Bachelorarbeit, 2015
84 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Spezifikation des Demokratiebegriffs
2.1. Definitionen des Demokratiebegriffs
2.2. Grundlagen der Indexkonstruktion
2.2.1. Motivation zur Indexkonstruktion
2.2.2. Hürden der Indexkonstruktion
2.3. Beispiele geläufiger Demokratieindizes
3. Spezifikation des Globalisierungsbegriffs
3.1. Definitionen des Globalisierungsbegriffs
3.2. Operationalisierung des Globalisierungsbegriffs
4. Die Beziehung zwischen Demokratie und Globalisierung
4.1. Diskussion theoretischer Argumente
4.1.1. Argumente eines positiven Zusammenhangs
4.1.2. Argumente eines negativen Zusammenhangs
4.1.3. Zwischenfazit
4.2. Quantitativer Ansatz
5. Ergebnisinterpretation
6. Fazit und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, den Konflikt widersprüchlicher Argumente bezüglich des Zusammenhangs von Globalisierung und Demokratie systematisch zu untersuchen und sowohl theoretisch als auch quantitativ zu beleuchten.
4.1.1. Argumente eines positiven Zusammenhangs
Einen ersten Hinweis auf einen positiven Zusammenhang zwischen Globalisierung und Demokratie liefert die zeitliche Koinzidenz in der Entwicklung beider Konstrukte.125 Die Tatsache, dass sowohl Demokratie als auch Globalisierung in den letzten Jahrzehnten zugenommen haben, führt zu der These, dass Globalisierung die Entstehung staatlicher demokratischer Systeme fördert. So stellt beispielsweise Weiffen126 fest:
„Es liegt nahe, dass Internationalisierung, wirtschaftliche Verflechtung und die Entstehung inter-, trans- und supranationaler Regelungsmechanismen in Weltwirtschaft und Weltpolitik auch eine wechselseitige Beeinflussung der Nationalstaaten im Hinblick auf ihre Staatsform zur Folge haben.“
Unstrittig ist, dass die Anzahl demokratischer Systeme im 20. und 21. Jahrhundert zugenommen hat (Abbildung 3).
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Globalisierungsprozessen und demokratischen Entwicklungen.
2. Spezifikation des Demokratiebegriffs: Dieses Kapitel definiert Demokratie, untersucht die Herausforderungen der Indexkonstruktion und stellt gängige Indizes wie Freedom House, Polity und den Demokratieindex von Vanhanen vor.
3. Spezifikation des Globalisierungsbegriffs: Hier werden Definitionen von Globalisierung diskutiert sowie deren Operationalisierung durch Indizes wie den KOF-Index und den Maastricht Globalisierungsindex kritisch hinterfragt.
4. Die Beziehung zwischen Demokratie und Globalisierung: Das Kernkapitel diskutiert theoretische Pro- und Contra-Argumente für einen Zusammenhang und gibt einen Überblick über quantitative Studien, die diese Beziehung empirisch untersuchen.
5. Ergebnisinterpretation: Dieses Kapitel interpretiert die widersprüchlichen Befunde der Forschung und führt sie auf methodische Unterschiede, subjektive Entscheidungen und die Komplexität der Untersuchungsgegenstände zurück.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Notwendigkeit methodischer Transparenz und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung zukünftiger Forschungsarbeiten.
Globalisierung, Demokratie, Demokratisierung, Indexkonstruktion, Operationalisierung, KOF-Index, Polity-Index, Freedom House, Wirtschaftssoziologie, Politikwissenschaft, Wohlfahrtsstaat, Transnationale Unternehmen, Regressionsanalyse, Korrelation, Souveränität.
Die Arbeit untersucht die wissenschaftlich umstrittene Beziehung zwischen Globalisierung und Demokratie, um zu klären, ob Globalisierung demokratische Prozesse fördert oder behindert.
Zentrale Themen sind die Begriffsbestimmung von Demokratie und Globalisierung, die methodische Messbarkeit beider Konzepte durch Indizes sowie die theoretische und empirische Analyse ihrer Wechselwirkungen.
Das Ziel ist es, den Konflikt widersprüchlicher Argumente zum Zusammenhang von Globalisierung und Demokratie durch eine systematische Analyse der Forschungslage zu beleuchten und einzuordnen.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse theoretischer Argumente sowie eine komparative Zusammenstellung und Auswertung quantitativer empirischer Studien.
Der Hauptteil gliedert sich in die Spezifikation der Begriffe, die Diskussion theoretischer Argumente (positiv/negativ) sowie die Vorstellung und kritische Einordnung quantitativer Ansätze und Studien.
Die zentralen Schlagworte sind Globalisierung, Demokratie, Messbarkeit, Indexkonstruktion, politischer Gestaltungswille und Transnationalisierung.
Die Messung ist problematisch, da die Indexbildung auf vielen subjektiven Entscheidungen des Forschers basiert, wie der Auswahl der Indikatoren und deren Gewichtung, was die Vergleichbarkeit der Ergebnisse beeinflussen kann.
Diese These besagt, dass Globalisierung Staaten zu einem Wettbewerb um Standortvorteile zwingt, was zu einem Abbau von Sozialstandards, Steuereinnahmen und letztlich zu einem Machtverlust demokratischer Institutionen führen soll.
Nein, die Arbeit stellt fest, dass die Forschungsergebnisse widersprüchlich sind; ein pauschaler positiver oder negativer Zusammenhang lässt sich nicht generalisieren, da er stark vom Kontext und der methodischen Herangehensweise abhängt.
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