Bachelorarbeit, 2015
46 Seiten, Note: 1,7
1 Einführung
1. Die Depressive Störung
1.1 Definition
1.2 Multifaktorielles Modell der depressiven Störung
1.3 Depressive Symptomatik
1.3.1 Depressive Syndrome
1.4 Auswirkungen der depressiven Störungen
1.4.1 Auswirkungen auf die Mortalität und Lebensqualität
1.4.2 Auswirkungen auf Schlaf und Stimmung
1.4.3 Auswirkungen auf Kognitionen
1.4.4 Soziale Auswirkungen
1.5 Verlauf depressiver Erkrankungen
1.6 Epidemiologie depressiver Störungen
1.7 Folgen depressiver Erkrankungen für die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit
2 Wiedereingliederung der depressiv Erkrankten ins Berufsleben
2.1 Relevanz und Chancen der Wiedereingliederung
2.2 Risiken und Grenzen der beruflichen Wiedereingliederung
2.2.1 Das Anforderungs-Kontroll-Modell
2.2.2 Modell der beruflichen Gratifikationskrisen
3 Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
3.1 Gesetzliche Rahmenbedingungen
3.2 Zielgruppe und Zielsetzung
3.3 Zuständigkeiten und Ziele der Sozialleistungsträger
3.3.1 Die gesetzliche Rentenversicherung
3.3.2 Die Agentur für Arbeit
3.4 Ausschnitt der relevanten Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
3.5 Chancen und Grenzen Antragstellung
4 Die Stufenweise Wiedereingliederung
4.1 Rechtliche Anspruchsgrundlagen und Voraussetzungen
4.2 Zielgruppe und Zielsetzungen der stufenweisen Wiedereingliederung
4.3 Grundsätze der Wiedereingliederung
4.3.1 Freiwilligkeit
4.3.2 Arbeitsunfähigkeit, Entgeltfortzahlung und Versicherungsschutz
4.3.3 Dauer der stufenweisen Wiedereingliederung
4.3.4 Anspruch auf Entgelt für Arbeitsleistungen
4.3.5 Personenbezogene Daten
5 Rolle der Sozialen Arbeit
5.1 Betriebliche Sozialarbeit
5.1.1 Rahmenkonzeption und Aufgaben
5.1.2 Betriebliche Sozialarbeit und die stufenweise Wiedereingliederung
5.2 Case-Management in der BSA
5.2.1 Anregung und Beteiligte der stufenweisen Wiedereingliederung
5.2.2 Erstkontakt mit dem Case-Manager-Assessment
5.2.3 Einleitung der stufenweisen Wiedereingliederung – Planning
5.2.4 Durchführung der stufenweisen Wiedereingliederung – Intervention
5.2.5 Begleitung und Überprüfung - Monitoring
5.2.6 Koordination und Evaluation - Monitoring
5.3 Relevanz, Methoden und Schlüsselkompetenzen der Sozialen Arbeit
6 Resümee
7 Fazit
Die vorliegende Bachelorthesis analysiert die Chancen und Grenzen für depressiv erkrankte Menschen bei der beruflichen Wiedereingliederung und untersucht dabei insbesondere die Rolle und methodische Arbeitsweise der Sozialen Arbeit in diesem Prozess.
1.2 Multifaktorielles Modell der depressiven Störung
Um verschiedene Erklärungsfaktoren zusammenzuführen, wird ein mehr-faktorielles Modell dargestellt, das von empirisch abgesicherten, psychologischen Erkenntnissen zur Entwicklung von depressiven Störungen ausgeht. Dieser Ansatz billigt genetische und neuroendokrine Prozesse, dispositionelle Faktoren, innerpsychische Mechanismen, verändertes unmittelbares Erleben nach aversiven Erfahrungen sowie soziale und instrumentelle protektive Faktoren (wie Unterstützung und Ressourcen) neben kognitiven, interaktionellen und behavioralen Faktoren (vgl. Hautzinger 1998, S. 38).
In Abbildung 1 wird das mehrfaktorielle Modell der Entwicklung der depressiven Störung grafisch dargestellt und vereinfacht erläutert. Das Modell besteht aus folgenden Einflussgrößen (A bis G) und zahlreichen Querverbindungen und Rückkopplungen.
1 Einführung: Diese Einleitung beleuchtet die steigende gesellschaftliche Relevanz von Depressionen sowie die Herausforderungen an die Soziale Arbeit bei der beruflichen Integration der Betroffenen.
1. Die Depressive Störung: In diesem Kapitel wird das medizinische Störungsbild der Depression definiert, ihre Entstehung modellhaft erklärt sowie die Symptomatik und die weitreichenden Auswirkungen auf die Betroffenen und deren Umfeld erörtert.
2 Wiedereingliederung der depressiv Erkrankten ins Berufsleben: Hier werden die Chancen und Risiken einer beruflichen Rückkehr diskutiert, wobei insbesondere mittels soziologischer Modelle analysiert wird, inwiefern bestimmte Arbeitsbedingungen die psychische Gesundheit beeinflussen können.
3 Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die verschiedenen Leistungsträger und die administrativen Wege, um eine berufliche Rehabilitation durch Umschulung oder Weiterbildung zu erreichen.
4 Die Stufenweise Wiedereingliederung: Hierbei wird das sogenannte „Hamburger Modell“ vorgestellt, welches eine schrittweise Rückkehr an den ursprünglichen Arbeitsplatz unter ärztlicher Begleitung und rechtlicher Absicherung ermöglicht.
5 Rolle der Sozialen Arbeit: Dieses Kapitel veranschaulicht die methodische Begleitung der Wiedereingliederung durch die betriebliche Sozialarbeit mittels Case-Management sowie die Bedeutung der professionellen Schlüsselkompetenzen.
6 Resümee: In dieser Zusammenfassung wird die Bedeutung der individuellen Anpassung von Wiedereingliederungsplänen kritisch reflektiert und die Notwendigkeit einer ganzheitlichen, professionellen Begleitung betont.
7 Fazit: Das Fazit stellt die sozialrechtlichen Defizite dar, kritisiert die Tendenzen zur Ökonomisierung der Sozialen Arbeit und mahnt eine stärkere Fokussierung auf den Menschen statt auf rein prozessoptimierte Abläufe an.
Depression, berufliche Wiedereingliederung, Soziale Arbeit, betriebliche Sozialarbeit, Case-Management, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, stufenweise Wiedereingliederung, berufliche Rehabilitation, psychische Gesundheit, Anforderungs-Kontroll-Modell, Gratifikationskrisen, Empowerment, berufliche Reintegration, Rezidivprävention, soziale Gerechtigkeit.
Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen einer beruflichen Wiedereingliederung für Menschen, die an einer depressiven Störung gelitten haben.
Zentral sind die medizinischen Aspekte der Depression, die soziologische Bewertung von Arbeitsbelastungen, die rechtlichen Möglichkeiten zur Teilhabe am Arbeitsleben und die Rolle der betrieblichen Sozialarbeit.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Betroffene unter Einbeziehung professioneller Begleitung erfolgreich wieder in den Beruf zurückkehren können, ohne einen Rückfall zu riskieren.
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die theoretische Konzepte (wie das Anforderungs-Kontroll-Modell) und rechtliche Grundlagen mit dem methodischen Handlungsfeld der Sozialen Arbeit verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Störungsbildes, die Analyse von Chancen und Grenzen, die rechtlichen Verfahren der beruflichen Rehabilitation sowie die konkrete Ausgestaltung des Case-Managements in der betrieblichen Sozialarbeit.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Case-Management, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA), stufenweise Wiedereingliederung und das Konzept der beruflichen Gratifikationskrisen.
Sie fungiert als neutrale Instanz, die nicht nur koordiniert und berät, sondern auch eine stützende Brücke zwischen dem Arbeitgeber, den medizinischen Akteuren und dem Betroffenen schlägt.
Sozialarbeiter müssen den Spagat zwischen den Interessen des Individuums (Heilung/Wohlbefinden) und den betriebswirtschaftlichen oder staatlichen Erfordernissen (Integration/Produktivität) bewältigen.
Die Autorin warnt davor, dass durch eine inflationäre Standardisierung des Case-Managements der menschliche Fokus und die ethischen Prinzipien der Sozialen Arbeit zugunsten reiner Effizienz verloren gehen könnten.
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