Masterarbeit, 2015
93 Seiten, Note: A
1 Einleitung
1.1 Darlegung des Problems
1.2 Forschungsfrage
1.3 Zielformulierung
1.4 These
1.5 Herangehensweise und Aufbau der Arbeit
2 Vom Guten zur Wissenschaft: das Fundament der modernen Kommunikationswissenschaft
2.1 Das Gute und das Wahre
2.2 Aristoteles, Kategorien und Rhetorik
2.3 Rationalismus – der subjektive Zweifel an der Welterfahrung
2.4 Empirismus – die unbeteiligte, objektive Welterfahrung
2.5 Immanuel Kant und Ästhetik
3 Marketingkommunikation und integrierte Kommunikation
3.1 Grundlagen der Marketingkommunikation
3.2 Die Regeln der Gestaltpsychologie
3.2.1 Das Gesetz der Prägnanz oder das Gesetz der guten Gestalt
3.2.2 Das Gesetz der Gleichartigkeit
3.2.3 Das Gesetz der Nähe
3.2.4 Das Gesetz der Geschlossenheit
3.2.5 Das Gesetz der Erfahrung
3.3 Die Aufmerksamkeitsgesetze
3.4 Die Regeln für verständliches Schreiben
3.4.1 Das Hamburger Verständlichkeitsmodell
3.4.2 Die Regeln der Schreibwerkstatt
4 Authentische Kommunikation durch die Metaphysik der Qualität
4.1 Die Suche nach Qualität
4.2 Romantische und klassische Qualität
4.3 Statische und dynamische Qualität
4.4 Der Verlust der Sinnlichkeit durch die Ratio
4.5 Kommunikation ohne Sinnlichkeit und Authentizität
4.6 Inspirationalität statt Rationalität – ein kommunikativer Gegenvorschlag
4.7 Die Richtung der Qualität
4.8 Eine authentische gestalterische Haltung mit Wert und Richtung
5 Zusammenfassung, Fazit und Ausblick
Die vorliegende Master-Thesis untersucht, wie im heutigen massenmedialen Umfeld der Informationsflut authentische Kommunikation und einzigartige Medienprodukte entstehen können. Die zentrale Forschungsfrage hinterfragt dabei die Dominanz rationalistischer, regelbasierter Gestaltungsmethoden und sucht nach einem alternativen Ansatz, der Qualität, Werte und die subjektive Erfahrung des Kreativschaffenden wieder in den Mittelpunkt stellt.
4.1 Die Suche nach Qualität
In seinen beiden Romanen „Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten“ und „Lila“ entwickelt Robert M. Pirsig eine Metaphysik, welche die Subjekt-Objekt-Metaphysik erweitert. Für Pirsig als Metaphysiker ist es das Ziel ein Konzept der Realität zu vermitteln, das uns helfen soll, Dinge wahrzunehmen und zu geniessen, die wir oft übersehen oder verneinen. Um dieses Ziel zu erreichen, sucht er nicht nach einer Sicht der Realität, die in einem absoluten Sinne korrekt ist. Er stellt vielmehr die pragmatische Frage: „Welche Sicht ist die beste?“
Pirsig stellt und beantwortet diese Frage im Rahmen eines Romans, also im Rahmen der Rhetorik, nicht der Dialektik. Diese Form der Darstellung ist ungewohnt und wird von den Kritikern Pirsigs kritisch betrachtet. Die Möglichkeit, dass Rhetorik oder Literatur zur Wahrheitsfindung irgendetwas Bedeutsames beitragen könnte, wird gemäss Nussbaum negiert. Der Grund hierfür liegt darin, dass Literatur nicht an der Wahrheitskonditionierung und den rigorosen Analysen der Philosophie festhält. „Literature, in short, is inherently unreliable as a source of knowledge and truth about the world.“ Doch Pirsigs Anliegen ist eben dieses: den Rahmen der Wahrheitskonditionierung zu verlassen. Gemäss Pirsig war es seit vorsokratischer Zeit notwendig, die Leidenschaften und Emotionen zu verwerfen, um den rationalen Geist für das Verständnis der Ordnung der Natur, die damals noch unbekannt war, freizumachen. Jetzt sei es aber an der Zeit, das Verständnis der Ordnung zu fördern, indem die Leidenschaften, denen man ursprünglich zu entkommen versuchte, wieder einbezogen werden. Für Pirsig sind die Leidenschaften, die Emotionen, der affektive Teil des menschlichen Bewusstseins und der zentrale Teil der natürlichen Ordnung.
1 Einleitung: Die Einleitung definiert die Problematik der Informationsflut und führt in die These ein, dass authentische Kommunikation nicht durch starre Regeln, sondern durch eine gestalterische Haltung entsteht.
2 Vom Guten zur Wissenschaft: das Fundament der modernen Kommunikationswissenschaft: Dieses Kapitel arbeitet die philosophischen Ursprünge der westlichen Rationalität auf und beleuchtet den historischen Wandel von der Suche nach „Arete“ hin zur objektiven Wahrheitsfindung.
3 Marketingkommunikation und integrierte Kommunikation: Hier werden gängige Theorien und Instrumente der modernen Kommunikationspraxis vorgestellt, einschließlich der Gestaltpsychologie, Aufmerksamkeitsgesetze und Modelle für verständliches Schreiben.
4 Authentische Kommunikation durch die Metaphysik der Qualität: Dieses Kernkapitel führt Robert M. Pirsigs Metaphysik der Qualität als theoretische Alternative ein und entwickelt daraus den Begriff der „Inspirationalität“ zur Überwindung der rationalistischen Entfremdung.
5 Zusammenfassung, Fazit und Ausblick: Das Abschlusskapitel resümiert die Notwendigkeit, das Subjekt und den Wertbegriff in die Gestaltung zurückzuführen, und reflektiert die Bedeutung dynamischer Qualität für dauerhaft relevante Kommunikation.
Authentizität, Metaphysik der Qualität, Rationalität, Kommunikation, Gestaltpsychologie, Arete, Subjekt-Objekt-Metaphysik, Inspirationalität, Wissensvermittlung, Designethik, Entfremdung, Sinnlichkeit, Wertestruktur, Robert M. Pirsig, Medienprodukte
Die Arbeit untersucht, wie Medienschaffende im heutigen Umfeld authentische und einzigartige Inhalte erschaffen können, die über rein schablonenhafte, regelbasierte Kommunikation hinausgehen.
Die Themen umspannen Philosophiegeschichte, moderne Kommunikationstheorie, Gestaltpsychologie, Designethik sowie Robert M. Pirsigs Metaphysik der Qualität.
Das Ziel ist es, ein Verständnis für eine alternative Herangehensweise an Gestaltung zu entwickeln, die auf Qualität und Authentizität basiert und sich von der instrumentellen Rationalität löst.
Die Arbeit verfolgt eine wissenschaftliche Methodologie, setzt sich aber kritisch mit den Grenzen rationaler Methoden auseinander und integriert philosophische und metaphysische Reflexionen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung der Trennung von Gutem und Wahrem, eine Analyse moderner Kommunikationsregeln und die Einführung der Metaphysik der Qualität als Grundlage für authentische Kommunikation.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Authentizität, Metaphysik der Qualität, Rationalität, Kommunikation und Designethik zusammenfassen.
Inspirationalität ist der vom Autor geprägte Gegenentwurf zur rein rationalen Gestaltung; sie bezeichnet Kommunikation, die aus einem unmittelbaren Erleben – der dynamischen Qualität – entspringt.
Der Autor kritisiert nicht die Gesetze selbst, sondern deren schablonenhafte, rein zweckorientierte Anwendung, die laut seiner These dazu führt, dass Inhalte austauschbar werden und in der Informationsflut untergehen.
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