Masterarbeit, 2014
65 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Anmerkung zur Komplexität von TTIP
1.2Aufbau und Zielsetzung der Arbeit
2 Die Geschichte des Freihandels
2.1 Vom Merkantilismus zum GATT
2.2 Vom GATT zur WTO
2.3 Die WTO am Scheideweg
3 Theoretische Grundlagen zur Beurteilung von TTIP
3.1 Formen und Auswirkungen ökonomischer Integration
3.2 Partialanalyse
3.3 Allgemeine Gleichgewichtsmodelle
3.4 Das Gravitationsmodell
4 Das Transatlantische Freihandelsabkommen
4.1 Der transatlantische Markt
4.1.1 Bedeutung in der Weltwirtschaft
4.1.2 Europäisch amerikanische Wirtschaftsbeziehungen
4.2 Gegenstand der Verhandlungen
4.2.1 Zollsenkungen
4.2.2 NTB-Abbau
4.2.3 Investorenrechte
4.3 Erwartete gesamtwirtschaftliche Effekte
4.3.1 Methodik und Ergebnisse ausgewählter Studien
4.3.2 Kritik an den Einschätzungen
4.4 Standpunkte zu TTIP aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
4.4.1 Akteure der Zivilgesellschaft
4.4.2 Die Bundestagsparteien
4.4.3 Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften
5 Abwägung und Ausblick
Die Masterthesis untersucht die potenziellen ökonomischen Auswirkungen des transatlantischen Freihandelsabkommens (TTIP). Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob die von Befürwortern angeführten positiven ökonomischen Effekte die seitens der Zivilgesellschaft befürchteten negativen Konsequenzen – wie den Verlust staatlicher Souveränität oder die Absenkung von Sozial- und Umweltstandards – überwiegen.
4.2.2 NTB-Abbau
Neben den in Abschnitt 3.2 genannten Importquoten und Exportsubventionen gibt es ein weites Spektrum an NTBs. Dazu zählen preisbezogene Maßnahmen (z.B. Exportsubventionen oder Ausfuhrsteuern), mengenbezogene Maßnahmen (z.B. Import- und Exportkontingente, freiwillige Exportbeschränkungen) und Handelshemmnisse, die aufgrund administrativer Regelungen auftreten. Außerdem werden auch Folgen unvollkommenen Wettbewerbs (Internationale Kartelle) sowie spezielle Formen von Dumping zu den nicht-tarifären Handelshemmnissen gezählt (vgl. Blank et al. 1998: 7). In den meisten Fällen haben NTBs einen legitimierten Hintergrund, etwa um die Sicherheit von Konsumenten zu gewährleisten oder die Umweltbelastung gering zu halten. Andere NTBs wie Technische Normen oder gemeinsame Rechnungslegungsstandards sind dagegen weniger ideologisch aufgeladen und können im Prozess der ökonomischen Integration angeglichen, gegenseitig anerkannt oder ganz neu gestaltet werden (vgl. Fontagne et al. 2013, S. 2).
Aus diesen NTBs und anderen Faktoren wie etwa Transportkosten oder Zölle, erwachsen Unternehmen, die am internationalen Handel beteiligt sind, sogenannte Handelskosten, die nach Anderson und van Wincoop folgendermaßen definiert sind:
“Trade costs, broadly defined, include all costs incurred in getting a good to a final user other than the marginal cost of producing the good itself: transportation costs (both freight costs and time costs), policy barriers (tariffs and nontariff barriers), information costs, contract enforcement costs, costs associated with the use of different currencies, legal and regulatory costs, and local distribution costs (wholesale and retail)” (Anderson und van Wincoop 2004: 691).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Komplexität von TTIP ein, skizziert die methodischen Herausforderungen bei der ökonomischen Bewertung und beschreibt den Aufbau der Arbeit.
2 Die Geschichte des Freihandels: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung des Welthandelssystems vom Merkantilismus über das GATT bis zur Gründung der WTO.
3 Theoretische Grundlagen zur Beurteilung von TTIP: Hier werden die Formen ökonomischer Integration sowie die theoretischen Modelle (Partialanalyse, CGE-Modelle, Gravitationsmodell) zur Messung von Handelseffekten dargelegt.
4 Das Transatlantische Freihandelsabkommen: Dieses Hauptkapitel analysiert den transatlantischen Markt, die Verhandlungsgegenstände, die Ergebnisse verschiedener Studien zu den wirtschaftlichen Effekten sowie die kontroversen Standpunkte relevanter gesellschaftlicher Akteure.
5 Abwägung und Ausblick: Das abschließende Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung im Hinblick auf den Zielkonflikt zwischen wirtschaftlichen Wachstumsimpulsen und öffentlichen politischen Zielen sowie die Bedeutung von Standardangleichungen.
TTIP, Freihandelsabkommen, Welthandel, Ökonomische Integration, CGE-Modell, Gravitationsmodell, NTB-Abbau, Handelskosten, Investorenrechte, ISDS, Außenhandelspolitik, Zollsenkungen, WTO, Wohlfahrtseffekte, Wirtschaftsverbände.
Die Arbeit untersucht die potenziellen ökonomischen Auswirkungen, die ein Freihandelsabkommen (TTIP) zwischen der EU und den USA auf die beteiligten Volkswirtschaften haben könnte.
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie der ökonomischen Integration, der Analyse von Handelskosten durch nicht-tarifäre Handelsbarrieren (NTBs), der Bewertung ökonomischer Simulationsstudien sowie der gesellschaftspolitischen Debatte um Standards und Investorenschutz.
Ziel ist es, ein umfassendes Bild über die Inhalte und Standpunkte zu TTIP zu vermitteln und die methodische Bestimmung ökonomischer Effekte kritisch zu hinterfragen, anstatt das Abkommen einseitig wirtschaftsethisch zu bewerten.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Analyse und kritische Auseinandersetzung mit existierenden ökonomischen Modellen, insbesondere Computable General Equilibrium (CGE) Modellen und Gravitationsmodellen.
Der Hauptteil widmet sich der Bedeutung des transatlantischen Marktes, den Verhandlungsgegenständen (Zölle, NTBs, Investorenrechte), der kritischen Diskussion aktueller Prognosestudien sowie den Positionen von Politik, Zivilgesellschaft und Verbänden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie TTIP, ökonomische Integration, CGE-Modelle, Handelskosten, NTB-Abbau und Investorenschutz definieren.
Investorenrechte (ISDS) werden kritisiert, da sie Unternehmen ermöglichen könnten, Staaten außerhalb nationaler Rechtswege auf Entschädigungen zu verklagen, was als Gefahr für die staatliche Souveränität und regulatorische Freiheit wahrgenommen wird.
Der Autor äußert Skepsis gegenüber den Studien, da diese oft auf stark abstrahierenden Annahmen (z.B. Vollbeschäftigung) basieren und die makroökonomischen Anpassungskosten bei einer Marktöffnung tendenziell vernachlässigen.
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