Magisterarbeit, 2004
85 Seiten, Note: 2,0
Die vorliegende Magisterarbeit untersucht die Wahrnehmung des europäischen Einflusses durch Kölner Kommunalpolitiker. Sie setzt sich zum Ziel, das Europabild der Politiker zu analysieren und die Rolle der Kommunen im europäischen Mehrebenensystem zu beleuchten.
Das erste Kapitel führt in die Thematik ein und definiert die zentralen Forschungsfragen. Das zweite Kapitel beleuchtet die theoretischen Grundlagen des europäischen Mehrebenensystems und die Rolle von Institutionen, Interaktionen, Organisationen und Akteuren. Des Weiteren wird die Bedeutung von Leitbildern im Kontext des Europabilds der Kommunalpolitiker diskutiert.
Das dritte Kapitel behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen der europäischen Einbindung von Kommunen und untersucht die „Europa-Betroffenheit“ deutscher Kommunen. Zudem wird die Rolle von Lobbying und europäischen Netzwerken analysiert.
Das vierte Kapitel präsentiert die Ergebnisse der empirischen Untersuchung des Europabilds Kölner Kommunalpolitiker. Es werden die angewandten Forschungsmethoden, die Stichprobenauswahl und die Datenerhebung sowie die Ergebnisse der Inhaltsanalyse detailliert dargestellt.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Analyse des Europabilds Kölner Kommunalpolitiker und beleuchtet den Einfluss der europäischen Integration auf die lokale Ebene. Zu den zentralen Schlüsselbegriffen gehören: EU, Europabild, Köln, Kommune, Kommunalpolitiker, Leitbilder, Neoinstitutionalismus, Mehrebenensystem, "Europa-Betroffenheit", Lobbying und Netzwerke.
Die Untersuchung zeigt, dass Kölner Kommunalpolitiker die europäische Dimension ihrer Arbeit nur in sehr geringem Maße wahrnehmen. Ihr Europabild wird eher durch allgemeine Bewertungen der EU als durch konkrete kommunale Betroffenheit bestimmt.
Kommunen sind durch EU-Richtlinien (z. B. im Vergaberecht oder Umweltauflagen) direkt betroffen. Dennoch wird dieser Einfluss von den Akteuren vor Ort oft unterschätzt oder nur passiv wahrgenommen.
Netzwerke und Lobbying sind Instrumente, mit denen Kommunen versuchen, ihre Interessen in Brüssel zu vertreten. Die Arbeit zeigt jedoch, dass ein echter Dialog zwischen der EU und den Kommunen strukturell schwierig bleibt.
Ursprünglich wurde angenommen, dass lokale Leitbilder das Europabild prägen. Die empirischen Ergebnisse der Arbeit konnten diese Annahme jedoch nicht bestätigen.
Ja, die Magisterarbeit stellt fest, dass ein erhebliches Informationsdefizit besteht, was dazu führt, dass europäische Themen im kommunalen Alltag kaum eine strategische Rolle spielen.
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