Bachelorarbeit, 2015
72 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Die Person Walter Eucken
2.1 Kurzbiographie
2.2 Walter Eucken und sein Wirken in der Freiburger Schule
3 Grundlagen einer Volkswirtschaft
3.1 Funktionsweise einer modernen Volkswirtschaft
3.1.1 Preisbildung und Allokation
3.1.2 Marktformen und Wettbewerb
3.1.3 Idealtypische Wirtschaftsordnungen und ihre Kritik
3.2 Typen von Wirtschaftsordnungen in der Historie
3.2.1 Laissez-Faire
3.2.2 Zeitalter der Experimente
3.2.3 Soziale Marktwirtschaft
3.3 Unterteilung der Wirtschaftspolitik
3.3.1 Die Ordnungspolitik
3.3.2 Die Prozesspolitik
4 Die wirtschaftspolitischen Prinzipien Walter Euckens
4.1 Die konstituierenden Prinzipien
4.1.1 Primat der Währungspolitik
4.1.2 Funktionierendes Preissystem
4.1.3 Offene Märkte
4.1.4 Privateigentum
4.1.5 Vertragsfreiheit
4.1.6 Haftungsprinzip
4.1.7 Konstanz der Wirtschaftspolitik
4.2 Die regulierenden Prinzipien
4.2.1 Das Monopolproblem
4.2.2 Die Einkommensverteilung
4.2.3 Externe Effekte
4.2.4 Anormales Verhalten des Angebots
5 Die Staatsschuldenkrise
5.1 Ausgangspunkt Finanzmarktkrise
5.2 Weiterführende Ursachen der Staatsschuldenkrise
6 Fazit
Diese Arbeit untersucht die Aktualität der wirtschaftspolitischen Prinzipien von Walter Eucken im Kontext der modernen Finanz- und Staatsschuldenkrise. Dabei soll analysiert werden, inwiefern die Nichteinhaltung dieser ordoliberalen Grundsätze als Mitverursacher der Krise identifiziert werden kann und ob heutige Lösungsansätze im Einklang mit Euckens Theorie stehen.
4.1.1 Primat der Währungspolitik
Eucken unterscheidet in seinen wirtschaftspolitischen Prinzipien zwischen den konstituierenden und den regulierenden Prinzipien. Die konstituierenden Prinzipien bilden den notwendigen Rahmen, welchen Eucken mit dem Wissen über die Statik eines Baumeisters beim Bau eines Hauses und dem notwendigen Wissen eines Wirtschaftspolitiker, welcher eine funktionierende Wettbewerbsordnung aufbauen möchte, vergleicht. Jede Volkswirtschaft hat eigene, regionale Probleme, Eigenarten und Ausgangslagen, sodass nicht immer allgemeingültige Prinzipen überall angewendet werden können, sondern die Analyse an der Wirklichkeit ausgerichtet sein muss. Daher sind weitere über die grundlegenden konstituierenden Prinzipien hinausgehende Maßnahmen notwendig. Dies sind die regulierenden Prinzipien, welche Eucken als „Wirtschaftspolitik innerhalb der Wettbewerbsordnung“ bezeichnet.
Betrachtet man alle Prinzipien im Ganzen, wird deutlich, dass für Eucken Wirtschaftspolitik mehr ist als nur die Funktion des Wirtschaftsapparates sicherzustellen, sondern eben neben der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und der wirtschaftlichen Ordnung auch die Sozial- und Umweltpolitik umfasst. Die regulierenden Prinzipien haben somit keine Korrekturfunktion der Ordnungspolitik, sondern eine Unterstützungsfunktion und dienen deren Vervollkommnung. Übertragen auf die Wirtschaftspolitik kann man die Ordnungspolitik in Anlehnung an die konstituierenden Prinzipien, und die regulierenden Prinzipien angelehnt an die Prozesspolitik verstehen.
Eines der, in 3.3.2 beschrieben wirtschaftspolitischen Zielen ist die Preisniveaustabilität. Da Geldwertschwankungen, in ihren Extremformen Inflation und Deflation, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit stören oder zum Erliegen bringen. Heute mag die Preisniveaustabilität selbstverständlich sein, doch Eucken hat die Notwendigkeit von Geldwertstabilität für eine funktionierende Wirtschaft und eine Wettbewerbsordnung bereits früh, und zwar zu einer Zeit, als diese Notwendigkeit noch nicht wissenschaftlich anerkannt gewesen ist, als systemrelevant bezeichnet.
1 Einleitung: Stellt das Thema der Arbeit vor und beleuchtet die aktuelle wirtschaftspolitische Relevanz vor dem Hintergrund der Finanz- und Staatsschuldenkrise.
2 Die Person Walter Eucken: Gibt einen Überblick über das Leben von Walter Eucken und seinen maßgeblichen Einfluss auf die Freiburger Schule und den Ordoliberalismus.
3 Grundlagen einer Volkswirtschaft: Erläutert ökonomische Basismechanismen, verschiedene Wirtschaftsordnungen und die Differenzierung zwischen Ordnungs- und Prozesspolitik.
4 Die wirtschaftspolitischen Prinzipien Walter Euckens: Analysiert detailliert die konstituierenden und regulierenden Prinzipien, die als Fundament einer funktionsfähigen Wettbewerbsordnung dienen.
5 Die Staatsschuldenkrise: Untersucht die Ursachen der Finanz- und Staatsschuldenkrise und gleicht diese kritisch mit den Euckenschen Prinzipien ab.
6 Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und argumentiert für eine Rückbesinnung auf ordnungspolitische Prinzipien als Lösungsweg für die aktuelle Krise.
Walter Eucken, Ordoliberalismus, Freiburger Schule, Wettbewerbsordnung, Wirtschaftspolitik, Ordnungspolitik, Prozesspolitik, Finanzmarktkrise, Staatsschuldenkrise, Primat der Währungspolitik, Preissystem, Privateigentum, Haftungsprinzip, Geldwertstabilität, Soziale Marktwirtschaft
Die Arbeit untersucht die Relevanz der wirtschaftspolitischen Prinzipien von Walter Eucken für das Verständnis und die Bewältigung der aktuellen Finanz- und Staatsschuldenkrise.
Die Themenfelder umfassen die Geschichte des Ordoliberalismus, die theoretischen Grundlagen der Volkswirtschaftslehre und die Analyse von Marktversagen sowie staatlichen Eingriffen in der Krise.
Ziel ist es zu klären, ob die Nichteinhaltung von Euckens Prinzipien die Krise mitverursacht hat und ob eine Rückkehr zu diesen Regeln zur Krisenlösung beitragen kann.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse der Euckenschen Prinzipien in Verbindung mit einer historischen und ökonomischen Untersuchung der Finanz- und Staatsschuldenkrise.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen einer Volkswirtschaft, die Erläuterung von Euckens konstituierenden und regulierenden Prinzipien sowie deren Anwendung auf die Ursachenanalyse der Krise.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Ordoliberalismus, Wettbewerbsordnung, Haftungsprinzip, Geldwertstabilität und die Unterscheidung von Ordnungspolitik und Prozesspolitik.
Eucken fordert, dass derjenige, der den Nutzen aus wirtschaftlichen Aktivitäten zieht, auch den Schaden tragen muss; die Arbeit zeigt auf, wie dieses Prinzip durch Bankenrettungen und fehlende persönliche Haftung ausgehebelt wurde.
Der Autor argumentiert, dass die expansive Geldpolitik der EZB und der Ankauf von Staatsanleihen das "Primat der Währungspolitik" und die "Konstanz der Wirtschaftspolitik" verletzen.
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