Bachelorarbeit, 2011
56 Seiten, Note: 1,3
Geowissenschaften / Geographie - Meteorologie, Aeronomie, Klimatologie
1 Einleitung
2 Problemstellung
3 Theorieteil
3.1 Klimaelemente
3.1.1 Temperatur
3.1.2 Luftfeuchtigkeit
3.1.3 Niederschlag
3.2 Kenntage
3.3 Bioklima
3.4 Hitze-Index und Schwüle
3.4.1 Beschreibung
3.4.2 Modell nach Rothfusz und seine Einflussfaktoren
3.4.3 Berechnung des Hitze-Indexwertes nach NOAA
3.4.4 Problematik bei der Schwülebestimmung
3.4.5 Rolle der Gegenstrahlung
4 Praxisteil
4.1 Material und Methoden
4.1.1 Darstellung der Datenerhebung
4.1.2 Aufbereitung der Messdaten
4.1.3 Stationsauswahl
4.2 Analyse der Daten
4.2.1 Klimaentwicklung in ausgewählten Tallandschaften und Regionen
4.2.2 Temperaturverlauf im Juli und August 2011 der gewählten Stationen
4.2.3 Häufigkeit der Schwüle für ausgewählte Stationen
4.2.4 Zusammenhang der Schwülefaktoren
4.2.5 Abhängigkeit von Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit
4.3 Einfluss des Reliefs
4.4 Etablierung des Hitze-Indexwertes im Wetterbericht
5 Relevanz für den Schulalltag
5.1 Schlüsselprobleme
5.2 Lernen braucht Motivation
5.3 Schülerorientierung
5.4 Vorschläge für die Unterrichtsgestaltung
5.5 Umgang mit Hitze und Schwüle im Schulbetrieb
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht anhand ausgewählter Klimastationen in Rheinland-Pfalz den klimatischen Momentanstand sowie die Entwicklung von Hitze und Schwüle während der Sommermonate Juli und August 2011, um daraus Schlüsse für die regionale Zukunft zu ziehen und didaktische Ansätze für den Schulalltag zu formulieren.
3.4.1 Beschreibung
Der Hitze-Index drückt nach FRIEDRICH (2007: 158) die gefühlte Schwüle in ihrer Quantität aus. Er beschreibt die gefühlte Temperatur in Abhängigkeit von der gemessenen Lufttemperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit. Der Mensch reguliert seine Körpertemperatur bei höheren Temperaturen über die Verdunstung von Flüssigkeit, das Schwitzen. Die Erzeugung von Verdunstungskälte beim Schwitzen hängt von der die Haut umgebenden Luftfeuchtigkeit ab. Schweiß kann allerdings nur verdunsten, wenn der Wasserdampfdruck der Umgebungsluft geringer ist, als der an der Hautoberfläche. Eine höhere Luftfeuchtigkeit vermindert im zunehmenden Maße die mögliche Transpiration über die Haut. Sie wird in Verbindung mit einer hohen Temperatur als schwüle Hitze empfunden.
Ein weit verbreitetes Modell ist das Klima-Michel-Modell (KMM) nach JENDRITZKY, welches neben den meteorologischen Elementen auch den Aktivitätszustand des Menschen sowie durchschnittliche Werte für Geschlecht, Alter, Größe, Gewicht, Körperoberfläche und Kleidung berücksichtigt. Das so ermittelte Behaglichkeitsmaß „Gefühlte Temperatur“ wird u. a. in Bioklimakarten (Abb. 2) verwendet (KUTTLER 2009: 177f). Im Kapitel 3.4.2 wird ein weiteres aktuelles Modell beschrieben, auf dem die Berechnung des Hitze-Indexwertes durch die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) basiert. Die NOAA wurde 1970 mit dem Hauptsitz Washington D.C. gegründet. Sie ist die Wetter- und Ozeanographiebehörde der Vereinigten Staaten von Amerika (NOAA 2007).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den globalen Klimawandel und die zunehmende Relevanz regionaler Klimaanalysen für die Erforschung von Extremwerten.
2 Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die Zielsetzung der Arbeit, den Momentanstand klimatischer Bedingungen in Rheinland-Pfalz für den Sommer 2011 zu erfassen und einen Bezug zum Schulalltag herzustellen.
3 Theorieteil: Hier werden die klimatologischen Grundlagen sowie die Berechnungsmethoden des Hitze-Index und die bioklimatischen Auswirkungen auf den Menschen dargelegt.
4 Praxisteil: Dieser Abschnitt umfasst die Auswertung der DLR-Messdaten für acht ausgewählte Stationen und untersucht den Zusammenhang zwischen Mikroklima, Relief und Schwülebelastung.
5 Relevanz für den Schulalltag: Das Kapitel diskutiert, wie Erkenntnisse über das Klima und Schwüleereignisse methodisch sinnvoll und motivierend in den Geographieunterricht integriert werden können.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die Tendenz zur Zunahme von Hitzebelastungen und plädiert für einen bewussten Umgang mit Ressourcen im schulischen Kontext.
Klimawandel, Rheinland-Pfalz, Hitze-Index, Schwüle, Klimastationen, NOAA, Bioklima, Tallandschaften, Mikroklima, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Sommer 2011, Hitzetage, Schulalltag, Didaktik.
Die Bachelorarbeit analysiert klimageographische Daten ausgewählter Stationen in Rheinland-Pfalz mit besonderem Fokus auf Schwüle- und Hitzeereignisse in den Monaten Juli und August 2011.
Zentrale Felder sind die meteorologische Datenanalyse, die Anwendung des NOAA-Hitze-Index, der Einfluss lokaler Geländeformen auf das Klima sowie die didaktische Verknüpfung dieser Themen mit dem Schulalltag.
Ziel ist es, den klimatischen Momentanstand für die Region zu erfassen und zu prüfen, ob sich Trends für eine regionale Zukunft ableiten lassen, während gleichzeitig Handlungsoptionen für Schulen bei Hitzebelastung entwickelt werden.
Die Arbeit nutzt eine quantitative Analyse stündlicher Messwerte verschiedener DLR-Wetterstationen, die mittels des Hitze-Index-Modells nach NOAA und Rothfusz berechnet und grafisch ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen Theorieteil zu Klimaelementen und bioklimatischen Indizes sowie einen Praxisteil, der die Datenerhebung, Stationsauswahl, Datenanalyse und die unterrichtspraktische Relevanz detailliert darstellt.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Hitze-Index, Schwüle, Klimawandel, Rheinland-Pfalz, Tallandschaften und schülerorientierte Unterrichtsgestaltung charakterisiert.
Trotz der räumlichen Nähe erklärt die Arbeit die Unterschiede durch das Mikroklima, wie etwa die Geländeneigung und Bebauung in Mainz gegenüber der exponierten Lage in einer Senke in Drais-Finthen.
Sie schlägt vor, Klimadaten aktiv in den Unterricht einzubeziehen, durch Projekte das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu fördern und klare Strategien wie hitzefreie Regelungen oder Sportunterrichts-Anpassungen zu etablieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

