Masterarbeit, 2014
145 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Hintergrund der Arbeit
1.2. Zielsetzung der Arbeit
1.3. Abgrenzung des Themas
2. Theoretische Vorüberlegungen
2.1. Führung und Führungserfolg
2.1.1. Führung
2.1.2. Führungserfolg
2.1.3. Zusammenhang zwischen Führung und Unternehmenserfolg
2.2. Zielsetzungstheorie
2.3. Selbstwirksamkeitserwartung
2.4. Umgebungsbedingungen der Führungstätigkeit im Krankenhaus
2.4.1. Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
2.4.2. Veränderungen der Personalsituation
2.4.2.1. Fachkräftemangel
2.4.2.2. Generation Y bzw. Millennials
2.4.2.3. Feminisierung der ärztlichen Profession
2.4.3. Veränderung der Führungssituation
2.5. Leitfragen und Hypothesen der Arbeit
3. Methode
3.1. Beschreibung der Stichprobe
3.2. Datenerhebung
3.2.1. Zielsetzung und Begründung der Methode
3.2.2. Festlegung der Variablen
3.2.3. Operationalisierung
3.2.3.1. Variablen der Zielsetzungstheorie
3.2.3.2. Organisationsvariablen der Führungssituation
3.2.3.3. Individuelle Variablen der Führungssituation
3.2.4. Konstruktion des Interviewleitfadens
3.3. Durchführungsplanung
3.4. Auswertung
4. Durchführung und Ergebnisse
4.1. Durchführung der Interviews
4.2. Ergebnisse
4.2.1. Daten zur Stichprobe
4.2.2. Variablen der Zielsetzungstheorie
4.2.2.1. Primäre Führungsmotivation
4.2.2.2. Moderatoren
4.2.2.3. Mediatoren
4.2.2.4. Führungserfolg
4.2.3. Organisationsvariablen der Führungssituation
4.2.3.1. Umfeldbedingungen
4.2.3.2. Führungsqualität vor Ort
4.2.3.3. Ressourcen und Unterstützung
4.2.3.4. Persönliche Einschätzungen
4.2.4. Individuelle Variablen der Führungssituation
4.2.4.1. Rollenverständnis
4.2.4.2. Grundhaltung zu Führung
4.2.4.3. Führungskräfteentwicklung
4.2.4.4. Ressourcendefizite
4.2.4.5. Emotionen
4.3. Zusammenfassung der Ergebnisse
5. Diskussion
5.1. Kritische Reflexion der Methode
5.1.1. Rolle des Interviewers
5.1.2. Verfahren der Inhaltsanalyse
5.2. Interpretation der Ergebnisse
5.2.1. Variablen der Zielsetzungstheorie
5.2.1.1. Primäre Führungsmotivation
5.2.1.2. Moderatoren
5.2.1.3. Mediatoren
5.2.1.4. Führungserfolg
5.2.2. Organisationsvariablen der Führungssituation
5.2.2.1. Umfeldbedingungen
5.2.2.2. Führungsqualität vor Ort
5.2.2.3. Ressourcen und Unterstützung
5.2.2.4. Persönliche Einschätzungen
5.2.3. Individuelle Variablen der Führungssituation
5.2.3.1. Rollenverständnis
5.2.3.2. Grundhaltung zu Führung
5.2.3.3. Führungskräfteentwicklung
5.2.3.4. Ressourcendefizite
5.2.3.5. Emotionen
5.3. Praxisbezogene Nutzenbewertung der Ergebnisse
5.4. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit analysiert den wahrgenommenen Führungserfolg von Chefärzten in sächsischen Krankenhäusern unter Anwendung der Zielsetzungstheorie, um zu untersuchen, wie sich aktuelle Umfeldbedingungen und Zielsetzungsprozesse auf das ärztliche Management auswirken.
1. Einleitung
Mit den politischen Weichenstellungen hin zu mehr Wirtschaftlichkeit und Wettbewerb im Krankenhaussektor entstand für die Krankenhäuser in den letzten Jahren eine bisher so nie wahrgenommene Situation einer existentiell veränderten, nunmehr deutlicher ökonomisch geprägten Arbeit unter Rationalisierungs- und Wettbewerbsdruck mit all den sich daraus ergebenden, teilweise grundlegend neuen Strukturen, Erwartungen und Empfindungen, Anforderungen und Auswirkungen.
Nach einer Studie vor Einführung der DRG zu Perspektiven und Empfehlungen für das Personalmanagement und Organisation bedeutet das für Krankenhäuser aufgrund einer einsetzenden, neuen Marktdynamik im Gesundheitswesen bisher nicht gekannte Anforderungen an Organisation und Führung. Diese Neuorientierung setzt engagierte Mitarbeiter voraus, demzufolge bedingt der Geschäftserfolg ein konsequentes Mobilisieren von Mitarbeiter-Knowhow. Interne und externe Anforderungen wirken auf den Unternehmenserfolg, der dabei bestimmt wird von den Kernvariablen Geschäftsfeldentwicklung, Organisation und Führung und Innovation und Unternehmenskultur.
Der sich derzeit allgemein vollziehende Wandel in der Organisation der Arbeitswelt, welcher sich durch zunehmenden Komplexitäts- und Flexibilisierungsgrad und steigende Anforderungen an die Arbeit selbst wie auch an das Management darstellt, ist damit auch in den Bereichen des Gesundheitswesens angekommen. Die „Initiative Neue Qualität der Arbeit“ identifizierte branchenunabhängig für die Gestaltung der zukünftigen Arbeitswelt vier Handlungsschwerpunkte: Personalführung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit, Wissen & Kompetenz.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den ökonomischen Wandel und die damit verbundenen neuen Anforderungen an Führungskräfte im Krankenhaussektor.
2. Theoretische Vorüberlegungen: Dieses Kapitel definiert die Kernbegriffe Führung und Führungserfolg und führt die Zielsetzungstheorie sowie relevante Umfeldbedingungen im Krankenhaus ein.
3. Methode: Hier wird der methodische Rahmen der qualitativen Querschnittstudie erläutert, inklusive der Beschreibung der Stichprobe, Datenerhebung und Variablenoperationalisierung.
4. Durchführung und Ergebnisse: Dieser Hauptteil präsentiert die gewonnenen Daten aus den Experteninterviews mit Chefärzten und analysiert die verschiedenen Einflussfaktoren auf deren Führungstätigkeit.
5. Diskussion: Das Kapitel reflektiert kritisch die gewählte Methode, interpretiert die Ergebnisse im Kontext der theoretischen Grundlagen und bewertet den praxisbezogenen Nutzen für das Klinikmanagement.
Zielsetzungstheorie, Führungserfolg, Chefarzt, Krankenhaus, Personalmanagement, Selbstwirksamkeit, Führungsrolle, Organisationsentwicklung, Arbeitsbelastung, emotionale Intelligenz, Klinikführung, Ressourcenmanagement, Zielkonflikte, Gesundheitswesen, Führungskräfteentwicklung.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der primären Führungsmotivation von Chefärzten und deren wahrgenommenem Führungserfolg innerhalb des komplexen Umfelds von Krankenhäusern.
Zentral sind die Zielsetzungsprozesse im ärztlichen Management, die Auswirkungen ökonomischer Rahmenbedingungen auf die ärztliche Tätigkeit sowie die Rolle von Führung im modernen Krankenhaus.
Das Ziel ist es, den wahrgenommenen Führungserfolg von Chefärzten in Sachsen in Bezug zu den Zielen, dem Zielsetzungsprozess und der spezifischen Führungssituation zu analysieren.
Es handelt sich um eine explorative, qualitative Querschnittstudie, die mittels teilstandardisierter Leitfadeninterviews mit 13 Chefärzten durchgeführt wurde.
Im Hauptteil werden Ergebnisse zu Stichprobendaten, Variablen der Zielsetzungstheorie, organisationalen Bedingungen und individuellen Einstellungen der Chefärzte detailliert ausgewertet.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Zielsetzungstheorie, Chefärzte, Krankenhausführung, Selbstwirksamkeit und psychische Belastung im Management.
Die Untersuchung zeigt ein Defizit in der Kommunikation zwischen ökonomischem Top-Management und ärztlichem mittleren Management, was zu Zielinkongruenz und einer erschwerten Umsetzung von Strategien führt.
Der Autor schlussfolgert, dass die systematische Einbindung von Chefärzten in die Gesamtstrategie und eine bedarfsgerechte Führungskräfteentwicklung essenziell sind, um die Leistungspotenziale der Führungskräfte voll auszuschöpfen.
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