Masterarbeit, 2015
80 Seiten, Note: 2,4
1 Einleitung zur Inklusion im Sportunterricht
1.1 Motivation
1.2 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.3 Methodisches Vorgehen und Aufbau der Arbeit
2 Theoretisches Grundlagen zur Inklusion
2.1 Begriffsabgrenzung zur Behinderung
2.1.1 Behinderung
2.1.2 Lernbehinderung
2.1.3 Geistige Behinderung
2.2 Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Integration und Inklusion
2.3 Zusammenfassende Betrachtung der Bedeutung von Inklusion im Bildungssystem
3 Inklusion im Sportunterricht
3.1 Historische Entwicklung der Inklusion im Sportunterricht
3.2 Inklusion in der Sportdidaktik
3.3 Voraussetzungen für einen Inklusiven Sportunterricht
3.3.1 Sportunterricht aus der Schülerperspektive
3.3.2 Fallstudien zum Verhalten von Schüler im Sportunterricht
3.4 Zusammenfassende Betrachtung der theoretischen Erkenntnisse zur Untersuchung des Verhaltens von nichtbehinderten Schülern im inklusiven Sportunterricht
4 Empirische Untersuchung zum Verhalten von nichtbehinderten Kindern im inklusiven Sportunterricht
4.1 Theoretische Grundlage zur Erhebung durch Beobachtung
4.1.1 Beobachtungsbogen
4.1.2 Ausgangslage
4.1.3 Beschreibung der Stichprobe
4.2 Durchführung und Auswertung der Beobachtung von nicht behinderten Schülern im inklusiven Sportunterricht
4.2.1 Darstellung der Ergebnisse
4.2.2 Auswertung der Ergebnisse
4.3 Interpretation und Ableitung von Handlungsempfehlungen zur Gestaltung inklusivem Sportunterricht
5 Abschlussbetrachtung und Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit verfolgt das Ziel, mittels einer empirischen Beobachtungsstudie zu untersuchen, wie Kinder im Grundschulalter den inklusiven Sportunterricht wahrnehmen und wie sie auf die gemeinsame Interaktion mit behinderten Mitschülern reagieren, um daraus Handlungsempfehlungen für die sportpädagogische Praxis abzuleiten.
3.3.1 Sportunterrichte aus der Schülerperspektive
Da die folgende Beobachtungsstudie den inklusiven Unterricht aus der Schülerperspektive erklärt, wird der Ansatz eine subjektive Sicht in die Untersuchung einzubeziehen erläutert. Der § 42 Absatz 2 des Schulgesetzes in NRW besagt „Schülerinnen und Schüler haben das Recht, im Rahmen dieses Gesetzes an der Gestaltung der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule mitzuwirken und ihre Interessen wahrzunehmen. Sie sind ihrem Alter entsprechend über Unterrichtsplanung und an der Gestaltung des Unterrichts und sonstiger schulischer Veranstaltungen zu beteiligen.“ Für diese Beteiligung ist es notwendig, den Unterricht aus subjektiver Sicht der Schüler nachzuvollziehen. Schüler sind eigenständige Subjekte und nicht "als von außen steuerbare Individuen anzusehen, sondern als autonome Personen" (Vgl. Czerwenka 1990, S. 13).
Zum Thema „Sportunterricht aus Schülersicht“ liegen zahlreiche empirische Untersuchungen vor. Als Ausgangspunkt für die Erforschung der Schülersicht wird die von Hartmann im Jahr 1904 durchgeführte Befragung von Kindern zu heimatkundlichen Themen gesehen (vgl. Bocka 2003, 39). „Begünstigt wurde die Möglichkeit, Schülermeinungen zu erheben und auszuwerten durch einen Perspektivenwechsel in der sozialwissenschaftlichen und im Besonderen in der erziehungswissenschaftlichen Forschung. Richtete sich bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts die Perspektive überwiegend auf das Kind, so wird seitdem ein Wechsel dahin gehend vollzogen, vom Kind selbst ausgehen (ebd. S. 40).“ In den 70er und frühen 80er Jahren wurden Einstellungen und Motive der Schüler zu Sportunterricht und Sportlehrer sowie zu Inhalten des Sportunterrichts in einer Vielzahl empirischer Untersuchungen erfasst und analysiert (vgl. Miethling 1977; Brettschneider/Kramer 1978; Messing 1980; Bielefeld 1981).
1 Einleitung zur Inklusion im Sportunterricht: Dieses Kapitel motiviert die Arbeit durch pädagogische Leitbilder und formuliert die zentrale Fragestellung sowie das methodische Vorgehen.
2 Theoretisches Grundlagen zur Inklusion: Hier werden zentrale Begriffe wie Behinderung, Lernbehinderung und geistige Behinderung definiert sowie die theoretische Differenzierung zwischen Integration und Inklusion vorgenommen.
3 Inklusion im Sportunterricht: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung, die sportdidaktischen Herausforderungen und die theoretischen Erkenntnisse zum Verhalten von Schülern in inklusiven Settings.
4 Empirische Untersuchung zum Verhalten von nichtbehinderten Kindern im inklusiven Sportunterricht: Der Hauptteil beschreibt die methodische Konzeption, Durchführung und Auswertung der systematischen Beobachtungsstudie an einer Grundschule.
5 Abschlussbetrachtung und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und diskutiert die Bedeutung für zukünftige Entwicklungen im inklusiven Bildungssystem.
Inklusion, Sportunterricht, Grundschule, Beobachtungsstudie, Integration, Schülerperspektive, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Sportdidaktik, Soziale Kompetenz, Kooperation, Verhaltensanalyse, Heterogenität, Pädagogik der Vielfalt, Barrierefreiheit, Inklusives Lernen.
Die Arbeit untersucht das Verhalten von Grundschülern ohne Förderbedarf im Kontext von inklusiven Sportstunden, um deren subjektive Wahrnehmung und Interaktionsmuster mit Kindern mit Behinderungen zu analysieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Fundierung der Inklusion im Bildungswesen, der sportdidaktischen Aufbereitung von Inklusionsprozessen und der empirischen Feldforschung im Schulsport.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer Beobachtungsstudie zu ergründen, wie inklusive Settings aus der Sicht von Kindern ohne Behinderung wahrgenommen werden und welche Effekte dies auf das soziale Miteinander hat.
Die Autorin wendet eine offene, nicht-teilnehmende und systematische Beobachtung an, wobei die Interaktionen der Schüler in ihrem natürlichen schulischen Umfeld dokumentiert und inhaltlich ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen für die Beobachtung, die Beschreibung der Stichprobe an einer Gemeinschaftsgrundschule sowie die detaillierte Auswertung der erhobenen Verhaltensdaten.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Inklusion, Schulsport, soziale Interaktion, Beobachtungsmethode und Pädagogik der Vielfalt einordnen.
Die Studie unterstreicht, dass die Lehrkraft eine Schlüsselrolle einnimmt, wobei sich insbesondere ein offener Unterrichtsstil und die gezielte Unterstützung der Autonomie der Schüler als förderlich für das soziale Klima erwiesen haben.
Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder ohne Förderbedarf ihren Mitschülern mit Behinderungen weitgehend offen und hilfsbereit begegnen, wobei das inklusive Miteinander selten zu negativen Frustrationserlebnissen, sondern eher zu positiven sozialen Erfahrungen führt.
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