Diplomarbeit, 2014
94 Seiten, Note: 2,0
1.0 Einleitung
2.0 Grundlagen des Factorings
2.1 Definition
2.2 Funktionen des Factorings
2.2.1 Finanzierungsfunktion des Factorings
2.2.2 Dienstleistungsfunktion des Factorings
2.2.3 Delkrederefunktion bzw. Versicherungsfunktion des Factorings
2.2.4 Die Dreiecksbeziehung im Factoring
2.2.5 Zusammenfassung
2.3 Varianten und Formen des Factorings
2.3.1 Echtes Factoring
2.3.2 Unechtes Factoring
2.3.3 Offenes Factoring
2.3.4 Stilles Factoring
2.3.5 Inhouse Factoring
2.3.6 Full-Service Factoring
2.3.7 Fälligkeitsfactoring
2.3.8 Export und Import Factoring
2.3.9 Sonstige Factoring-Varianten
2.3.10 Zusammenfassung
2.4 Factoring im deutschen Recht
2.4.1 Rechtliche Grundlagen
2.4.2 Rechtliche Abgrenzung zu Zessionskrediten
2.4.3 Abgrenzung zur Warenkreditversicherung
2.4.4 Rechtliche Hindernisse für Factoring
2.4.5 Zusammenfassung
2.5 Organisation der deutschen und europäischen Factoring-Unternehmen
2.5.1 Der Deutsche Factoring Verband e.V.
2.5.2 Angeschlossene Factoring-Unternehmen
2.5.3 Die EUF (EU Federation for Factoring and Commercial Finance)
2.6 Resümee
3.0 Nutzungsverbreitung und Nutzungsstrukturen in Deutschland und Europa
3.1 Factoring in Deutschland
3.1.1 Die Nutzerstruktur in Deutschland
3.1.2 Volumen des Factorings in Deutschland
3.1.3 Beweggründe von Unternehmen für eine Factoring-Nutzung
3.1.4 Gründe gegen eine Nutzung von Factoring
3.1.5 Zusammenfassung
3.2 Factoring in Europa
3.2.1 Übersicht über die Factoring-Branche in Europa
3.2.2 Der Factoring-Markt in Großbritannien
3.2.3 Zusammenfassung
3.3 Vergleich zwischen Deutschland und Großbritannien
3.4 Resümee
4.0 Gesamtwirtschaftliche Relevanz des Factoring
4.1 Anteile des Factorings am Bruttoinlandsprodukt
4.1.1 Anteil des Factorings am Bruttoinlandsprodukt Deutschlands
4.1.2 Anteil des Factorings am Bruttoinlandsprodukt Großbritanniens
4.1.3 Anteil des Factorings am Bruttoinlandsprodukt Europas
4.1.4 Zusammenfassung
4.2 Export-Sicherung und Export-Vertrauen durch Factoring
4.2.1 Anteil des Export-Factorings am Gesamtvolumen
4.2.2 Psychologische Effekte des Export-Factoring
4.2.3 Europaübergreifende Zusammenarbeit der Factoring-Unternehmen
4.2.4 Zusammenfassung
4.3 Die Factoring-Branche in der „Eurokrise“
4.3.1 Skizzierung der Krisenursache
4.3.2 Forderungsausfälle und Unternehmensinsolvenzen
4.3.3 Auswirkungen auf die Factoring-Branche
4.3.4 Erwartungshaltung deutscher Unternehmen an das Factoring und deren Krisenbewältigungsansatz
4.3.5 Zusammenfassung
4.4 Grenzen des Factoring
4.4.1 Factoring ist nicht von jedem Unternehmen nutzbar
4.4.2 Kosten des Factoring
4.4.3 Imageprobleme durch Factoring
4.4.4 Zusammenfassung
4.5 Aktuelle Entwicklungen
4.5.1 Potential des Factoring durch Gesetzesvorgaben nach Basel II und Basel III
4.5.2 Factoring für den Health-Care Bereich
4.5.3 Problematik der grenzüberschreitenden Forderungsdurchsetzung und Forderungsbeitreibung
4.6 Resümee
5.0 Fazit
6.0 Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht die gesamtwirtschaftliche Bedeutung des Factorings für Unternehmen und Volkswirtschaften in Deutschland und der Europäischen Union, wobei insbesondere die Rolle dieses Finanzierungsinstruments in Krisenzeiten und beim Export im Fokus steht.
2.3.4 Stilles Factoring
Bei der Variante des stillen Factorings verzichtet der Factor darauf, dass sein Kunde dem Debitor mitteilt, dass die Forderung abgetreten ist.
Einige Factoring-Kunden möchten bewusst darauf verzichten, dass Ihre Kunden erfahren, dass die Forderungen an ein Factoring-Unternehmen übergeben wurden.
Für das Factoring-Unternehmen setzt das stille Factoring allerdings ein hohes Maß an Vertrauen an seinen Kunden voraus. Das Factoring-Unternehmen ist auf eine funktionierende Buchhaltung bzw. ein funktionales Debitorenmanagement seines Kunden angewiesen und muss darauf vertrauen, dass deren Kunde ebenso versucht die Forderung einzutreiben mittels eines effektiven Forderungsmanagement, als wäre sie nicht mittels Factoring finanziert.
Daraus ergeben sich für das Factoring-Unternehmen bereits im Vorfeld die Notwendigkeiten, seine zukünftigen Kunden ausgiebig zu überprüfen und deren Bonität zu bestimmen, als auch die Geschäftsbeziehungen zu den Abnehmern zu hinterfragen. Letztlich entscheidet das Factoring-Unternehmen auch anhand einer Überprüfung der Debitorenbuchhaltung seines Kunden, ob ein stilles Factoring infrage kommt.
Dass die Factoring-Kunden die Möglichkeit des stillen Factorings haben ist essentiell. Die Firmen erhalten somit die Möglichkeit ihre Forderungen ohne eine angezeigte Abtretung zu finanzieren und geraten nicht in eine mögliche unangenehme Situationen gegenüber ihren Kunden. In einigen Wirtschaftszweigen, wie z.B. der industriellen Verarbeitung von Werkstoffen, wächst durch eine angezeigte Forderungsabtretung das Misstrauen der Großhändler, ob der Kunde noch eine ausreichende Bonität hat um weiterhin Ware zu liefern.
1.0 Einleitung: Beschreibt die Herausforderungen für Volkswirtschaften durch Finanzkrisen und führt in die wachsende Bedeutung von Factoring als Finanzierungslösung ein.
2.0 Grundlagen des Factorings: Vermittelt das theoretische Verständnis des Factoring-Prozesses, seiner Funktionen (Finanzierung, Dienstleistung, Versicherung) und der gängigen Varianten.
3.0 Nutzungsverbreitung und Nutzungsstrukturen in Deutschland und Europa: Analysiert die Verbreitung des Factorings, Nutzerstrukturen in Deutschland und Europa sowie Beweggründe und Hemmnisse für Unternehmen.
4.0 Gesamtwirtschaftliche Relevanz des Factoring: Untersucht das Factoring-Volumen im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt, seine Rolle im Export und während der „Eurokrise“ sowie aktuelle regulatorische Herausforderungen.
5.0 Fazit: Fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Etablierung des Factorings als bedeutendes Finanzdienstleistungsinstrument mit Wachstumspotenzial.
6.0 Literaturverzeichnis: Listet die verwendeten Quellen, Fachbücher, Zeitschriftenartikel und Internetquellen auf.
Factoring, Finanzdienstleistung, Forderungsmanagement, Liquidität, Bruttoinlandsprodukt, Export-Factoring, Delkrederefunktion, Unternehmensinsolvenzen, Finanzkrise, Basel II, Basel III, KMU, Wirtschaftsleistung, Forderungsabtretung, Zessionskredit.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Rolle des Factorings als Finanzdienstleistungsinstrument und dessen gesamtwirtschaftlicher Bedeutung für Unternehmen in Deutschland und der Europäischen Union.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Factorings, die Marktentwicklung, die Nutzung durch Unternehmen sowie die Auswirkungen von Finanzkrisen und regulatorischen Vorgaben (wie Basel II/III) auf die Branche.
Das Ziel ist es, die gesamtwirtschaftliche Relevanz des Factorings darzustellen, insbesondere durch die Analyse von Umsatzdaten und deren Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt in Deutschland und Europa.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von Daten offizieller Statistikämter und Jahresberichten von Factoring-Verbänden, ergänzt durch repräsentative Studien.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, eine umfassende Marktanalyse der Nutzungsstrukturen in Deutschland und Europa, die Untersuchung der volkswirtschaftlichen Relevanz sowie eine kritische Betrachtung von Export-Factoring und aktuellen Entwicklungen.
Factoring, Liquiditätssicherung, Forderungsmanagement, Bruttoinlandsprodukt, Export-Factoring, Finanzkrise und Delkrederefunktion sind zentrale Begriffe der Arbeit.
Es fungiert als Instrument zur Risikominimierung und Vertrauensstärkung im grenzüberschreitenden Handel, was insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu internationalen Märkten erleichtert.
Die regulatorischen Anforderungen an die Eigenkapitalhinterlegung von Banken erschweren klassischen Firmenkredite für viele Unternehmen, was die Nachfrage nach alternativem Factoring als Finanzierungsquelle steigert.
Es ermöglicht die Finanzierung über Forderungsabtretungen, ohne dass die Kunden des Unternehmens von dieser Abtretung erfahren, was negative Auswirkungen auf das Geschäftsimage vermeidet.
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