Masterarbeit, 2014
202 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
I. Einleitung
II. Theoretische Grundlagen
1. Begriffliche Erklärung von Inklusion in Abgrenzung zur Integration
2. Rechtliche Grundlagen schulischer Inklusion
3. Prinzipien und Strukturen inklusiver Bildung
3.1 Heterogenität
3.2 Teilhabe und Zugehörigkeit
3.3 Teamteaching
3.4 Innere Differenzierung
III. Fragestellung und Zielsetzung dieser Arbeit
IV. Qualitative Studie zum Thema: Sprachunterricht im Fokus von Inklusion
1. Qualitative Forschung und Ziele dieser Studie
2. Sampling, Feldzugang und Durchführung
3. Erhebungsmethode
3.1 Das Leitfadeninterview als problemzentriertes Interview
3.2 Instrumente des problemzentrierten Interviews
3.3 Begründung der Methodenwahl
V. Auswertung der Interviews
1. Formale Charakteristika des Materials und Transkriptionsregeln
2. Auswertungsverfahren: Die Qualitative Inhaltsanalyse
3. Einzelauswertung der Interviews (Zusammenfassung und Explikation)
3.1 Interviewgruppe I
3.1.1 Interview A
3.1.2 Interview B
3.1.3 Interview C
3.1.4 Interview D
3.1.5 Interview E
3.2 Interviewgruppe II
3.2.1 Interview A
3.2.2 Interview B
3.2.3 Interview C
3.2.4 Interview D
3.2.5 Interview E
3.3 Interviewgruppe III
3.3.1 Interview A
3.3.2 Interview B
3.3.3 Interview C
3.3.4 Interview D
3.3.5 Interview E
4. Strukturierung und Kategorisierung
4.1 Interviewgruppe I
4.2 Interviewgruppe II
4.3 Interviewgruppe III
5. Gesamtauswertung
VI. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht, wie sich der Deutschunterricht in der Regelschule verändern muss, um inklusiven Standards zu entsprechen, wobei insbesondere der Rechtschreibunterricht im Fokus steht. Ziel ist es, auf Basis einer qualitativen Studie Bestandsaufnahmen und Handlungsmöglichkeiten für Lehrkräfte zu identifizieren.
3.1 Heterogenität
Zwar ist die Homogenität einer Lerngruppe sowieso ein selbstauferlegtes Ideal, das niemals erreicht wird, wenn man schon alleine die verschiedenen kulturellen Wurzeln aber auch die Voraussetzungen der Schüler und Schülerinnen aus sozialwissenschaftlicher Perspektive betrachtet. Letztlich gibt es keine homogenen Lerngruppen, jedoch ist in der aktuellen Forschungsliteratur immer noch die Rede von einer homogenen Lerngruppe, obwohl Heterogenität eine bekannte Tatsache ist. Trotzdem ist gerade im bestehenden deutschen Schulsystem das Ziel, die Schüler und Schülerinnen so zu selektieren, dass sie in hochdifferenzierten Einrichtungen möglichst homogene Gruppen bilden. Das heißt konkret, dass die Schüler und Schülerinnen nach der Grundschulzeit in verschiedene Schulformen eingegliedert werden, damit diese Schulformen nach Möglichkeit Lerngruppen beschulen, welche in etwa die gleichen Ausgangsvoraussetzungen mitbringen. So suggerieren unterschiedliche Schulformen, dass Schüler und Schülerinnen passgenau aufgeteilt werden müssen, um Gruppen zu erhalten, die anschließend im Gleichschritt lernen. Dieser Gleichschritt lässt sich sowohl in Lehrplänen als auch in der Lernzeit und den Lernwegen wiederfinden. Das deutsche Schulsystem basiert also auf dem Konstrukt der homogenen Lerngruppe. Dieses Phänomen zeigt, dass Heterogenität eher als Problem angesehen wird, welches es, beispielsweise durch Selektion, zu beseitigen gilt. In inklusiven Bildungseinrichtungen soll Heterogenität jedoch als Bereicherung und Chance für die Gestaltung eines Bildungsangebotes angesehen werden, das sich an alle Schüler und Schülerinnen richtet. So verzichten inklusive Bildungseinrichtungen von vornherein auf jegliche Form von Aussonderung. Vielmehr ist die Heterogenität, also die unterschiedlichen Lernbedürfnisse, die unterschiedlichen Interessen sowie die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen der Schüler und Schülerinnen, die Ausgangsbedingung inklusiver Bildung.
Die Inklusion wendet sich der Heterogenität einer Lerngruppe positiv zu. Heterogenität bedeutet demnach nicht, dass verschiedene Schüler und Schülerinnen mit dem Ziel beschult werden, irgendwann eine homogene Lerngruppe zu werden. Vielmehr wird gerade die Vielfalt, die eine solche heterogene inklusive Klasse mit sich bringt, begrüßt.
I. Einleitung: Das Kapitel führt in das Konzept der Inklusion ein, verdeutlicht die Herausforderungen für das deutsche Schulsystem und benennt die Forschungsfrage.
II. Theoretische Grundlagen: Hier wird der Inklusionsbegriff definiert, rechtliche Rahmenbedingungen erläutert und pädagogische Prinzipien wie Teamteaching und Differenzierung dargestellt.
III. Fragestellung und Zielsetzung dieser Arbeit: Dieses Kapitel spezifiziert das Ziel der Arbeit, den inklusiven Deutschunterricht zu untersuchen und die Forschungsfrage methodisch einzuordnen.
IV. Qualitative Studie zum Thema: Sprachunterricht im Fokus von Inklusion: Das Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der qualitativen Forschung, einschließlich der Wahl des problemzentrierten Interviews.
V. Auswertung der Interviews: Die erhobenen Daten werden hier formal und inhaltlich ausgewertet, kategorisiert und in eine Gesamtauswertung überführt.
VI. Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Studie zusammen und reflektiert die Möglichkeiten und Grenzen inklusiven Unterrichts.
Inklusion, Integration, Rechtschreibunterricht, Deutschunterricht, qualitative Studie, problemzentriertes Interview, Teamteaching, Differenzierung, Heterogenität, Sonderpädagogik, Regelschule, Förderschule, Inklusionsstandards, Lehrkräfte, Schulentwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit der Umsetzung von Inklusion im deutschen Regelschulsystem, speziell mit dem Fokus auf den Deutsch- und Rechtschreibunterricht.
Neben theoretischen Grundlagen zur Inklusion stehen empirische Erhebungen über Lehrereinstellungen, Unterrichtsgestaltung und notwendige Ressourcen im Mittelpunkt.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie sich der Sprachunterricht verändern muss, damit er inklusiven Anforderungen gerecht wird und Lehrkräfte dabei unterstützt werden können.
Die Arbeit nutzt die qualitative Sozialforschung, insbesondere das problemzentrierte Leitfadeninterview, um subjektive Perspektiven von Lehrkräften zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte inklusiver Bildung und eine umfangreiche Auswertung von Experteninterviews mit verschiedenen Lehrergruppen.
Zentrale Begriffe sind Inklusion, Differenzierung, Teamteaching, Heterogenität und Rechtschreibunterricht.
Teamteaching wird von vielen Befragten als zentraler Baustein für die Entlastung der Lehrkräfte und die Ermöglichung individueller Förderung bewertet.
Die Befragten stehen Inklusion prinzipiell positiv gegenüber, äußern jedoch deutliche Kritik an der mangelnden personellen und materiellen Ausstattung.
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