Examensarbeit, 2003
141 Seiten, Note: 1,7
1 Vorwort
2 Einleitung
3 Sachanalyse
3.1 Vorbemerkungen
3.2 Zum Begriff „Gift“
3.3 Biologie ausgewählter Giftpflanzen und Gifttiere
3.3.1 Vorbemerkungen
3.3.2 Gliederungsprinzipien
3.3.3 Biologie Giftpflanzen
3.3.3.1 Vergiftungen durch Berühren
3.3.3.1.1 Große Brennessel
3.3.3.1.2 Riesen-Bärenklau
3.3.3.1.3 Efeu
3.3.3.1.4 Roter Fingerhut
3.3.3.2 Vergiftungen durch Naschen auffallender Samen und Früchte
3.3.3.2.1 Eibe
3.3.3.2.2 Stechpalme
3.3.3.2.3 Goldregen
3.3.3.2.4 Pfaffenhütchen
3.3.3.2.5 Aronstab
3.3.3.2.6 Verhalten bei Pflanzenvergiftungen durch Naschen auffallender Samen und Früchte
3.3.3.3 Vergiftungen bei Nutzung als Nahrungs-/ Heilmittel
3.3.3.3.1 Kartoffel
3.3.3.3.2 Herbst-Zeitlose
3.3.3.3.3 Schwarzer Holunder
3.3.3.3.4 Tüpfel-Johanniskraut
3.3.3.4 Vergiftungen bei Nutzung als Rauschgift: Engelstrompete
3.3.4 Biologie Gifttiere
3.3.4.1 Vergiftungen durch Berühren: Erdkröte
3.3.4.2 Vergiftungen durch Bisse
3.3.4.2.1 Kreuzotter
3.3.4.2.2 Kreuzspinne
3.3.4.3 Vergiftungen durch Stiche
3.3.4.3.1 Hornisse
3.3.4.3.2 Wespe
3.3.4.3.3 Honigbiene
3.3.4.4 Sonderfall: Waldameise
4 Didaktische Diskussion
4.1 Vorbemerkungen
4.2 Literatur und Gesetzliches
4.2.1 Zum Begriff „Gift“ in der Literatur für die Schule
4.2.2 Inhaltliche Vorgaben
4.2.3 Sicherheitsvorschriften
4.2.4 Naturschutzgesetze
4.2.5 Vorschriften zum außerschulischen Unterricht
4.3 Zielvorgaben
4.3.1 Unterrichtsprinzipien
4.3.2 Didaktische Re-Konstruktion
4.3.3 Projektunterricht in arbeitsteiligen Kleingruppen
4.4 Erprobung an der Schule
4.4.1 Planung
4.4.1.1 Schule und Lehrer
4.4.1.2 Lernorte in der Stadt
4.4.1.3 Auswahl der Arten
4.4.1.4 Konzept der Unterrichtseinheit
4.4.2 Durchführung
4.4.2.1 Beginn der Unterrichtssequenz
4.4.2.2 Kennenlernen einzelner Giftpflanzen und Gifttiere
4.4.2.3 Erkundung der Lernorte
4.4.2.4 Auswahl der Arten
4.4.2.5 Untersuchung
4.4.2.6 Präsentation
4.4.2.7 Fazit
Ziel der Arbeit ist es, das Phänomen „Gift“ bei Pflanzen und Tieren wissenschaftlich zu durchleuchten, dabei überhöhte Ängste abzubauen und den Schülern ein sachliches Verständnis für ökologische Zusammenhänge und richtige Verhaltensweisen im Alltag zu vermitteln.
3.2 Zum Begriff „Gift“
Der Begriff „Gift“ wird von vielen Menschen unterschiedlich aufgefasst. Allgemein kann bemerkt werden, Gift ist keine Eigenschaft eines Dings an sich, wie grün, fest oder flüssig. Die Kennzeichnung eines Stoffes mit dem Begriff „giftig“, beruht hauptsächlich auf der Erfahrung mit der Wirkung des Stoffes (FISCHER 1989). Gift ist daher ein Sammelbegriff für giftig erkannte Stoffe (KROEBER 1949). Darunter kann ein Stoff verstanden werden, der im Stoffwechsel beim Menschen störend eingreift (zu einer Vergiftung führt) und in einigen Fällen seinen Tod zur Folge haben kann (FROHNE & PFÄNDER 1997). Ein Gift ist somit potentiell für den Menschen gefährlich und eng mit dem Begriff „Gefahr“ verknüpft (siehe Einleitung).
Letztlich bedeutet diese Erkenntnis: Jeder Stoff ist ab einer bestimmten Dosis giftig und führt dann zu einer Vergiftung. Vorher kann der Stoff verschiedene Wirkungen haben. Paracelsus bemerkte auch, dass Stoffe, die schon in geringen Dosen hochgiftig sind, in noch kleineren Einheiten heilend wirken können. Ein Beispiel hierfür ist das Gift Aconitin des Eisenhuts. Schon 0,2 Gramm können tödlich sein, bei noch kleineren Dosen kann man seine heilende Wirkung bei bestimmten Nervenkrankheiten nutzen (ROTH, DAUNDERER & KORMANN 1994). Erst nach Überschreiten einer kritischen Dosis schlägt die Wirkung um und der Stoff führt zu einer Vergiftung.
Vorwort: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation und Begeisterung für die Naturbeobachtung sowie die pädagogische Absicht, Schülern den verantwortungsvollen Umgang mit potenziellen Gefahren nahezubringen.
Einleitung: Es wird die allgemeine Wahrnehmung von Giftpflanzen und -tieren als „Übel“ hinterfragt und das Ziel gesetzt, Ängste durch Wissen zu ersetzen.
Sachanalyse: Dieses Kapitel bietet eine biologische Aufarbeitung ausgewählter Arten sowie eine theoretische Einordnung des Giftbegriffs und dessen Dosis-Wirkungs-Prinzip.
Didaktische Diskussion: Hier wird der theoretische Rahmen für die Umsetzung des Themas im Unterricht am Gymnasium diskutiert, inklusive rechtlicher Vorgaben und der Projektplanung.
Giftpflanzen, Gifttiere, Biologiedidaktik, Projektunterricht, Sicherheitsvorschriften, Artenschutz, Didaktische Rekonstruktion, Ökologie, Naturerfahrung, Vergiftungsprävention, Biologische Artenkenntnis, Umwelterziehung.
Die Arbeit diskutiert didaktisch, wie man das Thema „Giftpflanzen und Gifttiere“ am Gymnasium behandeln kann, ohne Ängste zu schüren oder Gefahren zu verharmlosen.
Die Arbeit gliedert sich in eine biologische Sachanalyse relevanter Arten und eine didaktische Reflexion, wie diese Inhalte im Biologieunterricht vermittelt werden können.
Das primäre Ziel ist es, den Schülern durch fachliche Aufklärung einen kompetenten und angstfreien Umgang mit der Natur im eigenen Umfeld zu ermöglichen.
Der Autor nutzt einen monografischen Ansatz und entwickelt Unterrichtseinheiten auf Basis fachdidaktischer Prinzipien wie der „didaktischen Rekonstruktion“.
Der Hauptteil behandelt neben theoretischen Grundlagen die Biologie von Pflanzen (z.B. Efeu, Eibe, Fingerhut) und Tieren (z.B. Kreuzotter, Wespen, Waldameise) sowie deren Gefahrenpotenzial.
Zu den zentralen Begriffen gehören Gift, Artenschutz, Didaktik, Projektunterricht, Sicherheitsvorschriften und ökologisches Verständnis.
Die 8. Klasse bietet laut Lehrplan den idealen Freiraum, um ökologische Zusammenhänge zwischen Mensch, Natur und Lebensraum zu untersuchen, was durch das Thema Gift anschaulich unterstützt wird.
Die Dosis ist das zentrale Kriterium, um zwischen Gefahr, Vergiftung und potenzieller medizinischer Heilwirkung zu unterscheiden, wie am Beispiel des Eisenhuts verdeutlicht wird.
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