Masterarbeit, 2013
87 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Alpiner Skisport – Technik und Lerntheorie
2.1 Anforderungsprofil für den alpinen Skisport
2.2 Skitechnische Merkmale für hochwertiges Kurvenfahren
2.3 Verlagerung des Körperschwerpunkts mit Hilfe der Fußgelenksflexion
2.3.1 Regulierende Körperposition
2.3.2 Druckregulierung auf dem Ski
2.4 Aktueller Forschungsstand
2.5 Lerntheorie für motorisches Lernen
2.5.1 Regelkreistheorie nach Adams (1971)
2.5.2 Schematheorie nach Schmidt (1975)
2.6 Aspekte des Feedbacks
2.6.1 Objektiv ergänzende Feedback-Information
2.6.2 Ergebnisorientierte Rückmeldung („knowledge of result“)
2.6.3 Verlaufsorientierte Rückmeldung („knowledge of performance“)
2.7 Wissenschaftliche Fragestellung
3 Methode
3.1 Laboraufzeichnung der Verlagerungsbewegungen
3.1.1 Datenerhebungsmethode I
3.1.2 Verfahren der Datenaufzeichnung und –auswertung I
3.1.3 Beschreibung der Versuchsperson
3.1.4 Untersuchungsdurchführung
3.2 Untersuchungsplan der Pilotstudie
3.3 Datenerhebungsmethode II
3.4 Beschreibung der Versuchspersonen
3.5 Verfahren der Datenverarbeitung und -auswertung II
3.6 Untersuchungsdurchführung
4 Ergebnisse
4.1 Entwicklung eines Bewegungsmodells
4.2 Ergebnisse des Video-Feedbacks
5 Diskussion
5.1 Ergebnisdiskussion
5.2 Methodendiskussion
6 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht, ob die visuelle Darstellung der eigenen Körperschwerpunktverlagerung durch Fußgelenksflexion mittels Videoanalyse und externem Feedback dazu geeignet ist, die Lernwirksamkeit bei fortgeschrittenen Skifahrern signifikant und überdauernd zu steigern.
2.3.1 Regulierende Körperposition
Eine wichtige Grundvoraussetzung für die optimale Körperschwerpunktverlagerung im Kurvenwechsel ist eine angemessene neutrale Grundposition des Skifahrers. „Da sich beim Kurvenfahren die äußere Situation ständig verändert, müssen wir eine bewegungsbereite Position einnehmen, so dass wir jederzeit in alle Richtungen agieren können“ (Deutscher Skiverband, S. 37). Zusätzlich wird durch die Druckverteilung unter dem Fuß die Voraussetzung für ein optimales Dreh- und Steuerverhalten geschaffen (De Marées & Mester, 1987). Aus dieser Position lassen sich situationsangepasst alle betreffenden Hauptbewegungen optimal ausführen. „Alle Aktionen beim Skifahren gehen von einer regulierenden Körperposition aus“ (Deutscher Skiverband, 2013, S. 38). Eine wichtige Voraussetzung für diese Grundposition ist eine parallel offene Skiführung, die die Möglichkeit bietet, ausreichend Bewegungsspielraum zu haben, um mit dem Ski aufzukanten. Im Idealfall sollte die Skistellung schulterbreit sein.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz visueller Medien im Sporttraining ein und hinterfragt die wissenschaftliche Basis für Videoanalysen im alpinen Skisport.
2 Alpiner Skisport – Technik und Lerntheorie: Dieses Kapitel definiert die skitechnischen Grundlagen, beleuchtet Lerntheorien für motorisches Lernen und diskutiert verschiedene Feedback-Konzepte.
3 Methode: Der methodische Teil beschreibt die Laboruntersuchung zur Modellbildung sowie das Untersuchungsdesign der Praxis-Intervention zur Videoanalyse.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren das entwickelte Bewegungsmodell und werten die Effekte des Video-Feedbacks auf die Gelenkwinkelveränderungen der Probanden aus.
5 Diskussion: Dieses Kapitel reflektiert die Ergebnisse kritisch, diskutiert die Wirksamkeit der Methode und hinterfragt die gewählten Forschungsdesigns.
6 Zusammenfassung: Diese Zusammenfassung gibt einen prägnanten Überblick über die Zielsetzung, Methodik, Ergebnisse und Diskussion der Master-Arbeit.
alpiner Skisport, Videoanalyse, Körperschwerpunktverlagerung, Fußgelenksflexion, motorisches Lernen, Feedback, Bewegungsmodell, Skitechnik, Kurvenfahren, Selbsteinschätzung, Bewegungssteuerung, Sportwissenschaft, Biomechanik, Trainingsmethodik, Intervention
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Videoanalysen als visuelles Feedback-Instrument, um das skitechnische Können fortgeschrittener Skifahrer durch gezielte Körperschwerpunktverlagerung zu verbessern.
Die Arbeit verbindet biomechanische Analysen der Skitechnik (Körperschwerpunkt, Gelenkwinkel) mit sportpsychologischen Aspekten des motorischen Lernens und der Feedback-Methodik.
Das Hauptziel ist es, festzustellen, ob visuelle Bewegungsaufzeichnungen in Kombination mit fachkundigem Feedback die Lernwirksamkeit hinsichtlich der Körperschwerpunktverlagerung positiv beeinflussen und langfristig erhöhen können.
Es wurde ein zweistufiges Verfahren angewandt: Zunächst eine laborbasierte Bewegungsanalyse zur Erstellung eines Modells, gefolgt von einer Pilotstudie im Rahmen einer Schneesport-Exkursion unter Anwendung der "Kontrollierten Praxis".
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Bewegungskriterien, die detaillierte Beschreibung der apparativen Datenerhebung mittels Motion-Capture und Kraftmessplatten sowie die empirische Auswertung der Video-Feedback-Effekte auf die Probanden.
Die zentralen Schlagworte sind alpiner Skisport, Videoanalyse, Körperschwerpunktverlagerung, Fußgelenksflexion, motorisches Lernen und Feedback.
Die Fußgelenksflexion wird als wichtigster Hebel identifiziert, um den Körperschwerpunkt effektiv nach vorne zu verlagern und somit die Belastung auf die Skimitte zu zentrieren.
Obwohl individuelle Verbesserungen erkennbar waren, zeigte der Vergleich der Interventions- mit der Kontrollgruppe keine statistisch signifikanten Unterschiede im allgemeinen Fahrkönnen, da das Bewertungsraster zu breit angelegt war.
Die Videoanalyse half den Probanden, die oft unrealistisch optimistische oder pessimistische Selbsteinschätzung mit der tatsächlichen Bewegungsausführung abzugleichen, wodurch eine reflektiertere Leistungsbewertung ermöglicht wurde.
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