionen, die spezifischen Anforderungen für den Einzel- und Konzernabschluss nach HGB und IAS sowie die Auswirkungen geplanter regulatorischer Änderungen.
Charakteristische Begriffe sind ABS-Transaktion, True Sale, Zweckgesellschaft (SPC), Bilanzverkürzung, HGB, IAS 39 und Konzernkonsolidierung.
Für eine Bilanzverkürzung ist entscheidend, dass das Risiko-Nutzen-Profil (wirtschaftliches Eigentum) und die Verfügungsgewalt auf die Zweckgesellschaft übergehen, da sonst keine Ausbuchung nach HGB oder IAS möglich ist.
SIC 12 regelt die Konsolidierung von Zweckgesellschaften. Das darin definierte "Autopilot-Konzept" führt dazu, dass Originatoren eine SPC fast immer in ihren Konzernabschluss einbeziehen müssen, was den Effekt der Bilanzverkürzung zunichtemachen kann.
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