Diplomarbeit, 2004
86 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Der Wassersektor in Deutschland
2.1 Institutioneller Rahmen der Wasserwirtschaft
2.2 Die Wasserversorgung
3 Natürliches Monopol der Wasserversorgung
3.1 Die Eigenschaften des natürlichen Monopols
3.2 Staatsversagen als Motiv der Privatisierung natürlicher Monopole
4 Privatisierung der Wasserversorgung
4.1 Privatisierung und Liberalisierung
4.1.1 Formen der Privatisierung
4.1.2 Regiebetrieb
4.1.3 Eigenbetrieb
4.2 Wettbewerb im Markt
4.3 Wettbewerb um den Markt
5 Öffentliche und private Wasserversorger (Beispiele aus der Praxis)
5.1 Die STAWAG als öffentlicher Wasserversorger
5.2 Die GELSENWASSER AG als privater Wasserversorger
5.3 Vergleich der öffentlichen und privaten Wasserversorgung anhand der Praxisbeispiele
6 Zusammenfassung
Die Diplomarbeit untersucht den Wassersektor in Deutschland im Hinblick auf den Privatisierungsprozess und die aktuelle Debatte um eine mögliche Liberalisierung. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob eine Privatisierung oder Liberalisierung der Wasserversorgung ökonomisch sinnvoll ist und welche Auswirkungen auf Wasserqualität, Preise und Versorgungssicherheit zu erwarten sind.
3.1 Die Eigenschaften des natürlichen Monopols
Unter einem natürlichen Monopol („öffentliches Monopolunternehmen“) kann man eine Industrie verstehen, in der ein einzelnes Unternehmen einen industriellen „Output-Vektor“ günstiger produzieren kann, als dies in einer anderen beliebigen Konstellation von mehreren Firmen möglich ist. Das heißt, dass auf einem freien Markt auf Dauer nur ein Unternehmen überlebensfähig ist, da ein Produktbündel durch ein einzelnes Unternehmen stets kostengünstiger produziert und auch angeboten werden kann, als durch zwei oder mehr Unternehmen.
Konkret geht es hierbei um die Abschaffung des § 103 GWB a. F. Bisher wurden die überwiegend kommunalen Wasserversorger aufgrund dieses Paragraphen, der ihnen ein Gebietsmonopol hinsichtlich der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung garantierte, vor Konkurrenz geschützt. Dies hat seinen guten Grund. Wasser ist das existentiell notwendigste und wichtigste Versorgungsgut des Menschen.
Natürliche Monopole sollen ein flächendeckendes Angebot mit wichtigen Versorgungsgütern der Haushalte und anderen Unternehmen liefern. Deshalb unterliegen öffentliche Monopolunternehmen Regelungen eines Kontrahierungszwangs und verpflichtender Lieferungskonditionen, um eine allgemeine Sicherheit und Qualität der Leistungen zu gewährleisten, unabhängig von unterschiedlichen regionalen Bedingungen…. Ferner wird eine potentielle Konkurrenz privatwirtschaftlicher Unternehmen verhindert (Ausschluss von Marktzutritten).
1 Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Wasser als Gut der Daseinsvorsorge und Darstellung der Debatte um Liberalisierung und Privatisierung in Deutschland.
2 Der Wassersektor in Deutschland: Analyse des institutionellen Rahmens, der Ressourcenverteilung und der Qualitätssicherung der Wasserwirtschaft.
3 Natürliches Monopol der Wasserversorgung: Definition und theoretische Grundlagen des natürlichen Monopols sowie Diskussion von Staatsversagen als Privatisierungsmotiv.
4 Privatisierung der Wasserversorgung: Systematische Einteilung der Privatisierungsformen und Analyse der Wettbewerbsmodelle im und um den Markt.
5 Öffentliche und private Wasserversorger (Beispiele aus der Praxis): Detaillierte Fallstudien der STAWAG und der GELSENWASSER AG inklusive Experteninterviews und Kennzahlenvergleich.
6 Zusammenfassung: Synthese der Erkenntnisse über die Auswirkungen von Privatisierung und Liberalisierung auf die deutsche Wasserwirtschaft.
Trinkwasserversorgung, Privatisierung, Liberalisierung, natürliches Monopol, Daseinsvorsorge, Wasserwirtschaft, Benchmarking, Wasserpreis, STAWAG, GELSENWASSER AG, Netzindustrien, GATS, Wasserqualität, Wettbewerb um den Markt, Nachhaltigkeit
Die Arbeit befasst sich mit der Struktur der deutschen Wasserversorgung und den Auswirkungen der zunehmenden Privatisierung sowie der politischen Diskussion über eine mögliche Liberalisierung des Sektors.
Im Zentrum stehen die ökonomischen Eigenschaften der Wasserversorgung (natürliches Monopol), die Abgrenzung von Privatisierung und Liberalisierung sowie deren Auswirkungen auf Preis, Qualität und Versorgung.
Ziel ist es, die Auswirkungen von Liberalisierungs- und Privatisierungsmaßnahmen zu evaluieren und die Frage zu klären, ob derartige Marktöffnungen für den Kunden vorteilhaft oder schädlich sind.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Analyse der ökonomischen Grundlagen mit einer empirischen Untersuchung anhand von zwei Praxisbeispielen (STAWAG und GELSENWASSER AG) und führt Experteninterviews durch.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Abschnitte über Monopolstrukturen und Privatisierungstypen sowie einen umfangreichen Praxisteil mit Unternehmensanalysen und Interviews.
Die zentralen Begriffe umfassen Privatisierung, Liberalisierung, natürliches Monopol, Daseinsvorsorge, Wasserpreis und Trinkwasserqualität.
Die STAWAG ist ein wichtiges Praxisbeispiel, da sie als öffentliches Unternehmen auf privatwirtschaftlicher Ebene agiert und eine zentrale Rolle in der Region Aachen spielt.
Beide Interviewpartner lehnen eine Liberalisierung ab, da erhebliche Durchleitungsprobleme drohen und die Befürchtung besteht, dass unter Kostendruck die Instandhaltung leidet und die Qualität sinkt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

