Examensarbeit, 2004
83 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Der Kindergarten
2.1 Der Bildungsauftrag des Kindergartens
2.2 Kindergartenkonzepte
2.2.1 Der „Funktionsorientierte Ansatz“
2.2.2 Der „Disziplinorientierte Ansatz“
2.2.3 Der „Situationsorientierte Ansatz“
2.2.4 Das „Offene Kindergartenkonzept“
3. Die Bedeutung von Bewegung und Spiel auf die kindliche Entwicklung
3.1 Funktion von Bewegung
3.2 Bedeutung des Spiels
3.3 Formen des kindlichen Spiels
3.4 Bedeutung der Spielformen
4. Sozialverhalten
4.1 Gemeinsames Spiel
4.2 Soziale Anforderungen im Spiel
5. Die Fortbildung „Bewegungsförderung im Elementarbereich“
5.1 Das Fortbildungskonzept
5.2 Die Evaluation der Fortbildung
5.3 Die Kindertagesstätte „Krebsweg“
5.3.1 Das Kindertagesstätten-Konzept
5.3.2 Das Kindertagesstätten-Gebäude
5.3.2 Das Kindertagesstätten-Außengelände
5.3.3 Das Kindertagesstätten-Personal
5.3.4 Die von mir begleitete Erzieherin
5.3.5 Inwiefern ist Bewegung in der Kindertagesstätte verankert?
5.4 Die Beobachtungswochen
5.4.1 Beobachtungswoche vor der Fortbildung
5.4.2 Beobachtungswoche nach der Fortbildung
5.4.3 Änderungen nach der Fortbildung
6. Ergebnisse und Auswertung
Die vorliegende Arbeit evaluiert den Einfluss von Fortbildungsmaßnahmen zur Bewegungsförderung auf das Bewegungs- und Sozialverhalten von Kindern in einer Kindertagesstätte, um die Wirksamkeit pädagogischer Konzepte in der Praxis zu prüfen.
3.1 Funktion von Bewegung
Bewegung ist für den Menschen eine nicht angeborene Sache. Im Gegensatz zu Tieren, die meist kurz nach der Geburt eine gewisse Unabhängigkeit erfahren, da sie schon wenige Stunden nach der Geburt stehen und laufen können, muss der Mensch diese Entwicklung über einen relativ langen Zeitraum von mehreren Jahren hinweg machen. Diese Komplexität und Langwierigkeit der motorischen Entwicklung erklärt auch die Notwendigkeit einer Bewegungserziehung.
Laut Kretschmer (KRETSCHMER 1981, 24ff) wird Bewegung innerhalb der kindlichen Entwicklung in mehreren Bereichen wirksam. Sie übernimmt verschiedene Funktionen: Explorative Funktion, Produktive Funktion, Kommunikative Funktion, Komparative Funktion, Expressive / Impressive Funktion, Adaptive Funktion.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung von Bewegung im Kindergartenalter ein und erläutert das Ziel der Evaluation einer Fortbildungsmaßnahme für Erzieherinnen.
2. Der Kindergarten: Dieses Kapitel stellt rechtliche Grundlagen und verschiedene pädagogische Konzepte vor, die die Bewegungsförderung beeinflussen.
3. Die Bedeutung von Bewegung und Spiel auf die kindliche Entwicklung: Hier werden die Funktionen von Bewegung sowie die Theorie des kindlichen Spiels in Bezug auf die Entwicklungspsychologie analysiert.
4. Sozialverhalten: Dieses Kapitel erörtert, wie Kinder durch das Zusammenspiel und gemeinsame Spielformen soziale Kompetenzen erwerben.
5. Die Fortbildung „Bewegungsförderung im Elementarbereich“: Das Kernstück beschreibt das Fortbildungskonzept, die Kindertagesstätte sowie die Durchführung und Auswertung der Beobachtungswochen vor und nach der Maßnahme.
6. Ergebnisse und Auswertung: Abschließend werden die durch die Fortbildung angestoßenen Veränderungen in der methodischen Arbeit reflektiert und bewertet.
Bewegungsförderung, Elementarbereich, Kindertagesstätte, Sozialverhalten, Kindergartenkonzepte, Bewegungsspiele, Spielformen, Evaluation, Fortbildung, motorische Entwicklung, ganzheitliche Förderung, situationsorientierter Ansatz.
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss eine spezifische Fortbildung für Erzieherinnen zur Bewegungsförderung auf das Bewegungs- und Sozialverhalten von Kindergartenkindern in der Praxis hat.
Im Mittelpunkt stehen die Bedeutung von Bewegung und Spiel für die ganzheitliche Entwicklung sowie die Umsetzung verschiedener pädagogischer Ansätze im Kindergartenalltag.
Das Ziel ist die Evaluation, ob und wie sich durch die Fortbildung der Erzieherinnen die Qualität und Quantität der Bewegungsangebote sowie das Sozialverhalten der Kinder verändert haben.
Die Untersuchung basiert auf einer Evaluationsstudie, bei der Beobachtungswochen vor und nach der Fortbildung durchgeführt und die methodische Tageseinteilung anhand eines Zeitrasters analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Spiel und Sozialverhalten sowie in den praktischen Teil, der das Fortbildungskonzept und die beobachteten Veränderungen in der Kindertagesstätte „Krebsweg“ beschreibt.
Zentrale Begriffe sind Bewegungsförderung, Elementarbereich, Sozialverhalten, ganzheitliche Entwicklung und situationsorientierter Ansatz.
Die Einrichtung wurde gewählt, da sie nach dem situationsbezogenen Ansatz arbeitet und die dort tätige Erzieherin am Fortbildungsprogramm der Deutschen Sporthochschule Köln teilnahm.
Es dient als Rahmenbedingung, da in der untersuchten Einrichtung keine feste Gruppeneinteilung besteht, was den Kindern eine freiere Gestaltung ihrer Bewegungsaktivitäten ermöglicht.
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